5. Februar 2015

Brettspiele für jedes Alter


Sie machen Spaß und man lernt dabei: Brettspiele. Ob sie für das Kind geeignet sind, erkennt man am besten beim Testspielen, z.B. in der WienXtra Spielebox.

Verregneter Nachmittag? Langeweile? Oder einfach auf der Suche nach einer abwechslungsreichen Beschäftigung? Brettspiele sind immer ein guter Tipp, nicht nur als Ersatzprogramm bei Regen. Wer das für Alter und Spieltyp entsprechende Spiel aussucht, hat Spaß und lernt dabei – nicht nur das Verlieren. Die meinefamilie.at-Redaktion hat sich bei der Spielebox schlau gemacht.

Ähnlich wie Bücher können Brettspiele in fremde Welten versetzen. Und das gemeinsam mit Mama und Papa, mit Geschwistern oder Freunden, denn Brettspiele sind für vor allem eine Gemeinschaftsaktivität. Egal ob Lege- oder Bauspiele, Würfel- oder Kartenspiele, Kommunikations- oder Kooperationsspiele, spielen heißt immer auch lernen. In der Gruppe zu spielen fördert soziale Fähigkeiten und je nach Spiel werden kognitive Kompetenzen, logisches Denken, Kommunikation, Kreativität, Feinmotorik und mehr gefördert.

Schlechte Erfahrungen sammeln Kinder mit Brettspielen in der Regel dann, wenn sie dabei unter- oder überfordert werden. Das Spiel muss vor allem dem Alter, den Fähigkeiten und Interessen des Kindes gerecht werden.

Brettspiele für unter Vierjährige: Der Weg ist das Ziel

Ab drei Jahren können Kinder – mit Unterstützung von älteren Kindern oder Erwachsenen – einfache Regelspiele spielen. Ohne Taktik, ohne Entscheidungsmöglichkeiten gibt es einen einfachen Spielverlauf, zum Beispiel bei einfachen Memorys, Lotto, Legespielen, oder solchen rund ums Farben und Formen Zuordnen.

Brettspiele für Vier- bis Fünfjährige: Spielwelten wie Lebenswelten

Lauf- und Würfelspiele mit ersten taktischen Entscheidungen, Geschicklichkeits- und Kooperationsspiele gibt es für dieses Alter, außerdem machen solche besonders Spaß, die an Alltag und Umwelt der Kinder anknüpfen mit Themen wie Bauernhof, Natur & Co.

Brettspiele für Sechs- bis Siebenjährige: Ausgleich zur Schule

Auch erstes Rechnen und Schreiben kann spielerisch geübt werden, genauso fördern Brettspiele für diese Altersgruppe schon viel anderes – vom Wortschatz bis zum Raum-Lage-Verständnis. Bitte beachten: Altersangaben ab sieben Jahren setzen Lesekenntnisse voraus.

Brettspiele für Acht- bis Neunjährige: Strategien entwickeln und durchschauen

Spiele für dieses Alter sind bereits für die gesamte Familie spannend. Wissen kann vertieft werden, außerdem machen Detektiv- oder Kartenspiele besonders Spaß. Auch Kooperationsspiele sind einen Versuch wert, bei denen spielt man gemeinsam gegen das Spiel.

Und ab zehn Jahren gilt: Alles ist möglich, was Spaß macht!

Neben dem passenden Alter sind auch wichtige Kriterien, wie viele Personen mitspielen sollen und wie lange das Spiel dauern darf. Außerdem gute Überlegungen: Ist das Thema interessant für die Kinder? Sind die Illustrationen kindgerecht? Ist das Material geeignet?

Testspielen vor dem Kaufen

Wie überall gilt auch hier: Meinungen sind subjektiv. Wissen, ob das Spiel geeignet ist, kann man erst nach einem Testspiel. Danach kann überprüft werden:

  • Ist das Kind über- oder unterfordert?
  • Ist das Material schnell abgenützt?
  • Reizt das Spiel, es gleich noch einmal zu spielen?
  • Ist der Spielverlauf immer gleich oder gibt es Varianten?

Möglichkeit zum Testspielen von mehr als 5.500 Brett- und Gesellschaftsspielen bietet die WienXtra-Spielebox. In einem Online-Katalog kann das gesamte Angebot angesehen werden, vor Ort können sie gratis gespielt oder günstig ausgeborgt werden.

wienXtra-spielebox
Albertgasse 37
1080 Wien
Tel. +43/1/4000-83 424
spielebox(at)wienXtra.at
www.spielebox.at
Online schmökern im Spielekatalog

Öffnungszeiten

Mo, Mi, Fr: 13:00-18:30 Uhr
Di, Do: 10:00-12:00 Uhr
Sa (Okt.-März): 10:00-14:00

Erreichbarkeit:
U6 (Station Josefstädter Straße)
2, 5, 33 (Station Albertgasse)

Veranstaltungen:
Die WienXtra Spielebox veranstaltet außerdem Familienspieltage, Spieletauschbörsen und mehr: Informationen

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EIN ARTIKEL VON
  • Lucia Reinsperger

    Bevor ich journalistisch tätig wurde, machte ich die Ausbildung zur Kindergarten- und Hortpädagogin, leitete verschiedene Kindergruppen und arbeitete als Medienpädagogin. Nach Abschluss meines Journalismus-Studiums unterstütze ich nun mit Freude die Redaktion von meinefamilie.at.


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