22. September 2015

Spieletipp: Blubberspaß mit "Badehase"


„Badehase“ ist Badespaß, ohne nass zu werden, eine Abrundung der Gesellschaftsspielesammlung einer Jungfamilie, ein klassisches Haba-Spiel bei uns im Test.

Einmal Schaumbaden ohne nass zu werden oder kurzweilig die kleinen grauen Zellen an Boote, Walfische und Kübelchen erinnern lassen, so lässt sich das Kleinkinder-Gesellschaftsspiel „Badehase“ zusammenfassen. Der Hase heißt übrigens Blubberhase, worüber so manches Kleinkind bei einer der Spielvarianten sprachlich lustig stolpert.

Vordergründig handelt es sich bei diesem Spiel von Haba um eine entzückende Badelandschaft mit zwei Gummi-Enten, in der ein Hase sitzt. Der dreijährigen Antonia gefällt daher bei diesem Spiel am meisten, „dass der Badehase in der Badewanne sitzt.“

Lustvolles Gedächtnistraining

Rund um den „Badehasen“ kann man in pädagogisch wertvolle Spiele eintauchen, die wie das klassische Memory das Gedächtnis lustvoll trainieren. Wobei geübte Eltern gelernt haben, dass die guten Spiele für ihre Kleinsten einige Spielvarianten vorschlagen, sodass das Spielen nicht so schnell langweilig wird. Und so auch die Eltern gleich ein Gedächtnistraining haben, allein schon um sich die Spielvarianten zu merken und auseinander zu halten…

Wie die meisten Spiele für ganz kleine Kinder ermuntert auch der Blubberhase zum freien Spiel. Besonders lustig ist da der Schlitz, in dem man die Badespielsachen verschwinden lassen kann. Die fünfjährige Clara bringt es auf den Punkt: „Es ist lustig, besonders das Reinwerfen.“ Frei nach dem Motto: Endlich einmal in den Briefkasten einwerfen so oft man will. Oder es kommt einem als Assoziation das Gefühl eines Münzeinwurfs ins Sparschwein, und das ganz ohne Sparzwang!

Mehr Spaß dank mehreren Spielvarianten

Der Blubberhase kann in verschiedenen Varianten gespielt werden. Die erste sieht vor, dass man sich Form und Farbe der Gegenstände im Schaumbad merken möge. So kann man nach dem Würfeln den Gegenstand in der entsprechenden Farbe aus dem Bad ziehen. Sehr einfühlsam macht die Spielanleitung Eltern auf etwaige Zornesausbrüche oder Verzweiflungsheulattacken bei „Erstspielern“ aufmerksam, denn das Spiel ist wirklich für ganz kleine Kinder – vielleicht ja sogar deren erstes Gesellschaftsspiel – und die Anleitung gibt Tipps zum Umgang mit solchen emotionalen Hochschaubahnen.

Die zweite Spielvariante sieht vor, dass man ein Kärtchen aus dem Blubberbad nimmt und den Nachbarn fragt, welches Symbol darauf zu sehen ist: das Küberl, das Schiff oder der Wal. Bei richtiger Antwort bekommt das zweite Kind das Spielplättchen, sonst verschwindet es im Schlitz und das ist, weil es so lustig ist, ja ein ganz guter Trost dafür, dass man nichts gewonnen hat. Auch der vierjährige Johannes Paul hat seine Freude am Einwurf-Prinzip dieses Spiels: „Besonders das Einwerfen der Plättchen ist lustig,“ und zwar nicht nur beim freien Spiel. So schön kann also verlieren sein.

Zur Spielvariante gibt es dann noch die Variation, dass man statt der Symbole die Farben erkennen muss oder aber, dass man nicht rät, sondern das Betreffende würfelt. Ich muss gestehen, bei so viel Variabilität war ich dann ganz froh, die Spielanleitung bei der Hand zu haben um nochmal nachschauen zu können. Bei uns gibt es nämlich wie bei Haba ganz viele Leute, die sich sehr kreativ Spielregeln ausdenken, die dann den Spielverlauf zu ihren Gunsten beeinflussen könnten. Und dann ist es immer wieder mal brauchbar, nochmal vorlesen zu können, was die Regel bei dieser Spielvariante wirklich sagt.

Der „Badehase“ fördert Wortschatz und Merkfähigkeit

Bei einer weiteren Möglichkeit, „Badehase“ von Haba zu spielen, werden vor allem sprachliche Fähigkeiten gefördert wie z.B. der Wortschatz. Ein wenig erinnert es an „Ich packe meinen Koffer“. Wer hier kein Déjà-vu hat, dem sei kurz erklärt, dass der Badehase irgendwelche Dinge mit ins Bad nimmt und jeder ihm reihum noch etwas mitgeben darf. Damit es memotechnisch spannender wird, muss man aber alle Dinge, die die Kinder davor schon genannt haben, auch nennen. Nach ein paar Spielrunden kann das auch für ungeübte Eltern recht schwierig werden. Unseren Jüngeren wird diese Spielvariante auch relativ flott zu schwierig und dann lässt die Freude nach – allzu viele Runden spielen wir daher nicht nach dieser Variante.

Eine „Test-Mami“, eine Sonderschulpädagogin, meint, dass für „Badehase“ gilt, was man über fast alle Spiele ab zwei Jahren sagen kann: „Zuerst sind sie für die Kleinen zu schwierig, dann werden sie schnell langweilig. Aber sie führen ins Spielen von Gesellschaftsspielen ein.“ Das klingt vielleicht ein wenig dämpfend für all jene, die ihr Leben lang von ihrem Mensch-ärgere-dich-nicht oder dem vom Großpapa geerbten Schach begleitet werden. Aber Memotechnik für die Kleinsten muss eben ein wenig kurzweilig sein und fröhlich verpackt sein.

Schön gemachtes Spiel

Eine andere „Test-Mutti“, die karenzierte Volksschullehrerin ist, findet die „Idee mit dem Einschmeißen nett,“ das kommt nicht so häufig bei Gesellschaftsspielen vor. Die Aufmachung ist insgesamt gut gestaltet, „das Spiel ist schön gemacht.“ Für 2-Jährige scheint ihr, bei der Spielvariante 1, die zwei-dimensionale Gedächtnisübung zu komplex, sich Farbe und Form von Gegenständen zu merken und so nach dem Würfeln das richtige Badespielzeug aus dem Schaum zu fischen zu komplex. Der 5-jährigen Tochter hingegen hat genau das große Freude bereitet.

Ein testender Vater meinte auch, dass „die Spiel-Materialien sehr schön gemacht sind“. Positiv hebt er auch hervor, dass die „Belohnung des Verlierers ein nettes Spielprinzip“ ist. Es übertrifft quasi den olympischen Gedanken des „Dabei-Sein wäre alles“, wenn man bedenkt, „dass man es gut auch gemeinsam spielen kann,“ wie die kleine Clara es sagt, nicht gegeneinander sondern miteinander, besonders im freien Spiel. Kurz zusammengefasst: ein Badespaß ohne nass zu werden, eine feine Abrundung der Gesellschaftsspielesammlung einer Jungfamilie, ein klassisches Haba-Spiel.

Ein weiterer Spieletipp: „Obstgarten“

Titelbild © Haba



EIN ARTIKEL VON
  • Niki Haselsteiner

    Als Vater von drei Kindern lernt man viel vom Alltagsleben kennen. Nachdem ich in meiner Karriere als Berater, Werber und Öffentlichkeitsarbeiter oft einen neuen Blickwinkel erlernen durfte, war es mir Vorbereitung aufs Home-Management, von dem ich hier berichten darf.


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