27. November 2014

Gummihupfen, ein Klassiker


Gummihupfen hieß es früher. „Gummitwist“ sagen die Kinder heute. Der Name hat sich geändert – der Spaß nicht; der ist immer noch riesengroß.

„Springinsfelde“ unter sich

Gummihupfen hieß es früher. „Gummitwist“ sagen die Kinder heute. Der Name hat sich geändert – der Spaß nicht; der ist immer noch riesengroß.

Viel braucht man nicht zum Gummihupfen: Ein breites Gummiband, „Einziehgummi“ haben unsere Großmütter immer dazu gesagt, mit etwa 3 Metern Länge, an den Enden zusammengebunden, drei „springfreudige“ Personen und schon kann es losgehen.

So geht Gummihupfen

Zwei Personen stellen sich mit dem Gesicht zueinander auf. Sie legen sich das Gummiband um die Beine und gehen so weit auseinander bis das Band gespannt ist.

Die dritte Person stellt sich so hin, dass sie eine Seite des Gummibandes zwischen den Beinen hat (Abbildung 1). Dann hüpft diese Person in einem vorher ausgemachten Rhythmus, meist ein kurzer Reim, zwischen den beiden Seiten des Gummibandes hin und her (Abbildung 2).

Prinzipiell eignet sich natürlich jeder Auszählreim oder auch jedes lange Wort bei dem dann jede Silbe einen „Hüpfer“ bedeutet. Zum Beispiel: Do-nau-dampf-schiff-fahrts-ge-sell-schafts-ka-pi-tän. Ein „Klassiker“ unter den „Gummihupf-Reimen“ ist der folgende: „Ho Ruck, Donald Duck, Mickey Mouse, rein raus“ … bei jedem Wort wird dabei hin und her gehüpft; bei „raus“ kommt der Hüpfende mit beiden Beinen neben dem Gummiband zu stehen (Abbildung 3).

Meine „Darsteller“ machens vor

Macht der Hüpfende einen Fehler, ist der Nächste an der Reihe. Ein Fehler ist zum Beispiel, wenn das Gummiband berührt wird oder sich der Hüpfende verheddert.

Begonnen wird auf Höhe der Knöchel. Im Laufe des Spiels wird das Gummiband immer weiter nach oben geschoben – bis zum Knie, dann zur Mitte der Oberschenkel und zur Hüfte wodurch es immer schwieriger wird fehlerfrei zu hüpfen. Wer möchte kann auch die Beine weiter auseinandergrätschen oder eng beieinander behalten.

Das Spiel macht draußen natürlich viel Spaß, funktioniert aber auch drinnen ganz wunderbar. Geschult werden Rhythmusgefühl und Geschicklichkeit – bei manchen Reimen auch durchwegs ein wenig Ausdauer.

Gummihupfen kann von 1 aber auch von vielen Personen gespielt werden. Wer alleine spielt, borgt sich am Besten die „Beine“ von zwei Sesseln aus und wickelt das Gummiband darum herum.

  • War dieser Artikel für dich hilfreich/interessant?
  • Ja   Nein


EIN ARTIKEL VON
  • Andrea Harringer

    „Meine Mami schreibt das auf, was ihr andere Leute erzählen.“ Das sagte mein Sohn, als man ihn fragte, was seine Mama beruflich mache. Seit 2001 bin ich Redakteurin in der Erzdiözese Wien, schreibe für den „Sonntag“ und versuche, Themen wie Familie, Kinder und Erziehung auch aus einem christlichen Blickwinkel zu beleuchten.


Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

meinefamilie.at