23. August 2017

Vom SOS-Kinderdorf zur Investmentmanagerin

Daliborka SOS-Kinderdorf - meinefamilie.at

Mit zwölf Jahren ist Daliborka nach Kroatien geflohen, mit 18 hat sie die Vormundschaft für ihre Geschwister übernommen, heute ist sie Investmentmanagerin. Die Geschichte eines Mädchens, das im SOS-Kinderdorf aufgewachsen ist und dort Zuversicht und Bestärkung erfahren hat.

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Daliborka ist heute 27 Jahre alt und erzählt über sich: „Jetzt kann ich alles schaffen. Auch wenn es seltsam klingen mag, ich bin dankbar für all die schlechten Momente in meinem Leben. Sie haben mich gelehrt, Gut von Böse zu unterscheiden und am Boden zu bleiben. All das hat mich stark und unabhängig gemacht.“

Eine starke Frau mit Geschichte: Daliborka stammt aus Bosnien-Herzegowina, aber sie hat den Großteil ihres Lebens in Kroatien verbracht. „In Bosnien war Krieg und wir mussten fliehen, um zu überleben. Wir kamen als Flüchtlinge nach Kroatien. Zu diesem Zeitpunkt war ich 12, meine Mutter litt unter Krebs im fortgeschrittenen Stadium und konnte nicht viel im Haushalt helfen. Das war dann meine Aufgabe. Das war schwer, aber ich musste es tun. Ich musste meinen Bruder und meine Schwester unterstützen. Ich sah, dass mich nur eine Ausbildung weiterbringen konnte und wusste, dass ich, wenn ich viel lernte und gute Noten bekam, einen neuen Weg beschreiten kann. Am Ende ist genau das passiert“, erzählt Daliborka.

„Nach dem Tod unserer Mutter kamen wir in ein SOS-Kinderdorf. Unsere SOS-Mutter hat sich um uns gekümmert, sie sprach immer mit uns, sie unterstütze und motivierte uns, sagte uns, dass alles gut wird. Und die Zukunft besser wird“, erinnert sich Daliborka an ihre Jugendzeit. Die SOS-Mutter erzählt von Daliborka: „Sie hatte große Angst, als sie im SOS-Kinderdorf ankam. Sie sorgte sich um ihre Geschwister und ihre eigene Zukunft.

Es war erstaunlich, dass ein so junger Mensch so viele Fragen hatte und so besorgt um die Zukunft war.

Doch das SOS-Kinderdorf hat Daliborka positiv geprägt: „Es hatte einen großen Einfluss auf mich. Es machte mich zu einem besseren Menschen. Ich bin so froh, dass alle während dieser schweren Zeit bei mir waren und mich unterstützt haben.“ Heute erzählt Drazen Virag, Leiter der Jugendeinrichtung Zagreb, über Daliborkas Inspiration: „Daliborkas Optimismus ist sehr ansteckend. Sie lebt diesen Optimismus und steckt sich selbst realistische Ziele.“

Daliborka gewann ein Stipendium der Zagreb School of Economics und Management. Heute arbeitet sie als Investmentmanagerin. Außerdem wurde sie der gesetzliche Vormund ihrer Geschwister. „Das war eine große Sache für mich. Ich wusste, dass ich das Beste für sie geben würde. Das ist einer meiner größten Erfolge.“ Im SOS-Kinderdorf ist sie ein Vorbild für viele Kinder. Das ist sie auch für ihre Geschwister: „Ich bin stolz auf meine Schwester, weil sie weiß, wie man eine Familie zusammenhält“, sagt Daniela. „Auch in den schwersten Zeiten war sie für uns da“, bestätigt Bruder Dalibor. „Sie inspiriert uns, ein besserer Mensch zu sein.“

Berufsausbildung dank SOS-Patenschaft

Auch du kannst Kinder wie Daliborka unterstützen, indem du eine SOS-Patenschaft übernimmst: Du schenkst einem Kind ein Zuhause und eine Schul- und Berufsausbildung. Das Kind kann seine täglichen Bedürfnisse erfüllen und wird medizinisch versorgt.

Bereits mit einem Euro pro Tag, also 31 Euro Spenden pro Monat, hilfst du, einem Kind den Unterhalt und die Verpflegung in einem SOS-Kinderdorf zu sichern.

Jährlich bekommst du als Pate einen Bericht über die Entwicklung deines Patenkindes und einen Weihnachtsgruß. Unter bestimmten Bedingungen kannst du dein Patenkind sogar besuchen.

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