4. Juli 2019

„Wie lange fahren wir noch?“ – Reisen mit Kindern


Welche Familie kennt diese Frage nicht? Doch wie kann ich den Kleinsten die Fahrzeit verkürzen? Wie kann man die Zeit bis zum erreichten Reiseziel sinnvoll nutzen?

Eine Vorstellung von Zeit

Das Reisen mit Kindern stellt sich manchmal als Herausforderung raus. Vor allem für Jüngere ist die Vorstellung einer gewissen Zeitdauer sehr schwierig. Hier könnte man mit bekannten Zeitbegriffen Hilfestellung geben.

  • 10 Minuten – so lange dauert es, bis wir mit dem Auto bei Oma und Opa sind
  • 20 Minuten – wir fahren zu Oma und Opa und wieder zurück nach Hause
  • 1 Stunde – ungefähr von zu Hause bis nach Wien, ….

Die eine Oma meiner Kinder wohnt 10 Minuten von uns entfernt, die andere Oma wiederum wohnt 2 Stunden von uns weg. Daher ist es für uns normal, dass wir ins Auto einsteigen und eine doch für die Kinder weite Strecke zurücklegen.

Anfänglich war es nicht so schwierig, da die Zeit meist zum Schlafen genützt wurde. Doch bald bekamen wir die uns allen bekannte Frage gestellt.

Mama, Papa, wie lange fahren wir noch?

Da entstanden so einige spaßige Ideen zum Verkürzen der Zeit beim Reisen mit Kindern im Auto.

Lustige Ideen für das Reisen mit Kindern

(c) iStock

Lieder singen

Hörspiel-CDs

Kindermusical-CDs

Kleine, den Kindern bekannte Bücher mitnehmen

Gegenstände zählen – egal ob im Auto oder auf der Straße (z.B. Kühe zählen, Fußgänger beim Zebrastreifen zählen, …)

Farben benennen:

  • Schau, hier kommt ein rotes (blaues, graues, …) Auto! Mit Begeisterung in der Stimme arbeiten – Wow, hast du den riesigen Traktor gesehen? …
  • Ich seh‘, ich seh‘, was du nicht siehst und das ist schwarz! (ACHTUNG: Wenn man nicht im Stau steckt, sollten sich die Gegenstände und deren Farbe im Auto befinden. Im Stau ohne Weiterkommen kann man natürlich auch Dinge im Freien mit einbeziehen, wie z.B. das gelbe Haus, die grüne Wiese, das schwarze Auto vor einem, das braune Muster der Lärmschutzwand, …) Eine mitfahrende Person spricht diesen Satz und alle anderen raten, was damit gemeint wurde. (z.B. gelb – die Stoffente, die mitfahren darf; braun – der Rosenkranz,  der am Rückspiegel hängt; rosa – Mamas T-Shirt; orange – der orange Kindersitz, …)

Spiele mit Wörtern:

  • Ein Wort wird gesagt z.B. Auto – mit dem letzten Buchstaben muss das neue Wort beginnen: OmaAntenneEnteElefantThomasSommerRadio – ….
  • Eine weitere Herausforderung wäre, wenn man Wörter zu einem bestimmten Themenbereich auswählt, wie z.B. Tiere, Sommer, Winter, Sport, Namen, …
(c) iStock

Geschichten erzählen

  • Kinder lieben Geschichten, man kann aber auch die Kinder erzählen lassen

Gedanken machen über den bevorstehenden Urlaub

  • Gespräch führen, was im Urlaub alles passieren könnte,
  • wovon träumt man,
  • was möchte man erleben,
  • was wird uns erwarten, …

Volksschulkinder können ein paar Minuten Malreihen, Plus- bzw. Minusrechnungen üben, indem man Rechnungen in Geschichten verpackt!

  • Wie viele Reifen hat ein Auto? Stell dir vor, in der Werkstatt müssen bei 2, 3, 4, 5, usw. Autos die Reifen gewechselt werden. Wie viele Reifen muss der Mechaniker wechseln?
  • Aus dem Geschäft kommt ein Herr mit einer Eierschachtel. Stell dir vor, die Schachtel fällt auf den Boden. 6 Eier zerbrechen. Wie viele Eier sind ganz geblieben? (Über die Größe der Schachtel muss man sich vorher einigen.)
  • Bei solchen Geschichten sind keine Grenzen gesetzt. Auch die Kinder können sich Geschichten ausdenken und die Eltern rechnen mit. (Kinder müssen natürlich zur Kontrolle ebenfalls rechnen.) Diese Geschichten sollten auch auf die unterschiedlichen Altersgruppen abgestimmt werden.

Ihren Ideen sind keine Grenzen gesetzt – lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und wie man sieht, es muss nicht immer ein Tablett sein, welches den Kindern im Auto angeboten wird.

Somit wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie einen schönen Urlaub und eine möglichst stressfreie Fahrt.



EIN ARTIKEL VON
  • Elisabeth Schwab

    Ich bin stolze Mutter von zwei Kindern und von Beruf ausgebildete Kindergarten- und Hortpädagogin. Zusätzlich absolvierte ich die Ausbildung zur Volksschullehrerin. Ich liebe diesen Beruf sehr.


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