11. August 2016

Tipps gegen Lebensmittelverschwendung


Leider landen Lebensmittel immer wieder im Müll. Egal, ob zu viel eingekauft, zu viel gekocht oder auf etwas im Eiskasten „vergessen“ – in der Familie können wir die ersten Schritte gegen die Lebensmittelverschwendung setzen.

Ich habe mir sehr viele Gedanken zu diesem Thema gemacht:

Was leben wir den Kindern vor, wenn sie sehen, wie oft Lebensmittel weggeworfen werden? Welches Bild vermitteln wir ihnen vom Wert der Lebensmittel?

Auf Lebensmittel vergessen

„Auf etwas vergessen“ – das passiert leider zu gerne und zu oft. Während das bei langlebigen Lebensmitteln oft kein Problem ist (Reis, Nudeln, etc.), kann das bei frischen Lebensmitteln durchaus ein Problem werden. Also sehe ich regelmäßig unsere Vorräte (insbesondere den Eiskasten) durch. Lebensmittel, die rasch verbraucht werden müssen, plane ich in die kommenden Mahlzeiten ein und reihe sie in Sichtweite ein.

Zu viel eingekauft

„Zu viel eingekauft“ – auch das ist immer wieder Thema. Auch bei uns gab es das – oft nicht wissend, was zu Hause ist, haben wir einfach ein Abendessen und anderes eingekauft. Das Ergebnis: Oft fehlt etwas und anderes hat man doppelt zu Hause. Gerade Letzteres verursacht wieder die Überschüsse im Eiskasten, die mitunter nicht mehr abgebaut werden können.

Abhilfe schafft hier ein Essensplan für die nächsten Tage/kommende Woche.

Mit dem Wissen, was wir zu Hause vorrätig haben, setze ich mich mit einem Kalender hin und plane die Mahlzeiten der nächsten Tage und den damit verbundenen Einkauf.

Eine detaillierte Einkaufsliste zeigt, was wir in welcher Menge benötigen. (Ganz Fleißige können parallel dazu das Aktionsblatt des „Stammsupermarktes“ durchsehen und die Mahlzeiten nach den Aktionen planen – aber das schaffe ich eher selten).

Zu viel gekocht

„Zu viel gekocht/zubereitet“ – es gibt einfach Speisen, die sich weder gut aufheben noch gut aufwärmen lassen. Oft ist es aber nicht einfach, die Mengen richtig einzuschätzen, mal haben wir alle mehr, mal weniger Hunger. Ich habe mir angewöhnt, die Speisen, die nur frisch schmecken, mengenmäßig knapp zu halten. Nicht, weil jemand hungern soll oder ich es niemandem vergönne! Sollte nach dem Essen wirklich noch jemand Hunger haben (was aber selten vorkommt), so hilft ein Obstteller oder ein Joghurt.

Ein Blick in den Müll

Es ist übrigens auch gut, sich anzusehen, was im Mistkübel landet. Denn da können wir davon ausgehen, dass genau diese Dinge nicht in dem Ausmaß oder gar nicht mehr gegessen werden. Gerade bei Kindern ändert sich der Geschmack sehr häufig! Als ich z.B. einmal Streichwurst, deren Haltbarkeitsdatum weit überschritten war, aus dem Kühlschrank gefischt habe, war das ein Zeichen, dass meine Tochter nicht mehr auf diesen „kulinarischen Leckerbissen“ steht…

Reduzieren: Wir bleiben dran

Nun die große Frage: Kann man die Menge an weggeworfenen Lebensmittel wirklich auf 0 reduzieren? Auf 0 habe ich es – das muss ich zugeben – noch nicht geschafft. Leider verdirbt (oft auch vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums) etwas oder wird einfach nicht gegessen. Aber ich sehe, dass wir die Menge schon sehr gut reduziert haben und arbeiten weiter daran. Außerdem macht sich diese Planung auch beim Familienbudget positiv bemerkbar.

 

Nachhaltigkeitsprojekt „Gutes Leben“

Spaziergeh-Spiele - Gutes Leben - meinefamilie.at

Dieser Blogbeitrag ist Teil des Nachhaltigkeitsprojektes „Gutes Leben“. In der Aktionswoche „Spuren hinterlassen“ geht es um das Thema Müll: Weggeworfene Lebensmittel und Plastikmüll belasten unseren Planeten. Wir regen Familien an, im eigenen Kreis über dieses Thema nachzudenken und entsprechende Akzente zu setzen: einen Müllplan zu erstellen oder gezielt einzukaufen, um die Zahl der weggeworfenen Lebensmittel zu reduzieren. Für Interessierte gibt es zahlreiche Hintergrundinformationen zu diesem Thema. Um dich anzumelden, schreib ein Mail an familienverband@edw.or.at.

Nähere Informationen

Unter allen Registrierungen verlosen wir das Buch „Ein Brief für die Welt – Die Enzyklika Laudato Si für Kinder erklärt“.

 

  • War dieser Artikel für dich hilfreich/interessant?
  • Ja   Nein


EIN ARTIKEL VON
  • Antonia Indrak-Rabl

    Als Mutter von zwei Kindern kenne ich den Familienalltag gut. Es freut mich, meine persönlichen Erfahrungen hier teilen zu können – auch wenn es „nur“ das Gefühl ist, „dass es woanders genauso zugeht“. Meine Leidenschaft für Familie setze ich als Geschäftsführerin des Katholischen Familienverbandes Wien auch beruflich um.


Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

meinefamilie.at