4. Juli 2019

Tipps gegen die Hitze – 12 Spielideen & 2 Rezepte für heiße Tage


Puh, es ist heiß! Das Thermometer steigt. Aber keine Sorge: Mit unseren Tipps erfahren Sie, was wirklich gegen die Hitze hilft! So kommen die Kinder mit der Hitze klar und haben mit Spielideen zum Abkühlen auch noch Spaß!

Sonne meiden

Kinder sollten in den Mittagsstunden von 11-15 Uhr möglichst die direkte Sonne und Hitze meiden. An heißen Tagen gehen wir am Vormittag und am späteren Nachmittag raus. Wenn das Kind schon früh aufwacht, kann man den Morgen nutzen und Erledigungen machen oder den Spielplatz besuchen, wenn es noch ruhig und kühl ist. Zur Zeit frühstücken wir auch draußen und essen am Abend das Abendessen im Freien. Damit verbringen wir die kühleren Stunden draußen und müssen nicht so sehr schwitzen.

(c) Marie-Thérèse Schmiedleitner

Wir verstecken uns auch oft vor der Hitze im Wald. Hier kann man wunderbar am Bach spielen, im Schatten der Bäume ausruhen oder beim Waldspielplatz toben. Kinder bleiben vor allem dann im Schatten, wenn sie dort gut spielen können. Ist kein Wald in der Nähe, kann beispielsweise unter einem Baum ein Planschbecken aufgestellt oder eine andere Spielattraktion aufgebaut werden, um gegen die Hitze anzukämpfen.

Auch die Stadt hat einige kühle Orte zu bieten, wie z.B. Museen (in Wien: Naturhistorisches oder Kunsthistorisches Museum, Mumok, Haus des Meeres, etc.), Kinos, Kirchen.

Ansonsten bleibt noch zu Hause bleiben, im kühlen Keller bewegen, drinnen oder im Garten spielen — dazu hier 12 Spielideen gegen die Hitze:

12 Spiele für heiße Tage zu Hause

Mit Wasser spielen, was sonst! Hier sind ein paar kreative Ideen für den Wasserspaß:

Im Waschbecken, am Waschtisch, in der Badewanne oder mit großen Wasserschüsseln spielen – was schwimmt, was geht unter? Verschiedene Schwämme, Bürsten und Lappen dazugeben und schon kann allerhand gewaschen werden: Autos, Puppen baden, …

In eine Sprühflasche Wasser füllen und sich damit Ansprühen – kühlt wunderbar, Umrisse von Tieren oder anderen Gegenständen am Asphalt sprühen, oder die Fersen und Hände ansprühen und Abdrücke machen, …

Malen mit Eis gegen die Hitze: Dafür färbt man Wasser mit verschiedenen (Lebensmittel-)Farben ein. Das gefärbte Wasser dann in eine Eiswürfelform füllen und Stäbchen oder Zahnstocher reinstecken. Dann 3 bis 4 Stunden frieren und schon können die kleinen Künstler aktiv werden.

(c) Marie-Thérèse Schmiedleitner

Mit bunten Eiswürfeln lässt es sich in der Hitze auch herrlich spielen: nach Farben sortieren oder zu einem Turm aufstapeln, am Eiswürfel balancieren, …

Schüttübungen: Wasser mit Lebensmittelfarbe färben und mit verschiedenen Gefäßen hin und her schütten, schöpfen, umfüllen, die Farben mixen, … Dazu kann man auch Naturfarben nutzen wie Rote Rüben, Karotten, Kurkuma, ….

Fischen: Ob im Eimer, im Planschbecken oder in der Badewanne rein mit Blütenblätter, Holzringen oder Duplosteinen, und los geht’s mit dem kühlen Fischen. Die kleinen Kinder können Schöpfkellen oder kleine Kescher verwenden, ältere Kinder eine selbst gebastelte Angel aus einem Stock mit einer Schnur und einem Haken.

Kennen Sie Eisbomben? Spielsachen wie Überraschungseierfiguren oder Spielsachen z.B. kleine Dinosaurier oder Meerestiere in Wasser einfrieren und dann schmelzen lassen – ein großer Spaß. Man braucht nur Eis oder auch Muffin-Formen. Dann die Eisbomben schmelzen lassen und die Figuren befreien, im Wasser schwimmen lassen, in Eimern hin und her transportieren, das Eis mit einem Holzhammer klein klopfen, …

(c) Marie-Thérèse Schmiedleitner

Lustig sind auch Wasserperlen für größere Kinder: Die Perlen werden in Wasser gelegt und wachsen darin.

Wasserexperimente: Wie kannst du unter Wasser trocken bleiben? Hat Wasser eine Haut? Warum schwimmt ein schweres Schiff? Ein Flaschentaucher! Wie baue ich einen Unterwasserstaubsauger?

Als Poolersatz: Rasensprenger kurz anmachen zum Abkühlen.

DIY Wasserrutsche: ein Stück Plane auf den Rasen – wenn möglich abschüssig – legen, etwas Wasser darauf und los geht’s.

Basteln & Recyceln: Aus Tetrapack, Korken, Schraubglasdeckeln oder PET-Flaschen kann man verschiedenste Modelle kreieren. Für den Mast kann man Schaschlikspieße, Zahnstocher oder Papierstrohhalme und ein Stück Schwammtuch oder Papier verwenden. Einfach alles mit einer Heißklebepistole zusammen kleben und schon können die Boote schwimmen.

Ausruhen

Eine Siesta tut bei großer Hitze immer gut, besonders ideal zur Mittagszeit, um damit der größten Hitze zu entkommen. Damit drinnen ein guter Ort zum Ausruhen ist: Morgens bei kühlerer Luft lüften, dann tagsüber die Fenster zu machen und abdunkeln, so bleibt es kühler. Am besten die Abendstunden noch mal zum Durchlüften nutzen. Das Aufhängen von nassen Handtüchern kann den Raum zusätzlich kühlen. Durch die aufsteigende Feuchtigkeit entsteht ein Kühlungseffekt. Damit es nicht schwül wird, gleichzeitig lüften.

(c) Marie-Thérèse Schmiedleitner

Trinken

Trinken ist für alle wichtig. Aber auch keine Panik bekommen, wenn das Kind nicht so viel trinkt. Dem Kind Getränke anbieten z.B. mit Eiswürfel, Obst am Rand oder lustigen Gläsern bzw. Flaschen, somit haben Getränke einen höheren Aufforderungscharakter. Die besten Getränke sind pures Wasser oder Wasser mit Obst drin z.B. mit Beeren, Kirschen, Orangen oder Gurken. Bei uns kommt gerade Kindereistee sehr gut an.

Rezept für den Kindereistee: dazu einfach einen Fürchtetee kochen und auskühlen lassen, dann mit einer frisch gepressten Orange aufgießen, frische Pfirsiche klein schneiden und dazu mixen. Fertig!

Essen

So wie auch bei vielen Erwachsenen ist auch bei Kindern der Hunger oft nicht so groß, wenn es heiß ist. Kein Stress! Am besten frische und flüssigkeitsreiche Nahrung anbieten, wie z.B. Obst bzw. Obstplatten, Obstsalat, Joghurt, Tomaten, Gurken, gefrorene bzw. gekühlte Weintrauben, Beeren und Melonenstücke. Wir lieben Nicecream, das selbstgemachte Eis ohne Zucker.

Rezept für Nicecream: Bananen in Scheiben schneiden und mindestens 5 Stunden in den Tiefkühler geben. Für die Basis-Nicecream Bananen in eine Küchenmaschine geben und cremig pürieren. Wer will kann Kakao, Erdbeeren, Himbeeren, etc. dazu geben.

Sonnenschutz

Sonnencreme, Sonnenhut, Sonnenbrille und leichte, luftige Kleidung, die möglichst viel vom Körper bedeckt. Unsere Tochter hat ihren Hut selbst ausgesucht, seither trägt sie viel lieber. Eine breite Krempe und ein Nackenschutz schützen besonders gut. Das Eincremen mit Sonnencreme mit einem festen Ritual verknüpfen, beispielsweise immer vor dem Rausgehen oder an einem ganz bestimmten Platz. Oder spielerisches Eincremen: das Kind mit der Sonnencreme betupfen oder ein Bild damit malen, bevor man die Creme verreibt. Alle ungeschützten Körperstellen eincremen – Füße nicht vergessen!



EIN ARTIKEL VON
  • Marie-Thérèse Schmiedleitner

    Ich bin Pädagogin und seit Jahren in der Kinderbetreuung tätig. Darüber hinaus biete ich systemische Familienberatung für Babys, Kleinkinder und Elternworkshops an. Ich lese leidenschaftlich gerne Blogs und bin selbst begeisterte Bloggerin.


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