15. Mai 2015

Babyschwimmen fördert die Auge-Hand-Koordination


Beim Greifen nach Wasserspielzeugen üben unsere Babys, das Gesehene mit ihren Handbewegungen abzustimmen – die Auge-Hand-Koordination wird trainiert.

Zwei Augen, zwei Hände, ein Ball – lasset die Spiele beginnen!

Die erste Stunde dauerte schon ein Weilchen. Vergnügtes Plantschen im Kreis ließ das Eis schmelzen und mein Kleiner genoss das warme Nass. In dieser gelösten Atmosphäre sollten unsere Würmchen zum Schwimmen animiert werden. Als die Kursleiterin bunte Bälle vor die Nasen der baldigen Jungschwimmer warf, wurden deren Augen größer und größer. Widerstand war zwecklos. Auch mein Zwerg konnte seinen Blick nicht abwenden. Mit seinem Bauch auf meiner Handfläche liegend begann er, begeistert nach seinem roten Ball zu greifen. Doch mit der ersten Berührung und der einhergehenden Welle drohte der heißbegehrte Gegenstand zu entkommen. Nun wurde gerudert, was das Zeug hielt, um den Ball zu erwischen. Lachend, quietschend und mit den kleinen Händchen in Richtung Spielzeug plantschend bewegte sich unser Kleiner vorwärts. Mein Mann und ich genossen seinen Anblick sehr. Und sein Durchhaltevermögen erstaunte uns noch mehr. Aufgeben stand nicht an der Tagesordnung. Der Ball musste einfach in seinen Besitz gelangen, auch wenn das nicht das Ziel dieser Übung war.

Spiel, Satz, Sieg!

Auch in der zweiten Stunde ruderte unser Zwerg seinem Ball hinterher – lachend, quietschend, plantschend. Doch in der dritten Stunde wurde er nach zwei aufgeregten Fangversuchen plötzlich ganz still. Zunächst schien es, als hätte er das Interesse daran verloren, einem meist unerreichbaren Gegenstand hinterher zu jagen. Ausgestreckt mit seinem Bauch auf meiner Handfläche liegend ließ er sich durchs Wasser ziehen. Die Wellen wurden weniger. Da bemerkten wir den entschlossenen Blick unseres Kleinen. Kurz vor dem Ball verschwanden seine Ärmchen unter der Wasseroberfläche und schlossen sich zu einem Kreis. Dann ließ er die Falle zuschnappen. Sanft hob er seine Hände hinter dem Spielzeug nach oben und zog es ruhig zu sich heran. Der Ball war nun endlich ganz sein. Das Problem war gelöst.

Förderung der Auge-Hand-Koordination

Schwimmende Gegenstände werden aber nicht nur bei dieser speziellen Übung eingesetzt. Zum Beispiel animieren Quietschetierchen unsere kleinen Wasserratten dazu, nach oben zu sehen und dabei Nase und Mund über Wasser zu halten. Und auf schwimmenden Inseln warten Schaumgummifische, mit denen gespielt werden darf. Beim ständigen Greifen nach diesen Spielzeugen üben unsere Babys, das Gesehene mit ihren Handbewegungen abzustimmen – die Koordination von Augen und Händen wird trainiert.

Babys und Kinder im Schulalter entwickeln diese Fähigkeit spielerisch und ohne große Anstrengung. Mit zunehmendem Alter wird dies schwieriger. Also – was sollte uns davon abhalten, jede Gelegenheit zu nutzen unsere Kinder zu fördern? Egal ob sie im Wasser nach Schaumgummitieren greifen, auf der Wiese begeistert einen Ball werfen oder auf dem Wohnzimmerboden sitzend ein fantasievolles Bild zeichnen – sie verbessern ständig ihre Fähigkeiten und belohnen uns mit ihren strahlenden Augen.

Passend dazu: Babyschwimmen – probieren lohnt sich


Ähnliche Artikel

EIN ARTIKEL VON
  • Doris Mehofer

    Mein Leben – eine Torte. Man bereite aus meiner Familie, meinen Freunden und mir den Kuchen, fülle diesen mit meinen Erfahrungen und mein Wissen (Lehramt Mathematik und Germanistik, Malerei), glasiere ihn mit meiner Arbeit als AHS-Lehrerin, setze als Sahnehäubchen meine eigene Familie drauf und erhalte mein Leben.


Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

meinefamilie.at