8. Juni 2015

Sport im Sommer: Worauf zu achten ist


So viel Spaß damit auch verbunden ist – wer Sport im Sommer bei hohen Temperaturen macht, sollte einige Dinge beachten.

Sport ist gesund, hält uns fit und ist zu jeder Jahreszeit empfehlenswert. Vor allem für Sport im Freien ist die Motivation im Sommer oft besonders groß. So viel Spaß damit auch verbunden ist – wer Sport im Sommer bei hohen Temperaturen macht, sollte einige Dinge beachten.

Hitze ist eine Herausforderung für den Körper

Während des Sportelns steigt die Körpertemperatur allgemein an. Zum Ausgleich muss der Körper die entstandene Wärme über die Haut abgeben und steigert die Schweißproduktion – je größer die körperliche Belastung ist, umso mehr schwitzen wir.

Ist die Umgebungstemperatur sehr hoch, fällt es dem Körper aber schwerer, die Wärme abzugeben; gleichzeitig wird die Schweißproduktion zusätzlich angekurbelt. Die Folgen sind ein erhöhter Flüssigkeitsverlust und ein Wärmestau, im schlimmsten Fall droht der lebensbedrohliche Hitzschlag.

Nicht nur die Hitze, auch die direkte Sonne kann beim Sport im Sommer gefährlich werden. Wer sich längere Zeit ungeschützt der Sonne aussetzt, riskiert neben Sonnenbrand und Langzeitschädigungen der Haut auch einen Sonnenstich, der zu Schwindel und Übelkeit, bis hin zur Bewusstlosigkeit führen kann.

Sport im Sommer – wie funktioniert`s?

Auch bei hohen Temperaturen muss man nicht auf Sport und Bewegung im Freien verzichten – das richtige Verhalten ist jedoch das Um und Auf.

Die Tageszeit: Planen Sie Sport wenn möglich vor allem für die frühen Morgenstunden ein, zu dieser Zeit ist es meist noch deutlich kühler. Am Abend kann es gerade in städtischen Gebieten immer noch 27, 28 Grad Außentemperatur haben. Als Beispiel: Die ideale Temperatur, um Laufen zu gehen, liegt bei etwa 15 Grad Celsius, für das Radfahren bei etwa 20 bis 25 Grad. In jedem Fall vermeiden sollten Sie die Mittagszeit!

Richtig trinken: Der erhöhte Flüssigkeitsverlust ist eines der Hauptprobleme bei hohen Temperaturen. Mindestens zwei bis drei Liter Wasser pro Tag sollte an heißen Tagen jeder trinken, und zwar nicht erst, wenn der Durst kommt! Wer Sport macht, sollte in den ein bis zwei Stunden vor der Belastung zusätzlich einen halben Liter in kleinen Schlucken trinken, möglichst in Abständen von 15 bis 20 Minuten. Auch während der Belastung sollte ein Getränk parat sein. Um den Elektrolytverlust auszugleichen kann auch zu Sportgetränken gegriffen werden – vorausgesetzt, sie enthalten nicht zu viel Zucker. Als Alternative empfehlen Experten verdünnten Fruchtsaft (z.B. Apfelsaft eins zu eins verdünnt mit Mineralwasser) mit einer Messerspitze Salz.

Die richtige Kleidung: Gute Kleidung ist enorm wichtig für den Wärmeaustausch. Sie muss leicht sein, gleichzeitig darf man aber nicht zu nackt sein, um die Haut nicht zu sehr der Sonne auszusetzen. Spezielle Funktionsbekleidung lässt Luft durch und hält gleichzeitig den Schweiß an den richtigen Stellen, wo er verdunsten und den Körper kühlen kann. Eine Investition in die richtige Sportbekleidung zahlt sich auf jeden Fall aus.

Sonnenschutz: Egal bei welcher Sportart, Sonnenschutz ist vor allem essentiell. Eine helle, luftige Kopfbedeckung ist ein Muss, ebenso wie ausreichender Schutz durch wasserfeste Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Sonnenbrand entsteht besonders leicht im Gesicht (vor allem an Nase oder Ohren), am Nacken, den Schultern, Unterarmen sowie Ober- und Unterschenkeln. Denken Sie daran, die Sonnencreme nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen regelmäßig aufzufrischen!

Wann ist es zuviel?

Anzeichen für eine Überanstrengung sind zum Beispiel „Sternchen sehen“, schwarz werden vor den Augen, Schwindel oder Übelkeit. Ebenfalls bedenklich sind Kältegefühl oder kalter Schauer bei großer Hitze – dies können Anzeichen sein, dass der Körper zu überhitzen droht.

Langsam abkühlen

Bei Überanstrengung ist ein schrittweises Herunterfahren wichtig. Legen Sie eine Pause ein, suchen Sie ein schattiges Plätzchen und nehmen Sie langsam Flüssigkeit zu sich. Auch beim Duschen sollten Sie nur langsam abkühlen und lauwarmes Wasser verwenden, denn: eine eiskalte Dusche vermittelt dem Körper, er befinde sich in kühler Umgebung – und er heizt sich auf.

Der Sommer bietet unendlich viele Möglichkeiten für Sport und Bewegung im Freien. Egal welche Sportart Sie am liebsten mögen: bei Außentemperaturen jenseits der 30 Grad sollten Sie Überanstrengung in jedem Fall vermeiden.

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EIN ARTIKEL VON
  • Netdoktor

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