3. Februar 2015

Ein Nachmittag im Verkehrsmuseum Wien


Letztes Wochenende beschlossen wir spontan, dem neuen Verkehrsmuseum Wien einen Besuch abzustatten. Seit Mitte September ist es in der früheren Remise Erdberg untergebracht und zeigt die 150-jährige Entstehungsgeschichte des Wiener Öffi-Verkehrs, insbesondere der Straßenbahn.

Für einen Tag U-Bahn-Fahrer sein

Letztes Wochenende beschlossen wir spontan, dem neuen Verkehrmuseum Wien einen Besuch abzustatten. Seit Mitte September ist es in der früheren Remise Erdberg untergebracht und zeigt die 150-jährige Entstehungsgeschichte des Wiener Öffi-Verkehrs, insbesondere der Straßenbahn. Historische Informationen, interaktive Stationen und natürlich alte Fahrzeuge geben Einblick und laden zum Mitmachen ein.

Stationen zum Mitmachen

Meine Kinder waren sogleich von den interaktiven Stationen begeistert: Wieso ist für eine Straßenbahn Gleichstrom besser als Wechselstrom? Wie war es, seinerzeit Schaffner zu sein? Und eine eigene Ansage einzusprechen und sie dann auch zu hören – so etwas ist immer lustig! Mein Sohn ließ es sich mit seinen zweieinhalb Jahren nicht nehmen, ins Mikrofon mehrfach „audeigen“ – was natürlich „aussteigen“ heißen sollte – zu schreien.

Spaß mit der U-Bahn-Simulation

Das absolute Highlight war jedoch der U-Bahn-Simulator im Verkehrsmuseum Wien. Hier konnten meine Kinder „richtig“ U-Bahn fahren, Gas geben und bremsen. Sie staunten über einen ausrangierten „Silberpfeil“, der Einblicke in Antrieb oder Belüftung gab. Und erst die Fahrerkabine mit den Lichtern und Knöpfen! Endlich durfte auch einmal über die Sitze geturnt und an der Haltestange Kletterversuche gemacht werden – Dinge, die sonst nicht erlaubt sind.

Zurück in die Kindheit

Selbst ich fühlte mich ein wenig in meine Kindheit zurückversetzt – kann ich mich doch noch an die Stadtbahn oder die alten Gelenksbusse erinnern. Kaum vorstellbar, wie man hier früher mit einem Kinderwagen eingestiegen ist! Da weiß man die modernen Niederflurbusse wieder richtig zu schätzen.

Ein wenig schade fand ich jedoch, dass die alten Garnituren nicht betreten werden konnten und auch von außen aufgrund der Höhe kaum Einblicke (insbesondere für Kinder) möglich waren. Und im Winter heißt es warm anziehen, da die Hallen nicht beheizt werden. Wir freuen uns jedenfalls schon auf die geplante Erweiterung 2015, die wir uns sicher ansehen werden!

Remise Museum Wien
Ludwig-Koeßler-Platz, 1030 Wien
Tel.: (01) 7909 – 46 803
E-Mail: [email protected]

Es ist mit folgenden Linien erreichbar:
U3 (Station Schlachthausgasse)
Straßenbahnlinie 18 (Haltestelle Schlachthausgasse)
Buslinie 77A (Haltestelle Ludwig-Koeßler-Platz)
Buslinie 80A (Haltestelle Ludwig-Koeßler-Platz)

Öffnungszeiten
Mittwoch:  09:00 – 18:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage mit Museumsbetrieb:  10:00 – 18:00 Uhr

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Titelbild © bilderbox.com



EIN ARTIKEL VON
  • Antonia Indrak-Rabl

    Als Mutter von zwei Kindern kenne ich den Familienalltag gut. Es freut mich, meine persönlichen Erfahrungen hier teilen zu können – auch wenn es „nur“ das Gefühl ist, „dass es woanders genauso zugeht“. Meine Leidenschaft für Familie setze ich als Geschäftsführerin des Katholischen Familienverbandes Wien auch beruflich um.


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