Sicherheit auf 2 Rädern – 10 Tipps um unsere Kinder zu schützen

Zutrauen – Vertrauen und dennoch nicht überschätzen – dies ist ein schwieriger Balanceakt in der Erziehung unserer Kinder!

Man muss dem Kind etwas zutrauen und ihm dabei vertrauen, damit die Selbstständigkeit geschult und das Selbstvertrauen gefördert wird. Trotzdem sollte uns Eltern/Großeltern,… bewusst sein, dass das Verkehrsaufkommen immer größer wird, Kinder durch ihre Größe nicht so sichtbar und auch durch ihr Alter noch nicht so berechenbar sind wie Erwachsene. Die Aufmerksamkeit der Kinder ist mit unserer nicht zu vergleichen. Kinder, die gerade mit einer Sache beschäftigt sind, können nicht bis kaum einer zweiten Sache folgen. Dies sieht man z. B. deutlich, wenn man ein Kind während des Spielens anspricht.

Besonders wichtig ist dieses Wissen für uns Eltern im Straßenverkehr, wo sehr viele Gefahren lauern können.

Das Rollerfahren, Laufradfahren und Fahrradfahren an sich bieten schon eine Vielzahl an Sturz- und Verletzungsgefahren, daher finde ich es besonders wichtig, manche Risiken für das Kind schon im Vorfeld zu minimieren. Da wir in der Stadt wohnen und dadurch mit viel Verkehr, Straßen und Kreuzungen konfrontiert sind, versuchen wir, seit die Kinder laufen können, einen verantwortungsvollen Umgang im Straßenverkehr aufzubauen.

Die Umsetzung bestimmter Verhaltensweisen ist schon zu Fuß wichtig, doch noch wichtiger wird dies, wenn die Geschwindigkeit durch einen Roller, ein Laufrad oder ein Fahrrad erhöht wird.

Die Verletzungsgefahr verringern

Das Laufradfahren und Rollerfahren ist bei uns nur mit Helm erlaubt!  Der eine oder der andere wird sich nun die Frage stellen, warum ich hier das Fahrradfahren nicht anführe. Hierzu gibt es in Österreich ein Gesetz, welches besagt, dass Kinder einen Radhelm tragen müssen, wenn sie mit dem Rad fahren, in einem Fahrradanhänger transportiert oder auf einem Fahrrad mittransportiert werden.

Tipps für den Helmkauf:

  1. Kinder zum Helmkauf mitnehmen: Obwohl die Helme schon viele Verstellmöglichkeiten bieten, passt nicht jeder Helm auf jeden Kopf.
  2. Der Helm muss dem Kind gefallen: So setzen die Kleinen und Großen den Helm lieber auf, als wenn er optisch nicht den Wünschen entspricht.
  3. Die Helmverschlüsse sollten so abgedeckt sein, dass ein Einzwicken der Haut möglichst verhindert wird.
  4. Den Helm im Geschäft ein paar Minuten tragen, hier können später ev. Druckstellen eher ausgeschlossen werden.
  5. Nicht am falschen Eck sparen – diese Investition dient der Sicherheit unserer Kinder. (der teuerste Helm muss für das Kind aber auch nicht unbedingt der beste sein)
  6. Mit dem Kind das Aufsetzen des Helms üben!
  7. Wenn wir eine Straße überqueren, wird das Laufrad, der Roller geschoben. (Dies dient auch dafür, dass den Kindern eine Kreuzung bewusst gemacht wird und dass die Kinder nicht auf das Schauen, ob die Fahrbahn frei ist, vergessen)

 Wenn wir auf dem Gehsteig unterwegs sind, darf man nur in angepasster Geschwindigkeit fahren und muss auf Fußgänger Rücksicht nehmen. (Sollte dieser Punkt nicht eingehalten werden, muss das Kind bei uns den Roller oder das Laufrad hergeben und zu Fuß weiterlaufen. Hierzu kann ich nur betonen, dass es anfänglich so war, dass die Grenze ausgetestet wurde, der fahrbare Untersatz war selten weg – ein kurz anhaltender Wutanfall löste sich schnell wieder auf und nach einem kurzen Gespräch mit dem Kind in Augenhöhe (dazu gehe ich immer in die Hocke um dem Kind in die Augen schauen zu können) löste die Situation wieder auf und das Kind konnte sicher weiterfahren.

 Wenn ein Hund kommt, wird der Roller an dem Tier vorbeigeschoben. Ich persönlich liebe Hunde, daher weiß ich auch, dass viele Hunde speziell vor dem Roller Angst haben. Da man immer wieder von Unfällen zwischen Hund und Kind hört, gibt es diese Regel bei uns.

 Die ersten Fahrradausfahrten auf der Straße ev. mit 2 Erwachsenen oder einem größerem Geschwisterkind vornehmen.

 Anfänglich ev. Straßen meiden, bis das Kind über eine gewisse Sicherheit verfügt. Wir sind früher das erste kleine Stück marschiert und sind erst an sicheren Plätzen auf das Fahrrad aufgestiegen.

 Kindern die Verkehrszeichen der Umgebung näherbringen.

Verhalten besprechen – umso größer ein Fahrzeug, umso weniger werden wir von dem Fahrer gesehen. Leider passieren immer wieder Unfälle, weil Verkehrsteilnehmer sich im toten Winkel befinden und dadurch verunglücken.

Warnweste tragen: Die Kinder ziehen beim Laufrad-, Roller- und Fahrradfahren eine Warnweste an. Diese Regel gibt es auch seit die Kinder ganz klein sind und da gibt es keine Diskussionen. Ich konnte beobachten, wenn die Kinder Warnwesten tragen, bleibt jeder Autofahrer beim Zebrastreifen stehen. Wenn wir spazieren gehen (ohne Warnweste) fahren die Autos sehr häufig einfach weiter.

Diese Tipps sollen Ideen sein, um unsere Kinder vor Gefahren im Straßenverkehr zu schützen und ihnen helfen, sich später sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Dennoch liegt es an jedem Elternteil selbst zu entscheiden, wann das eigene Kind bereit dazu ist.

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