8. Juli 2015

Das Marionettentheater Schönbrunn


Abwechslung zum Kasperl? Mit einem gemischten Repertoire schafft das Marionettentheater Schönbrunn eine gelungene Alternative für Groß und Klein.

Sie suchen eine Abwechslung zum allgegenwärtigen Kasperl, wollen aber beim Puppentheater bleiben? Mit einem kleinen gemischten Repertoire schafft das Marionettentheater Schönbrunn eine gelungene Alternative und führt Kinder dabei in die Welt der Kultur ein.

Manche können sich vielleicht an meinen Artikel anlässlich unseres Besuches der „Zauberflöte für Kinder“ in der Wiener Staatsoper erinnern; seither, also mehrere Monate lang, lag mir meine Tochter in den Ohren, sie wolle wieder zum Papageno, „aber zu dem mit den Federn am Kopf!“ Naja, die Kindervorstellung der Staatoper wird an genau einem Tag im Jahr gegeben – so lange warten kam für sie nicht in Frage. Die lange Version „für Größere“ einem dreieinhalbjährigen Kind zuzumuten – das kam für mich (noch) nicht in Frage. Die Möglichkeiten auf diesem Gebiet sind allerdings nicht besonders zahlreich.

Die Zauberflöte im Marionettentheater Schönbrunn

Dass es ein Marionettentheater Schönbrunn gibt, war mir zwar bekannt, aber eine Aufführung hatte ich dort selbst noch nicht erlebt. Aus diesem Anlass steuerte ich nun diese Bühne an, denn die „Kinderzauberflöte“ ist fixer Bestandteil ihres Spielplans. Ab einem Alter von drei Jahren kann hier das junge Publikum die liebevoll gestaltete Produktion der „Kinderzauberflöte“ verfolgen. Durch die Geschichte führt Wolfgang Amadeus Mozart höchstpersönlich, sein Witz, für den er stets bekannt war, begleitet ihn sogar hier. Er erzählt und erläutert die Handlung, tritt mit den Protagonisten in einen Dialog und führt so durch die wichtigsten Stationen der Oper, für Kinder gut aufbereitet.

Im Anschluss wird den Besuchern ein Blick hinter die Kulissen gewährt, um zu sehen, wie das Spiel mit den Marionetten funktioniert.

Einblick in die Welt des Puppenspiels

Im Marionettentheater Schönbrunn kommt man jedoch nicht nur in den Genuss von Vorstellungen für Kinder und Erwachsene (die „Zauberflöte“ gibt es auch in der langen Version „für Größere“), sondern man erfährt auch Interessantes und Wissenswertes über Marionetten und das Marionettenspiel. Wussten Sie zum Beispiel, dass es ein halbes Jahr dauert, bis man in der Lage ist, eine Marionette zu führen? Und weitere drei Jahre, bis man auch gestalterisch mit ihr umgehen kann? Ein integriertes kleines Museum gibt auch über Fragen Aufschluss, die man sich bisher über diese Theaterkunst noch nicht so im Detail gestellt haben mag.

Kommt man zum ersten Mal, so wäre es ratsam, sich vorab einen Lageplan anzusehen, der online verfügbar ist. Das Theater ist nämlich nicht gleich auf den ersten Blick ersichtlich, auch Hinweistafeln sucht man vergeblich. Betritt man Schönbrunn durch den Haupteingang, so wird der Blick zunächst vom Schlosstheater angezogen, mit dem es nicht zu verwechseln ist. Zum Marionettentheater geht man erst auf das Schloss zu und unmittelbar davor unter den Arkaden linker Hand durch, bis es schließlich gut erkennbar ist.

Siehe auch: Kindertheater Märchenbühne ; Die Zauberflöte für Kinder

Marionettentheater Schönbrunn
Schloß Schönbrunn, Hofratstrakt, 1130 Wien
Telefon: 01 8173247
E-Mail: [email protected]
Webseite: www.marionettentheater.at

Öffnungszeiten
Kassa täglich von 11-17 Uhr und 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn

Preise
– Zauberflöte
Erwachsene: Kat. I € 35,–/ Kat. II € 27,–
Kinder:    Kat. I € 22,–/ Kat. II € 17,–

– Kindervorstellungen
Erwachsene:    Kat. I € 13,–/ Kat. II € 11,–
Kinder:    Kat. I € 10,–/ Kat. II € 9,–

Kinderpreis gilt bis 14 Jahre
Schüler und Studenten -10% Ermäßigung

Titelbild © Marionettentheater Schönbrunn



EIN ARTIKEL VON
  • Sabine Láng

    Immer schon von der französischen Sprache fasziniert, nützte ich mein Studium der Theaterwissenschaft, um neben Wien auch in Paris zu studieren. Heute kann ich Französisch beruflich nützen. Mein Mann und ich haben die schöne Aufgabe, unsere 3-jährige Tochter an die Musik heranzuführen!


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