14. April 2015

Brettspieltipp: Zauberer Malefix


Zauberer Malefix: ein kreatives Malspiel, bei dem es darum geht, Vorlagen geheim abzuzeichnen bzw. Begriffe geheim in Zeichnungen umzusetzen. Ein Brettspiel im Test.

Ein kreatives Malspiel, bei dem es darum geht, Vorlagen geheim abzuzeichnen (für die Jüngeren) bzw. Begriffe geheim in Zeichnungen umzusetzen (für die Älteren). Diese werden dann komplett zugedeckt und schrittweise enthüllt. Dabei müssen alle anderen so schnell wie möglich erraten, was die Zeichnung darstellt.

So funktioniert Zauberer Malefix

Aber nun mal alles der Reihe nach. Es beginnt mit dem Auspacken des hochwertigen Spielmaterials. Etwas kniffelig ist die Installation des sogenannten Schreibtisches (Hauptspielplan) – gelingt aber nach mehrmaligem Durchlesen der Anleitung. Dies ist außerdem eine einmalige Angelegenheit, da der Schreibtisch für weitere Spielesessions nicht mehr rückgebaut werden muss. Dann nimmt sich jeder seine Spielermaltafel (5 gleiche) und seinen Sichtschutz. Dazu noch den Stift und je nach Variante die Motiv- oder Begriffskarten (kann man natürlich auch mischen). Und los geht’s. Unter Zeitdruck (Sanduhr) muss nun jeder gleichzeitig seine Zeichnung vollenden. Mit jüngeren Kindern empfiehlt sich hier eine Lockerung des Zeitlimits, sonst geht der Spaß verloren. Danach gibt ein Spieler seine Maltafel unter den Schreibtisch und enthüllt schrittweise je nach Würfelwurf seine Zeichnung. Nach jedem Schritt können alle anderen Mitspieler versuchen, das Bild zu erraten und erhalten Punkte, wenn sie richtig liegen. Das geht reihum bis alle fertig sind, dann beginnt die nächste Runde.

Das Besondere am Spielmaterial: Oberfläche und Stift sind so konstruiert, dass alles Geschriebene mit einem Taschentuch entfernt werden kann. An sich funktioniert das gut. Allerdings trägt man seine Punkte auch auf seiner Malkarte ein und die werden dann auch sehr einfach verwischt (durch Pulli o.ä.). Hier empfiehlt sich ein Extrablatt Papier wo die Punkte notiert werden.

Fazit

Zauberer Malefix ist ein sehr gelungenes Kinderspiel, das auch ohne jeglichen Wettbewerb gespielt werden kann, einfach aus Lust am Zeichnen. Unsere 5-Jährige konnte mit gewissen Adaptionen (siehe oben) gut integriert werden und hatte große Freude am Spielen. Aber auch unsere beiden Burschen (10 und 12) waren mit Enthusiasmus dabei. Das Spielmaterial ist sehr hochwertig, der Preis allerdings eindeutig zu hoch (15 Euro wären aus unserer Sicht angemessen). Der Wiederspielwert ist eindeutig gegeben. Warum man bei einem solchen Spiel zur Gestaltung ein Gruselthema wählt, ist uns nicht ganz verständlich und wohl dem Zeitgeist zuzuschreiben. Trotz der Mängel (Gestaltung, Preis) ist Zauberer Malefix ein sehr nettes und auch empfehlenswertes Spiel für die ganze Familie!

Und das meinten unsere Kinder zu Zauberer Malefix

Sara (5 Jahre): “Spiel hat mir gut gefallen. Am besten finde ich das Malen.”

Fritz (12 Jahre): “Beim Erstaufbau versteht man nicht sofort wie es geht. Das Beste am Spiel ist, dass man coole Sachen malen kann. Stören tut mich der Stift, weil er sehr leicht verwischbar ist. Auf einer Skale von 1-10 vergebe ich 8 Punkte.”

Benedikt (10 Jahre): “Der Erstaufbau ist ganz schön kompliziert. Ansonsten ein cooles Spiel. Am besten gefallen mir die Begriffskarten wo man sich selber dazu was überlegen muss. Auf einer Skala von 1-10 vergebe ich 9 Punkte.”

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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