Halloween – oder der Vorabend von Allerheiligen!? 3 tolle Alternativen zum konventionellen Halloweenabend

Wenn Kinder die Bedeutung verschiedener Feste kennen, können sie auch verantwortlich und bewusst damit umgehen. Was bedeutet Halloween für uns als Christen? Wollen wir dieses Fest feiern oder wollen wir uns lieber an das Allerheiligenfest orientieren?

Ich kann mich noch gut an das Allerheiligenfest als Kind erinnern. Der Weg von der Kirche zum Friedhof mit der Musikkapelle unseres Ortes, die neuen warmen Winterschuhe mit dem noch kuscheligen Schaffell, die das erste Mal getragen werden durften und die roten Wangen, für die die kalten Temperaturen verantwortlich waren. Manchmal gab es sogar schon den ersten Schnee. Anschließend traf sich die Großfamilie zu einem gemeinsamen Essen und zu Kaffee und Kuchen. Ich liebte diesen Tag – er hatte etwas Magisches an sich.

Einige Zeit später dreht sich alles um ein anderes „Fest“. Halloween hat längst unser Land erobert. Die Geschäfte erinnern uns schon Anfang September daran. Jugendliche werden zu Halloweenpartys eingeladen, die Kleinen zu Rundgängen in der Nachbarschaft mit Sprüchen wie - „Süßes oder Saures“. Selbst in manchen Kindergärten und Schulen werden schaurige Dinge gebastelt. Und leider kommt es immer wieder vor, dass Farbe oder Eier eine Hauswand zieren, wenn das besagte Süße nicht herausgerückt wird.

„Halloween“ war ursprünglich das Fest Samhain, es war ein keltisches Fest bei dem böse Geister bzw. tote Seelen besänftigt werden sollten. Und es war der keltische Neujahrstag. Später wurde das Fest von den Römern übernommen und adaptiert. Die Christianisierung manch heidnischer Feste war in der Kirche keine Ausnahme. So hat Papst Gregor IV. im 9. Jahrhundert das Allerheiligenfest auf den 1. November verlegt um das heidnische Fest durch ein christliches zu ersetzten. Statt an Geister sollte nun an Heilige und Verstorbene gedacht werden.

So hat Papst Gregor IV. im 9. Jahrhundert das Allerheiligenfest auf den 1. November verlegt um das heidnische Fest durch ein christliches zu ersetzten. Statt an Geister sollte nun an Heilige und Verstorbene gedacht werden.

Halloween, wie wir es kennen stammt aus der USA, das sich dort im 19. Jahrhundert ausbreitete und schließlich bis nach Mitteleuropa schwappte. An die ursprüngliche Bedeutung des Festes denken heute die wenigsten. Ich war und bin kein großer Fan von Halloween-Umzügen, auch wenn diese in den meisten Fällen harmlos sind. Aber welche Alternativen kann man einem Kind anbieten, wenn „die anderen Kinder auch alle dürfen“?

3 alternative Ideen für Halloween

Tipp #1

Wir kaufen Süßigkeiten für Kinder die an unserer Tür läuten. Wir wollen niemanden mit leeren Händen wegschicken, der bei uns anläutet - egal ob ein Bettler, ein Kind oder sonst jemand. Aber wir bereiten dazu schön gestaltete Kärtchen vor mit: „Wir wünschen Dir ein schönes Allerheiligenfest“, „Schönes Allerheiligenfest“ o.ä.. Jedes Kind das an der Tür läutet bekommt zur Süßigkeit ein Kärtchen.

Tipp #2

Statt einem Halloweenfest kann man mit Kindern auch ein Vor-Allerheiligenfest planen. Dazu können auch Freunde eingeladen werden und es gibt einen „Kinoabend“ mit Beamer, Leinwand, Popcorn und natürlich Süßigkeiten ;-). Davor oder im Anschluss kann die eine oder andere Heiligengeschichte (z.B. vom Namenspatron) nachgespielt und aufgeführt werden. Alles was man dazu braucht sind ein paar Kostüme, Requisiten und die jeweilige Geschichte. Zum Schluss gibt`s noch Würstel, Pizza oder andere Köstlichkeiten für Kinder.

Tipp #3

Bei älteren Kindern bietet sich auch eine Übernachtungsparty an. Und den Begriff „Heilige“ könnte man einmal mit dem Wort „Helden“ erweitern. Wer waren sie? Wer sind die „Helden“ von heute? Wie kann ich selbst ein „Held“ sein? Diese und weitere Impulsfragen können spannende Gespräche und Diskussionen anstoßen. Meiner Erfahrung nach macht es auch Teenagern Spaß, die eine oder andere Geschichte nachzuspielen. Allerdings muss da alles etwas cooler sein – statt einer Geschichte gibt's eine Story, oder wie auch immer die nächste Generation das nennt. Und - natürlich dürfen auch hier Pizza, Süßes u.ä. nicht fehlen. ;-)

In diesem Sinne - einen gemütlichen, lustigen, spannenden und gesegneten Vor-Allerheiligenabend!

Ähnliche Artikel

Ein Artikel von

Weitere Artikel des Autors lesen