26. Juli 2016

Selma Lagerlöff: Nils Holgersson

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Selmas Lagerlöffs Geschichte von Nils Holgersson begeistert seit mehr als 100 Jahren.

Im Süden von Schweden auf einem Bauernhof lebt der 14-jährige Nils Holgersson. Er ist der Inbegriff eines frechen Bengels. Eines Tages begegnet Nils einem Wichtelmännchen und verhält sich ihm gegenüber so, wie er es gegenüber allen anderen Lebewesen bisher auch gemacht hat – er quält und ärgert es. Doch das Wichtelmännchen weiß sich zu helfen – ohne lang zu fackeln verzaubert es den Buben. Plötzlich hat Nils selbst nur mehr die Größe eines Wichtelmännchens – ein Zustand, der ihm alles andere als angenehm ist, sehen doch die Tiere des Hofes eine Chance, sich an ihrem Peiniger zu rächen. Da kommt Nils der Zufall zu Hilfe: Wildgänse fliegen gerade auf ihrem Weg nach Lappland über den Hof. „Kommt mit, kommt mit!“, rufen sie und der zahme Gänserich Martin versucht diesem Lockruf zu folgen. Mit größter Anstrengung wuchtet er sich in die Luft – Nils kann sich gerade noch an Martins Hals festhalten und los geht eine lange und aufregende Reise.

Schwedische Landschaftskunde

Eigentlich war es ja als Schulbuch gedacht. Selma Lagerlöffs „Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden“, so der Originaltitel, sollte Kindern Anfang des 20. Jahrhunderts die schwedische Landeskunde näher bringen. Doch die Geschichte des Buben, der auf seiner langen Reise auch viele Dinge über das Leben in einer Gemeinschaft lernt, war bald über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Dazu gesagt sei: Es gibt viele verschiedene Ausgaben dieser Geschichte – längere Versionen, Vorlese-Versionen, Bilderbücher. Es lohnt, sich ein wenig Zeit zu nehmen, um die ideale Version für den jeweilig gewünschten Zweck herauszufinden.

Nils Holgersons wunderbare Reise mit den Wildgänsen

Selma Lagerlöff
2011, Anaconda Verlag
ISBN: 978-3-86647-615-8

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EIN ARTIKEL VON
  • Andrea Harringer

    „Meine Mami schreibt das auf, was ihr andere Leute erzählen.“ Das sagte mein Sohn, als man ihn fragte, was seine Mama beruflich mache. Seit 2001 bin ich Redakteurin in der Erzdiözese Wien, schreibe für den „Sonntag“ und versuche, Themen wie Familie, Kinder und Erziehung auch aus einem christlichen Blickwinkel zu beleuchten.


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