16. März 2017

Die wichtigsten Qualitätskriterien bei Kinderfahrradanhängern

Kinderfahrradanhänger - meinefamilie.at

Die Radsaison steht vor der Tür! Für den gemeinsamen Radausflug kann ein Kinderfahrradanhänger das Richtige sein. Ein Überblick, worauf Familien beim Kauf achten sollten und was einen guten Anhänger ausmacht. Denn vor allem bei Fahrradanhängern gilt: Nicht alles, was Gold ist, glänzt.

Sobald der Schnee schmilzt und die Temperaturen steigen, kommen bei Fahrradfreunden echte Frühlingsgefühle auf. Denn mit den ersten warmen Sonnenstrahlen tummeln sich auch schon die ersten Radfahrer auf den Radwegen. Sind auch Sie begeisterter Radfahrer und möchten zukünftig Fahrradausflüge mit der ganzen Familie unternehmen? Dann ist ein Kinderfahrradanhänger genau das, was Sie brauchen.

Fahrradanhänger oder doch lieber ein klassischer Fahrradsitz?

Während der klassische Fahrradsitz scheinbar zunehmend von den Straßen verschwindet, erlebt der Fahrradanhänger gerade seine absolute Blütezeit. Wenn man sich näher mit diesem Thema beschäftigt, vergeht kaum ein Tag, an dem man keinen Anhänger sieht. Doch ist ein Kinderfahrradanhänger im Vergleich zum Fahrradsitz tatsächlich besser? Schauen wir uns die Vor- und Nachteile beider Varianten an, indem wir folgenden Fragen nachgehen:

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Sicherer und geräumiger als der Fahrradsitz: der Kinderfahrradanhänger.

#1 Welche Alternative ist sicherer?

Hier gibt es eine klare Antwort: der Fahrradanhänger. Während das Kind im Fahrradsitz, abgesehen vom Gurt, kaum Schutz findet, bieten gute Kinderanhänger einen wichtigen Überroll- und Seitenaufprallschutz. Außerdem ist Ihr Kind auch im Anhänger ausreichend gesichert, meist mit einem 5-Punkte-Gurtsystem.

#2 Welche Variante ist bequemer?

Auch dieser Punkt spricht eindeutig für den Anhänger. Ihr Kind hat viel mehr Platz und Bewegungsfreiheit. Wenn es will, kann es sogar spielen oder zwischendurch ein Nickerchen einlegen!

#3 Ist ein Fahrradanhänger praktischer?

Jein! Hier kommt es nämlich auf den Einsatzzweck an. Wer öfter und länger unterwegs ist, der findet im Fahrradanhänger viel Platz für den Einkauf oder Gepäck und mehr Komfort für Fahrer und Passagier. Wer eher kürzere Strecken zurücklegt und das noch dazu selten, der findet im Fahrradsitz die optimale Lösung.

Der Anhänger muss nämlich immer wieder an- und abgehängt werden, während der Sitz fix montiert bleibt. Außerdem ist auch die Erstmontage beim Fahrradanhänger wesentlich zeitintensiver! Zum Überwintern und Transportieren im Auto empfiehlt sich de facto ein faltbarer Anhänger. Der Fahrradsitz ist aber in jedem Fall weniger sperrig und platzbedürftig.

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Praktische Lösung für Zwillinge: der Zweisitzer.

#4 Was tun bei zwei Kindern?

Fahrradanhänger gibt es auch als Zweisitzer. Das ist für Zwillinge oder Kinder mit knappem Altersunterschied besonders praktisch. Natürlich geht in diesem Fall auch die Option Kindersitz und Anhänger, wobei der Sitz die Sicht zum Anhänger einschränkt.

Welches Modell ist günstiger?

Logisch, dass beim Preis der Fahrradsitz die Nase vorne hat. Hochwertige Anhänger kosten ab 600 Euro und mehr, während ein Sitz bereits ab 100 Euro zu haben ist.

Ob Ihnen die Beantwortung dieser Fragen reicht und Sie sich schon entschieden haben, kommt wahrscheinlich auch auf Ihre individuellen Bedürfnisse an. Am Ende bleibt zu sagen, dass Vielfahrer und Fahrradurlauber mit einem qualitativ hochwertigen Kinderfahrradanhänger definitiv glücklicher werden!

Worauf es beim Kauf eines Kinderfahrradanhängers zu achten gilt

Eines vorweg: Wer beim Kauf eines Fahrradanhängers fürs Kind spart, der tut sich und seinem Nachwuchs langfristig gesehen keinen Gefallen. Wenn Sie sich für einen Fahrradanhänger entscheiden, dann darf er durchaus 700 Euro und mehr kosten. Abgesehen vom Preis sollten Sie beim Kauf folgende Punkte berücksichtigen:

  • Empfehlenswerte Marken: Vor allem wer viel fährt, braucht eine gute Federung. Thule und Croozer sind hier absolute Vorreiter! Günstige Produkte weisen hierbei oft Mängel auf.
  • Sicherheit: Achten Sie beim Kauf auf einen tiefen Schwerpunkt und einen negativen Radsturz. Das ist wichtig, um Kippen zu vermeiden. Außerdem sollte der Anhänger über einen 5- Punkte-Gurt, Überroll- und Aufprallschutz sowie ausreichend Rückstrahler für gute Sichtbarkeit bei Dunkelheit verfügen.
  • Federung: Sie ist das Herzstück eines hochwertigen Produktes und verhindert, dass Ihr Kind während der Fahrt durchgeschüttelt wird.

Tipp: Mit geringerem Luftdruck in den Reifen sorgen Sie für noch bessere Federungseigenschaften!

  • Materialien: Der Anhänger sollte leicht und trotzdem stabil sein. Nicht weniger wichtig ist, dass die Materialien im Innenraum schadstofffrei sind. Aufschluss darüber geben beispielsweise das Toxproof Siegel und/oder Testurteile von Stiftung Warentest. Im Idealfall suchen Sie bei der Europäischen Rückrufliste RAPEX auch noch nach dem Produkt.
  • Gewicht & Wendigkeit: Die Creme de la Creme der Fahrradanhänger wiegt gerade einmal 12 bis 13 Kilogramm. Dementsprechend leicht sind diese Anhänger auch zu manövrieren. Ab 15 Kilogramm wird es auf Dauer wirklich anstrengend! In diesem Fall wäre ein E-Bike wärmstens zu empfehlen!
  • Komfort für Ihr Kind: Hier kommen gleich mehrere Faktoren zu tragen: Unter anderem eine gute Sicht nach außen, ein Insektengitter, gute Belüftung im Innenraum, UV-Schutz und Wasserfestigkeit.
  • Platz & Stauraum: Je mehr Platz für Ihr Kind, desto angenehmer die Fahrt. Außerdem ist ausreichend Stauraum praktisch für Einkäufe und Gepäck im Urlaub.
  • Kleines Falt- bzw. Packmaß: Fahrradanhänger sind im Vergleich zum Kindersitz relativ sperrig. Entgegenwirken kann man, indem man ein faltbares Produkt kauft. Schauen Sie sich diesbezüglich die Maße in der Produktbeschreibung bzw. die technischen Daten des Anhängers an.

Wenn Sie fahrradbegeistert sind und gerne mit der ganzen Familie Ausflüge machen wollen, dann ist ein Kinderfahrradanhänger eine wirklich gute Investition für Sie. Beim Preis sollten Sie vorausschauend sein, denn ein hochwertiger Anhänger macht nicht nur mehr Freude und ist sicherer, er lässt sich später auch mit geringem Wertverlust weiterverkaufen. Egal für welches Modell Sie sich schlussendlich entscheiden: Fahren Sie vorsichtig und genießen Sie die gemeinsamen Radausflüge mit Ihren Liebsten!

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