Podcast Mental Load Teil 2: Warum Perfektionismus uns überlastet – und wie wir damit aufhören

In dieser Podcastfolge geht es um eines der kraftvollsten Werkzeuge gegen Mental Load: das Loslassen. Barbara Grütze erklärt, warum Perfektionismus uns erschöpft, wie wir in unserem Alltag echte Prioritäten setzen und weshalb wir Aufgaben nicht nur delegieren, sondern auch die Verantwortung dahinter abgeben müssen. Ein ehrlicher, praktischer und entlastender Blick auf das, was wirklich wichtig ist – und auf all das, was wir getrost weglassen können.

meinefamilie.at · Mental Load Teil 2: Warum Perfektionismus uns überlastet – und wie wir damit aufhören

 

Mental Load bedeutet nicht nur, viele Aufgaben zu haben – es bedeutet vor allem, dass unzählige unsichtbare Gedankenprozesse im Kopf ablaufen, die ständig Energie verbrauchen.

Und genau an diesem Punkt setzt diese Episode von Barbara Grütze an.

Der mentale Sturm im Alltag – warum wir so viel denken

Schon ein einfaches Frühstück löst bei vielen Eltern eine ganze Gedankenkette aus:

  • Ist das gesund?
  • Haben wir noch genug da?
  • Soll das Kind den Tisch decken?
  • Ist die Lieblingstasse sauber?

 

Ein Großteil dieser Gedanken ist unnötig – aber wir fühlen uns verpflichtet, alles perfekt zu machen. Social Media, Vergleiche mit anderen Familien oder eigene Ansprüche lassen den Druck steigen.

Der entscheidende Schritt: Priorisieren

Wir können nicht alles perfekt machen. Und wir müssen es auch nicht.
Barbara lädt dazu ein, genau hinzuschauen:

  • Was ist mir heute wirklich wichtig?
  • Was kann warten?
  • Was kann ich komplett streichen?

 

„Gut genug ist gut genug“ wird hier zum Leitmotiv. Mit dem Pareto‑Prinzip zeigt sie, wie man mit 20 % Aufwand 80 % Ergebnis erreicht – besonders bei Dingen wie Geburtstagsfeiern, Organisieren oder Haushaltsthemen.

Loslassen: Der Weg zu mehr Leichtigkeit

Loslassen bedeutet nicht, sich weniger zu kümmern. Es bedeutet:

  • Erlauben, dass nicht alles perfekt sein muss.
  • Erlauben, dass andere es anders machen.
  • Erlauben, dass manches einfach wegfallen darf.

 

Barbara erklärt, warum wir unseren Kindern oft unbewusst Perfektionismus vorleben – und wie wertvoll es wäre, ihnen stattdessen zu zeigen, wie man entspannt, pragmatisch und nach eigenen Werten lebt.

Abgeben – inklusive der Verantwortung

Ein Schlüssel zum mentalen Entlasten ist nicht nur das Delegieren, sondern auch das Verantwortung-Abgeben. Wenn jemand z. B. für Müll zuständig ist, dann komplett – inklusive Überblick, Organisation und Umsetzung.

Das entlastet wirklich.

Wir sind Clanwesen – und müssen nicht alles alleine schaffen

Ein wunderschöner, zentraler Gedanke der Folge: Der moderne Alltag widerspricht unserer Natur. Menschen sind Gemeinschaftswesen. Wir brauchen Netzwerke und gegenseitige Unterstützung. Barbara zeigt konkrete Wege auf, wie man Familien‑ oder Freundschaftsnetzwerke nutzen kann – beim Kochen, Abholen, Kinderbetreuung oder Organisieren.

Reflexion: Was darf ich heute loslassen?

Am Ende lädt die Episode dazu ein, sich ehrlich zu fragen:

  • Was hindert mich daran, Unterstützung anzunehmen?
  • Was möchte ich heute loslassen?
  • Wo kann ich mir den Alltag leichter machen?

 

Ein liebevoller Reminder:

Loslassen ist keine Schwäche. Es ist ein Geschenk – an uns selbst und unsere Kinder.

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Portraitfoto Barbara Grütze

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