Mit einem Fastengarten durch die Fastenzeit

Wir sind in unserer Familie immer auf der Suche nach Material, das sehr einfach zu verwenden und leicht an das Alter der Kinder anpassbar ist. Mit dem Fastengarten haben wir genau so etwas gefunden und: man kann jederzeit beginnen!

Was brauchst du dafür?

  • Ein Tablett mit Rand oder ein niedriges Kistchen
  • Sand
  • Steine
  • Sechs violette und eine rosa Kerze (und wenn du keine findest, reichen auch einfache Teelichter!)
  • Eine weiße oder gelbe Kerze als Osterkerze
  • Material zum Schmücken zu Ostern, zum Beispiel Blumen, Küken oder Hasen, kleine Kunst-Eier…

 

Wie gestaltest du den Fastengarten?

Das geht wirklich einfach und auch junge Kinder können dabei helfen.

  • In das Tablett oder Kistchen kommt der Sand hinein, circa einen Zentimeter hoch und möglichst gleichmäßig.
  • Die sechs violetten und die rosa Kerze werden in einer Reihe oder als geschwungener „Weg“ in den Sand gedrückt, dass sie stabil stehen.
  • Die weiße oder gelbe Kerze ist das „Ziel“, also die letzte Kerze.
  • Die Steine werden im Sand um die Kerzen verteilt.

Fertig! Das Schmücken passiert erst zu Ostern.

Dieser Fastengarten ist in der Fastenzeit unser einziger Tischschmuck. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil wir oft frische Blumen oder etwas Fröhliches am Tisch stehen haben. Doch genau das ist der Sinn der Sache: der Fastengarten ist ein bewusster Kontrast zum sonstigen Jahreskreis. Einfach, schlicht und eine Erinnerung an die Bedeutung der Fastenzeit.

Was bedeuten die einzelnen Materialien?

  • Der Sand erinnert uns an die Wüste. Jesus hat 40 Tage und Nächte in der Wüste verbracht – daher kommen auch die 40 Tage Fastenzeit. Wüste als Symbol steht für Stille, Einsamkeit, Rückkehr zum Einfachen und Wesentlichen. Dort gibt es nichts Unnötiges, Lautes und Störendes. In der Fastenzeit soll auch in uns ein bisschen „Wüstenzeit“ einkehren: Was können wir weglassen? Was lenkt uns ab vom Wesentlichen?
  • Die Steine erinnern uns an das, was schwierig ist, was uns schwerfällt und manchmal auch wie ein Stolperstein im Weg ist. Das können Ablenkungen und schlechte Angewohnheiten sein, die uns davon abhalten, uns weiter zu entwickeln. Sie erinnern uns daran, dass wir uns hin und wieder auch überwinden müssen, zum Beispiel das Handy weglegen und die Zeit bewusst für Gespräche, einen Spaziergang oder auch Gebet zu nutzen. Ein Stolperstein kann auch eine fehlende Entschuldigung sein, durch die wir endlich wieder Versöhnung und Frieden erleben. Fallen euch noch andere Stolpersteine ein?
  • Die violetten und die rosa Kerzen stehen für die Fastensonntage. Die Sonntage sind von der Fastenzeit ausgenommen, das heißt, hier darf auch unser Fastenvorsatz einen Tag Pause machen.
    Bei den Kerzen gibt es verschiedene Möglichkeiten: Du kannst natürlich wie beim Adventkranz jeden Sonntag eine zusätzliche Kerze anzünden.
    Was wir aber auch einen schönen Gedanken finden: Zu Beginn zünden wir noch alle sieben Kerzen an, aber jeden Sonntag lassen wir eine Kerze weg. Es wird immer dunkler, bis wir zu Ostern das neue, strahlende Licht der Osterkerze ganz bewusst wahrnehmen und feiern.
  • Die weiße oder gelbe Osterkerze ist bei uns etwas größer als die sieben Kerzen. Sie kann von den Kindern mit Wachs oder Kerzenstiften verziert werden, zum Beispiel mit einem Kreuz und einer Sonne. Aber auch ohne Gestaltung wirkt sie durch die helle Farbe.
    Wir zünden sie zum ersten Mal nach der Auferstehung an und freuen uns: Jesus lebt! Er ist das Licht der Welt!
  • Spätestens nach der Auferstehung entfernen wir die Steine. Der Sand bleibt, wird aber von den Kindern nur mehr als Untergrund zum Schmücken verwendet. In unserer Osterkiste haben sich mit den Jahren viele Kleinigkeiten versammelt, die sich perfekt zum Schmücken eignen: kleine Eier aus Glas oder Stein, Mini-Küken und Häschen, bunte Filzblumen und Schmetterlinge. Doch selbst, wenn du so etwas nicht hast, bietet der Osterspaziergang genug Material: frische Blumen, ein Schneckenhaus, ein Moospolster, kleine Äste mit den ersten grünen Blättern und sonstige kleine Schätze. Oder auch ein kleiner Schokohase 😉

 

Wie du merkst, ist der Fastengarten sehr einfach umzusetzen und ganz leicht an deine Wünsche, das Alter deiner Kinder und deine kreativen Ideen anpassbar – und wird am Schluss ein wunderschöner Ostergarten!

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