10. April 2015

10 Steuertipps für Familien


10 Steuertipps haben die Experten des Katholischen Familienverbandes für Familien. Wir hoffen, auch für euch ist ein nützlicher Tipp dabei.

10 Steuertipps für Familien – mit wenigen Klicks Geld sparen

Kann man spannend über trockene Themen wie Steuern und Arbeitnehmerveranlagung schreiben? Eigentlich nicht, aber dieser Beitrag ist trotzdem für alle Familien von Interesse, denn er hilft, mit wenigen Klicks oder Formularen Geld zu sparen.

Alle Jahre wieder kommt diese Meldung in den Medien: Bis zu einer Million Euro lassen die Österreicher jährlich beim Finanzminister liegen. Wenn man als allein lebende Person nicht viel absetzen kann oder konnte, ändert sich dieser Zustand für Familien radikal. 300 bis 500 Euro Steuergutschrift bekommen jene, die ihre Arbeitnehmerveranlagung machen, im Schnitt vom Staat zurück. Und gerade junge Familien können dieses Geld gut brauchen. Daher hat der Katholische Familienverband 10 Steuertipps für Familien zusammengestellt. Nicht vergessen: Die Arbeitnehmerveranlagung kann bis zu fünf Jahre rückwirkend eingereicht werden.

Kurzzusammenfassung der 10 Steuertipps

  1. Kinderbetreuungskosten absetzen
    Für Kinder bis zum 10. Lebensjahr können Betreuungskosten wie Kindergarten, Krippe, Tagesmutter, Leihoma usw. bis zu einer maximalen Höhe von 2.300 Euro pro Kind und Jahr abgesetzt werden.
  2. Kinderfreibetrag
    Wird für ein Kind mehr als sechs Monate pro Jahr Familienbeihilfe bezogen, steht ein Kinderfreibetrag von 220 Euro jährlich zu. Wenn beide Eltern den Freibetrag beantragen, dann sind es 132 Euro jährlich pro Elternteil.
  3. Alleinverdienerabsetzbetrag (AVAB)
    Wer für mindestens ein Kind mehr als sechs Monate Familienbeihilfe bezieht und der (Ehe-)Partner nicht mehr als 6.000 Euro jährlich verdient, hat Anspruch auf den AVAB. Dann können für das erste Kind 494 Euro, für das zweite Kind 175 und für jedes weitere Kind 220 Euro abgesetzt werden.
  4. Alleinerzieherabetzbetrag (AEAB)
    Als Alleinerzieherin gilt, wer mehr als sechs Monate im Kalenderjahr nicht verheiratet ist oder ohne Partner lebt und für mindestens ein Kind mehr als sechs Monate Familienbeihilfe bezieht. Dann können für das erste Kind 494 Euro, für das zweite Kind 175 und für jedes weitere Kind 220 Euro abgesetzt werden.
  5. Negativsteuer beantragen
    Wer kein oder kein steuerpflichtiges Einkommen hat, dem stehen ebenfalls der Alleinverdiener- bzw. der Alleinerzieherabsetzbetrag zu.
  6. Mehrkindzuschlag
    Diesen Zuschlag bekommen Sie, wenn im jeweiligen Kalenderjahr für mindestens drei Kinder Familienbeihilfe bezogen wurde. Dabei darf das Familieneinkommen nicht 55.000 Euro pro Jahr übersteigen.
  7. Unterhaltsabsetzbetrag
    Eltern, die nicht im gemeinsamen Haushalt mit ihren Kindern leben und Unterhalt bezahlen, können einen Unterhaltsabsetzbetrag geltend machen. Der Betrag ist nach der Anzahl der Kinder gestaffelt (29,20 für das erste, 43,80 für das zweite und je 58,40 Euro für jedes weitere Kind).
  8. Auswärtige Berufsausbildung
    Bei älteren Kindern können auch die Aufwendungen für eine Berufsausbildung – wenn im Einzugsbereich des Wohnortes der Eltern keine entsprechende Ausbildungsmöglichkeit vorhanden ist – steuerlich als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Bei Schülern und Lehrlingen ist die Grenze 25 Kilometer, bei einer Universitätsausbildung muss diese mindestens 80 Kilometer vom Wohnort der Eltern entfernt sein. Der monatliche Pauschalbetrag hierfür beträgt 110 Euro und steht auch in den Ferien zu.
  9. Außergewöhnliche Belastungen
    Zahnspangen, Brillen, Kontaktlinsen, Hörgeräte, Medikamente sowie Arztbesuche oder Krankenhausaufenthalte können das Familienbudget stark belasten. Soweit diese Kosten nicht von einer Versicherung getragen werden können sie bei der Arbeitnehmerveranlagung – abzüglich eines Selbstbehalts – geltend gemacht werden.
  10. Kinder mit Behinderung
    Kosten wie Therapien, Aufwendungen für Behindertenhilfsmittel, Schulgeld für Behindertenschulen oder -werkstätten, aber auch besondere Anschaffungen können (mit Abzügen durch Versicherung oder Pflegegeld) als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden.

Alle Angaben beziehen sich auf den Gesetzesstand von 2012. Weitere Informationen erteilen Finanzamt oder Steuerberater.

Die 10 Steuertipps und 1 Zusatztipp als ausführlicher Download.
Mehr zum Thema: Der Kinderfreibetrag

Servicetipp:

Familien-Steuer-Service: Haben Sie Fragen zum Thema Familie und Steuern? Über die Serviceadresse steuerinfo@familie.at werden die Anfragen kostenlos, verlässlich und ehebaldigst von Steuerexperten des Katholischen Familienverbandes beantwortet.

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EIN ARTIKEL VON
  • Katharina Spörk

    Lesen und Schreiben – meine zwei Leidenschaften zu vereinen, war immer ein großer Wunsch. Seit acht Jahren ist es auch mein tägliches Tun: als Redakteurin bei der Erzdiözese Wien. Das Arbeiten im Web fasziniert mich, die redaktionelle Mitarbeit für meinefamilie.at ist jetzt die Zugabe.


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