7. Oktober 2016

Selbstversuch: Eine Woche nur Leitungswasser

Leitungswasser - meinefamilie.at

Eine Woche lang als Familie auf Mineralwasser, Säfte und den Kaffee am Nachmittag verzichten – der Umwelt zuliebe. Kombiniert mit dem Getränkepass ist das ein Weg der Selbstreflexion und eine Herausforderung. So ist es uns dabei gegangen.

Die kommende Aktionswoche im Projekt „Gutes Leben“ führt in die Welt des Wassers, inklusive Selbstreflexion und Herausforderung. Wir haben in der Familie die Selbstreflexion und die Herausforderung vorgezogen.

Im Getränkepass alle konsumierten Getränke eintragen

Getränkepass - meinefamilie.atEs beginnt mit einem Getränkepass, den man nach Anmeldung per Mail bei dieser Aktionswoche zum Ausdrucken erhält. Erst einmal wird aufgezeichnet, welche Getränke wir eine Woche lang so konsumieren.

Eigentlich ganz einfach: Es gibt für alle Getränkesorten eine Spalte, in die man die Anzahl der konsumierten Getränke pro Tag einträgt. Damit ich alle Familienmitglieder in einer Liste unterkriege, mache ich Striche – grün sind die Eltern, rot die Kinder. In der Früh tragen wir z.B. Kaffee und für die Kinder Milch in den Pass ein. Dann mein Vormittagstee im Büro – wieder ein Strich.

Schwieriger ist jedoch, das Trinkverhalten der Kinder in der Schule oder im Kindergarten zu erfassen. Ich weiß zwar, was es zu trinken gibt, jedoch nicht wie viel. Da hilft nur raten. So geht es den ganzen Tag und auch noch am Tag darauf.

Überraschend viel Zucker und Geld

Bereits am zweiten Tag war ich überrascht. Ich weiß ja, dass wir gerne Saft trinken, aber diese Menge (im Vergleich zu Leitungswasser) hat mich verwundert. Mitunter sind auch Verdünnungssäfte dabei, da ich selbst Sirup aus Früchten koche.

Eigentlich auch ordentlich viel Zucker, wie mir so in den Sinn kommt.

Und auch das versuche ich ja immer wieder zu reduzieren. Dazu wünschen sie sich auch oft noch Kakao – da kommt einiges zusammen. Positiv ist jedoch, dass wir so gut wie nie Limonaden trinken und auch unser Mineralwasserkonsum hält sich in Grenzen.

Und noch etwas anderes kommt mir in den Sinn: das Geld. Hochwertige Fruchtsäfte (vielleicht auch noch in Bioqualität) kosten Geld. Bei einem Liter Saft (fast) jeden Tag kommen einige Beträge zusammen.

Leitungswasser trinken - meinefamilie.atDie Kinder gewöhnen sich daran

Nun zum zweiten und schwierigeren Teil: der Verzicht auf Mineralwasser, Säfte, etc und stattdessen Leitungswasser trinken. Zunächst habe ich alle Säfte aus der Sicht- und Reichweite der Kinder verbannt, um etwaige Diskussionen zu verhindern – diese sind aber dennoch entstanden. Jedoch haben sich die Kinder dann doch an „nur Wasser“ gewöhnt.

Und ich gebe zu, es ist mir zu Beginn auch schwer gefallen, auf Apfelsaft zu verzichten und stattdessen Wasser den Vorzug zu geben. Auch mein geliebter Kaffee am Nachmittag ist ja leider von der Streichung betroffen. Stattdessen versuche ich, diese „Auszeit“ für andere, entspannende Dinge zu nutzen.

Die bisher doch recht warmen Temperaturen haben mir auch geholfen.

So erntete ich Melisse oder Minze frisch vom Balkon um sie in einen gefüllten Wasserkrug zu legen.

Das sieht nicht nur sehr schön aus, sondern verleiht dem Wasser auch einen „Hauch“ Geschmack .

Unser Fazit aus dieser Woche: Es tut gut, einmal auf den Zucker in Fruchtsäften und Sirups zu verzichten. Ob wir diese Getränke komplett streichen werden (zumal ich ja auch sehr gerne Sirup einkoche), steht nicht fest. Doch es hat unsere Geldbörse ein wenig entlastet und ich denke, wir werden das noch eine Weile so beibehalten.

Nachhaltigkeitsprojekt „Gutes Leben“

Die Aktionswoche „Geschenke der Natur – Wasser“ ist Teil des Projektes „Gutes Leben“ vom Katholischen Familienverband der Erzdiözese Wien. Familien erhalten nach Registrierung den Getränkepass zum Ausdrucken, Wissenswertes zum Thema „Wasser“ (z.B. über den Wasserfußabdruck), Märchen, eine Anleitung für einen Versuch mit Wasser und vieles mehr.

Alle ausgefüllten und eingesendeten Getränkepässe nehmen an einem Gewinnspiel teil. Anmeldungen für dieses Projekt bitte an familienverband@edw.or.at.

Weitere Informationen


EIN ARTIKEL VON
  • Antonia Indrak-Rabl

    Als Mutter von zwei Kindern kenne ich den Familienalltag gut. Es freut mich, meine persönlichen Erfahrungen hier teilen zu können – auch wenn es „nur“ das Gefühl ist, „dass es woanders genauso zugeht“. Meine Leidenschaft für Familie setze ich als Geschäftsführerin des Katholischen Familienverbandes Wien auch beruflich um.


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