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Ethikforum 2019: In guter Hoffnung sein: empfangen oder gezeugt?

4. Juni, 19:00 - 21:30

Kirchliche Leitlinien in Diskussion mit aktueller Kinderwunschpraxis

Praxis und Theorie im Gespräch

Nach wie vor existiert das kirchliche Ideal der kinderreichen Familie, in der Kinder als Ziel einer christlichen Ehe gelten. Doch was tun, wenn sich der Kinderwunsch nicht auf natürliche Weise erfüllt? Das Lehramt lehnt die extrakorporalen Methoden der Reproduktionsmedizin (also bspw. IVF und ICSI) ab und hält am Grundprinzip der natürlichen Zeugung fest. Dennoch können die modernen Möglichkeiten zur Empfängnis für (Ehe-)Paare nach einer schmerz- und leidensvollen Geschichte erlebter Kinderlosigkeit neue Möglichkeiten auftun. Kann dies nicht auch für eine christliche Ehe, in der Kinder als Ziel der Ehe herbeigesehnt werden, die Lösung sein? Sind Kinder nicht, unabhängig von der Art der Zeugung, als Segen zu betrachten?

Neben den schöpfungstheologischen Implikationen gibt es moralisch-ethische Einwände: Was sind die Risiken der neuen Methoden für Kind und Eltern, was passiert mit den überzähligen Embryonen?

Anders stellen sich diese Fragen in der Pastoral, wo SeelsorgerInnen und vor allem KrankenhausseelsorgerInnen in konkreten Fällen Beistand leisten, zuhören, beraten. Die Frage nach der moralischen Bewertung des Vorgangs ist hier in den Hintergrund gerückt, die theologisch-ethische Debatte von der Wirklichkeit eingeholt. Nimmt man den Anspruch Papst Franziskus‘ ernst, der fordert, dass die Kirche nicht davor zurückschrecken soll, an die Ränder zu gehen und „sich schmutzig zu machen“, so kann die Pastoral nicht darauf verzichten, kinderlose Paare auf ihrem Weg zu begleiten. Doch wie soll das angesichts der Spannung zwischen moralischer Bewertung und pastoraltheologischer Begleitung geschehen?

Eröffnung: Generalvikar Dr. Florian HUBER, Innsbruck

Referentinnen:

  • Univ.Ass.in Dr.in Anna FINDL-LUDESCHER, Institut für Praktische Theologie, Universität Innsbruck
  • Univ.Prof.in Dr.in Angelika WALSER, Institut für Moraltheologie und Spirituelle Theologie, Universität Salzburg

Moderation: Dr.in Christine HAIDEN, Chefredakteurin „Welt der Frauen“, Linz

Datum: Dienstag, 04. Juni, 19:00-21:30 Uhr

Ort: Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck

Eintritt frei!

Um Anmeldung wird gebeten!

Veranstaltungsort

Haus der Begegnung, Innsbruck
Rennweg 12
Innsbruck,6020

Veranstalter

Diözese Innsbruck
Telefon:
0043 512 2230-0
E-Mail:
kommunikation@dibk.at
Website:
https://www.dibk.at

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