25. Februar 2015

Die Zauberflöte für Kinder


Die Zauberflöte als Kurzversion für Kinder ist der ideale Einstieg in die Welt des Theaters & der Oper. Für zuhause oder an der Wiener Staatsoper.

Die Zauberflöte im eigenen Wohnzimmer

Die Zauberflöte von W. A. Mozart als Kurzversion für Kinder ist der ideale Einstieg in die Welt des Theaters und der Oper. Als Vorbereitung für die ganz Kleinen hilft die Beschäftigung mit dem Thema zu Hause vor dem Fernseher.

Papageno als Kindermagnet

„Der Vogelfänger bin ich ja, stets lustig, heißa hoppsassa!“ – diese Arie dürfte wohl vielen bekannt sein, ob sie nun einen Draht zur Oper haben oder nicht. Und der lustige, bunte Kerl, dem sie zugeeignet ist, dürfte wohl an ebenso wenigen unbemerkt vorübergegangen sein. Papageno die Plaudertasche, Papageno der Genussmensch, Papageno der lustige Vogel, sorgt in Mozarts „Die Zauberflöte“ für einiges Amüsement. Somit ist er einer der Hauptgründe, warum Kinder zumeist gerade mit diesem Werk in die Welt der Oper eingeführt werden, entspricht er doch genau deren Bedürfnissen nach einer unterhaltsamen Bühnenfigur.

Die Zauberflöte für Kinder an der Wiener Staatsoper

Da es sich aber um eine sehr lange Oper handelt, die das Durchhaltevermögen des jungen Publikums zu sehr beanspruchen würde, gibt es an verschiedenen Bühnen gekürzte Versionen mit der Dauer von einer Stunde zu sehen, gerade auf die Konzentrationsfähigkeit von Kindern zugeschnitten. So auch in der Wiener Staatsoper, die an einem einzigen Tag im Jahr geschlossene Veranstaltungen für Schulen veranstaltet. Das Besondere daran: der riesige Saal, in der Nacht zuvor noch dem Wiener Walzer gewidmet, verwandelt sich am Tag nach dem Opernball zu einer enormen Bühne, auf der tausende von Kindern die Geschichte von Tamino und Pamina, Papageno und Papagena aus nächster Nähe mitverfolgen dürfen.

Mit unserer Kleinen in der Aufführung

Unsere dreijährige Tochter war bereits sehr früh mit der „Papageno-Arie“ und einigen anderen Melodien dieses Werks vertraut, vor der Komplexität der Handlung war sie allerdings noch verschont geblieben. Einen Versuch starteten wir dennoch dieses Jahr, als sich ein Besuch der „Zauberflöte für Kinder“ ermöglichte. Mit der DVD derselben Produktion bereiteten wir unser Mädchen auf die bevorstehende Aufführung vor. Idente Ausstattung, Kostüme und Stückfassung förderten einen raschen Wiedererkennungseffekt und so war es dann auch: „Kommt der Papageno gleich?“ oder „Zuerst kommt der Tamino und dann der Papageno“ war etwa in regelmäßigen Abständen zu hören. Mit großen Augen und einem Lächeln auf den Lippen verfolgte unsere Tochter staunend das Schauspiel. Die DVD hatte ganze Arbeit geleistet und selbst eine Dreijährige konnte eine ganze Stunde lang volle Aufmerksamkeit aufbringen.

Die Aufführung selbst und der positive Nebeneffekt

In der Staatsopern-Produktion von „Die Zauberflöte“ ist Papageno nicht nur in seiner Rolle zu erleben, sondern er übernimmt auch den Part des Erzählers, um in eigenen Worten die Geschichte zu erläutern und den Kindern somit einen einfachen Einstieg in die Materie zu ermöglichen. Mit einfachen, aber eindrucksvollen Mitteln wird die Geschichte erzählt. Eindrucksvoll auch die Tiere, die beim Klang der Zauberflöte auf die Bühne kommen, lebensgroß und schon fast zu realistisch. All dies kann man auf der Live-Aufnahme mitverfolgen, die aufgeregten Kinder mit eingeschlossen. Der besondere Reiz liegt darin, dass ein noch jüngeres Kind sowohl mit Ausschnitten als auch mit der gesamten Kurzversion der Oper vertraut gemacht werden kann, bevor es im Theater der Flüchtigkeit des Moments unterliegt. Denn im eigenen Wohnzimmer lässt sich alles noch einmal und noch einmal wiederholen. Der positive Nebeneffekt: Fernsehen sinnvoll eingesetzt!

Siehe auch: Kindertheater Märchenbühne

Titelbild © Wiener Staatsoper

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EIN ARTIKEL VON
  • Sabine Láng

    Immer schon von der französischen Sprache fasziniert, nützte ich mein Studium der Theaterwissenschaft, um neben Wien auch in Paris zu studieren. Heute kann ich Französisch beruflich nützen. Mein Mann und ich haben die schöne Aufgabe, unsere 3-jährige Tochter an die Musik heranzuführen!


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