4. August 2015

Die beliebtesten Vornamen 2014


Welche Vornamen wurden 2014 am häufigsten vergeben? Die Statistik Austira veröffentlicht jedes Jahr die Hitlisten der Vornamen aller in Österreich geborener Babys.

Die Top Vornamen des vergangenen Jahres

Wer ein Kind erwartet kennt sicher neben, „Was wird’s denn Bub oder Mädchen?“, die Frage „Und habt’s schon einen Namen?“. Den richtigen Vornamen fürs Kind zu finden ist nicht einfach. Bei Namen schwingt nicht selten eine unterschwellige Bedeutung mit. So geht es zumindest mir bis heute so, dass ich manche Namen nicht mag, weil ich noch in der Volksschule Klassenkollegen dieses Namens hatte, die ich nicht mochte. Ich bin dann ganz überrascht, wenn ich jemand Netten mit diesem Vornamen kennen lerne. Soviel zum vorurteilfreien Leben. Es ist eine gute Gelegenheit sich ab und an selbst an der Nase zu nehmen.

Vorurteile und Vornamen

Aber es sind nicht nur die eigenen Vorurteile, Erfahrungen, die man mit Namen verbindet. Die Universität Oldenburg hat 2009 eine Umfrage unter Pädagogen durchgeführt, die zu dem Schluss kam, dass vor allem Namen aus dem englischen Sprachraum oder Namen, die auf ein Y enden, wie Cindy oder Mandy unter Lehrern einen besonders schlechten „Ruf“ haben. Von Chantal, Jaqueline oder Kevin gar nicht erst zu reden. Diese Namen wurden in den Medien schon ausführlich diskutiert. Das Zitat „Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose“ eines deutschen Pädagogen ließ aufhorchen.

Gut kommen hingegen bei Lehrern traditionelle Namen wie Sophie, Charlotte, Maximilian oder Alexander an. Diese Namen sind positiv besetzt und es werden ihnen Stärken wie Leistungsbereitschaft zugeschrieben.

Aber allen Urteilen und vor allem Vorurteilen zum Trotz, an erster Stelle steht, dass sich Eltern und später auch das Kind mit dem Namen wohl fühlen. Auch Kevins gehen auf die Universität und ein glückliches, geliebtes Kind ist so und so am Allerwichtigsten.

Sieger 2014

Auch 2014 haben Eltern bei der Wahl des Vornamens ihres Kindes Großteils auf die altbewährten, positiv besetzten Vornamen gesetzt. So waren 2014 Anna und Lukas die beliebtesten Namen in Österreich. Die Statistik Austria erstellt jährlich eine Namens-Hitliste all jener Babys, die mit österreichischer Staatsbürgerschaft zur Welt kommen. Im letzten Jahr waren das 32.114 neugeborenen Mädchen und 34.368 Buben.

Bei gleich 836 Mädchen, das sind 2,6 Prozent aller Neugeborenen, wurde der Name Anna in der Geburtsurkunde vermerkt. Anna scheint seit 1992 durchgehend in der Top10 Liste der beliebtesten Vornamen auf und war bereits 2012 und 2013 auf Platz 1.

812 Mal, das sind 2,4 Prozent wurde der Name Lukas gegeben. Von 1996 bis 2012 war Lukas immer auf Platz 1 der beliebtesten Vornamen und wurde nur 2013 von Tobias verdrängt.

Den zweiten Platz im Ranking belegen Hannah und Maximilian. An Beliebtheit gewonnen haben Vornamen wie Sophia, Marie, Jakob und David.

Top 10 der Vornamen

Mädchennamen 2014

  1. Anna
  2. Hannah
  3. Sophia
  4. Emma
  5. Marie
  6. Lena
  7. Sarah
  8. Sophie
  9. Laura
  10. Mia

Bubennamen 2014

  1. Lukas
  2. Maximilian
  3. Jakob
  4. David
  5. Tobias
  6. Paul
  7. Jonas
  8. Felix
  9. Alexander
  10. Elias

Insgesamt wurden 2014 81.772 Babys in Österreich geboren. Für die Statistik wurden jene 66.482 Babys berücksichtigt, die zum Zeitpunkt der Geburt die österreichische Staatsbürgerschaft hatten.

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EIN ARTIKEL VON
  • Katharina Spörk

    Lesen und Schreiben – meine zwei Leidenschaften zu vereinen, war immer ein großer Wunsch. Seit acht Jahren ist es auch mein tägliches Tun: als Redakteurin bei der Erzdiözese Wien. Das Arbeiten im Web fasziniert mich, die redaktionelle Mitarbeit für meinefamilie.at ist jetzt die Zugabe.


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