Die Macht der Gedanken

In einem Buch namens „Schalte dein Gehirn an“ (Dr. Leaf) heißt es, dass wir unser Gehirn durch unser Denken umformen können. Durch das Erneuern unserer Gedanken – und mit Gottes Hilfe - können wir unser gesamtes Sein zum Positiven beeinflussen und so unseren „negativen Glaubenssätzen“ und Lügen im Kopf den Garaus machen. Dies wiederum wirkt sich auf unsere Gesundheit, Zufriedenheit und ein „gelungenes Leben“ aus. Auch die Bibel hat dazu einiges in Petto.

 

Unser Denken erneuern

Eine zentrale Aussage im Buch ist, dass ich Ereignisse und Umstände im Leben nicht kontrollieren kann, aber meine Reaktion darauf schon. Und die Reaktion hat wiederum viel mit meinem Kopf, meinen Gedanken und meiner „Grundeinstellung“ zu tun.

„Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist“ (Römer 12,2)

Was aber heißt es, sich der Welt nicht anzupassen, sondern mich zu wandeln?

Die Welt gibt in meinen Augen oft vor, dass es um Geld, Leistung bzw. Erfolg und Macht geht. Stark ist, wer sich gut durchsetzen und profilieren kann, auf die eigenen Kosten kommt oder großes Ansehen und Anerkennung genießt.

Wie kann ich jedoch dem entgegen wirken? Wie wandle ich mich und mein Denken?

Geliebtes Kind Gottes

Indem ich lerne, danach zu streben, was Gott gefällt: mich nach dem Guten und Vollkommenen ausstrecken und meinen Wert und meine Daseinsberechtigung nicht an die Welt und was ich auf ihr erreiche (oder nicht) hängen.

Es braucht die Wahrheit, dass ich ein geliebtes Kind Gottes bin. Dass ich Zugriff habe auf die Himmelsfülle anstatt der Lüge auf den Leim zu gehen, vergessen zu sein oder „es allein schaffen“ zu müssen.

Dass ich auf "Empfangen" schalte: Gott schenkt mir alles, was ich brauche.

Wenn sich mein Denken auf diese Wahrheit richtet, dann werde ich - die absolut Reichbeschenkte – mir nach und nach sehr viel leichter tun, Gottes Willen zu suchen. Dann wird es immer mehr meine Sehnsucht, „Schätze im Himmel“ zu sammeln, wie es an anderer Stelle beschrieben wird.

Mein Denken - aber auch mein Sein - wird sich auf Taten der Liebe und auf Erbauliches, Trostspendendes und Aufrichtendes hin ausrichten. Wir wandeln uns, indem wir uns auf alles Gute konzentrieren, das wir durch unseren Kopf schließlich aber auch mit dem restlichen Körper – Mund, Händen.. - auf dieser Welt vollbringen können.

Eine himmlische Grundeinstellung

„Trachtet nach dem, was droben, nicht nach dem, was auf Erden ist“ (Kolosser 3,2)

Kann man es klarer sagen? Veränderung geschieht durch die Erneuerung des Sinnes und es liegt an uns, worauf wir unseren Sinn richten: auf die Dinge auf der Erde oder auf die Dinge droben. Gott will durch Seinen Geist und Sein Wort bewirken, dass unser Denken immer weniger menschlich und immer mehr ihm entsprechend wird.

„Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“ (Mt. 16,23)

Das sind wirklich harte und sehr klare Worte! Ich glaube, dass in dieser Stelle das Zentrale ist, dass Petrus denkt,  dass Gott es nicht gut meint, dass er sich nicht sorgt um seinen Sohn Jesus, weil er ihn leiden lassen wird. Das ist auch bei mir sehr oft die eigentliche „Grundsatzdiskussion“.

Meint es Gott wirklich gut? Warum das Leid? Warum greift Gott nicht ein?

ABER: Gott IST gut und seine Weihseit ist so viel höher als unsere und vor allem ist seine Liebe zu uns so viel größer als wir es uns nur ausmahlen können. Somit ist die Himmelslogik auch eine absolut andere, eine absolut höhere als die Erdenlogik.

„So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege und meine Gedanken über eure Gedanken.“ (Jesaja 55, 9)

Erkenntnis Gottes

„Wir leben zwar in dieser Welt, kämpfen aber nicht mit den Waffen dieser Welt. Die Waffen, die wir bei unserem Feldzug einsetzen, sind nicht irdisch, aber sie haben durch Gott die Macht, Festungen zu schleifen, mit ihnen reißen wir alle hohen Gedankengebäude nieder, die sich gegen die Erkenntnis Gottes auftürmen. Wir nehmen alles Denken gefangen, sodass es Christus gehorcht“ (2 Kor 10,3- 5)

Das klingt ein wenig anstrengend und ist es auch. Aber das, was daraus erwächst ist umso beeindruckender und das Wort „geistiger Kampf“ bekommt eine neue Bedeutung.

Ja, es gibt diese erste Regung, die mich im ersten Moment irgendetwas Negatives denken lässt. Aber so schnell sie kommt, so schnell versuche ich sie zu entlarven und den Gedanken „gefangen zu nehmen“, sodass er Christus gehorcht.

Was heißt das konkret? Zum Beispiel, dass ich die Lüge entlarve, dass die anderen sich ändern müssen, damit es mir gut gehen kann. „Wenn meine Kinder nur besser folgten dann…“, „Wenn mein Mann endlich, dann…“ Aber nein! Ich bin befähigt, ich habe Gott an meiner Seite und er stellt mich in diese Umstände, damit ich meine Reaktion darauf kontrolliere, das Beste daraus mache bzw. IHN hineinwirken lasse.

Das klingt so abgehoben, heißt aber, dass ich ihm von den Situationen erzähle, in denen diese Gedanken hochkommen und dass ich ihn um Weisheit, Hilfe, Mut..bitte um zu erkennen, was MEIN Teil daran ist. Wo meine Stellschräubchen sind. Aber im Letzten: um mich weiter von IHM beschenken zu lassen.

„…dann ebnet er selbst deine Pfade“

Denn wie es einzigartig und wunderbar ist mit unserem Glauben, erlösen wir uns nicht selbst, sondern werden durch ihn erlöst! Wir brauchen nicht unsere eigene Kraft, sondern sind in IHM stark: Wir stehen nicht alleine an der (Gedanken und Einstellungs-)Kampfesfront. Wir stehen dort mit IHM und alles, was zählt ist:

 „Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit. Such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade.“ Sprüche 3,5-6.

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