22. Juni 2015

In der Schallaburg sind die Wikinger los

Wikinger Schallaburg - meinefamilie.at

Wie haben die Wikinger wirklich gelebt? Die Ausstellung in der Schallaburg gibt bis 8. November 2015 Auskunft über das Leben der Nordmänner.

Bei Wikingern haben viele von uns als erstes “Wickie und die starken Männer” und die Zeichentrickserie im Kopf. Doch wie haben die Wikinger wirklich gelebt? Sind sie mit Hörnern auf ihren Helmen über die Meere gesegelt oder ist das alles erst später erfunden worden? Wie waren ihre Familien, was haben die Frauen gemacht, was haben sie getragen und was gab es zu essen?

Wer waren die Wikinger?

Die diesjährige Ausstellung auf der Schallaburg in Niederösterreich gibt bis 8. November 2015 Aufschluss über das Leben der Wikinger. Auf 1.300 Quadratmetern sind 500 Exponate zu sehen, die den Besucherinnen und Besuchern die Geschichte der Wikinger von 750 bis 1.100 n. Chr. näher bringt. Unzählige Mythen ranken sich um die Wikinger, deren Raubzüge das damalige Europa in Angst und Schrecken versetzten. Doch entgegen aller Klischees der bärtigen, brandschatzenden Männer, spielten die Familien bei den Wikingern eine große Rolle. Die Ausstellung beleuchtet die Rolle der Frauen und Mädchen in den Dörfern, Adelige und bäuerliche Bevölkerung und die Sklaven, die es gab.

Ausgestellt sind viele Schmuckstücke, Handwerksgegenstände, Schwerter, Grabbeigaben und natürlich ist auch den schnellen Schiffen viel Raum gewidmet, mit denen die Wikinger ihre Raubzüge begingen, aber sich auch als Händler bis in den Orient einen Namen machten. Und immerhin wissen wir heute, dass die Wikinger noch gut 500 Jahre vor Christoph Kolumbus Amerika entdeckten und besiedelten.

In Kooperation mit dem Ludwig Bolzmann Institut werden die klassischen archäologischen Ausstellungsstücke mit “virtueller Archäologie” ergänzt. Mit Bodenradar, Magnetometern und luftgestützten 3D Laserscannern wird die Landschaft in Skandinavien durchleuchtet und am Bildschirm erstehen alte Wikingersiedlungen wieder auf.

Die Wikinger interaktiv erleben

Spannend für Kinder sind nicht nur die speziellen Familienführungen, sondern auch viele interaktive Punkte in der Ausstellung. So kann man über einen Touchscreen sein Schiff ausstatten bis es seetüchtig ist und es dann vom Stapel laufen lassen. Es gibt die Möglichkeit die vielschichtige Götterwelt rund um Odin, Freya, Thor, Loci und vielen mehr kennen zu lernen. Einmal ganz Abseits der Hollywood Verfilmungen.

Renaissance erleben

Neben der Ausstellung gibt es noch ein interaktives Rahmenprogramm rund um die Schallaburg. So können sich Kinder von 7 bis 11 auf die Suche nach dem sagenumwobenen Hundefräulein machen. Jugendliche von 12 bis 14 unternehmen eine Kavalierstour durch das Renaissanceschloss und im Alter von 15 bis 19 gibt es eine Reise durch die verschiedenen Kunstepochen der Schallaburg. Schulklassen und Reisegruppen können bei ihrem Aufenthalt auch Bogenschießen.

Im Burggraben der Schallaburg wartet übrigens ein Abenteuerspielplatz der besonderen Art. Ein riesiger Drache aus Holz ist ein Klettergerüst, wie man es selten erlebt hat. Und wenn der Hunger zu groß wird, gibt es im Burghof ein Restaurant, das für alle großen und kleinen Wikinger Speisen hat.

ÖFFNUNGSZEITEN 2015:
28. März bis 8. November 2015
Montag bis Freitag: 9 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage: 9 bis 18 Uhr
Kassaschluss jeweils 1 Stunde vorher

Preise:

Schallaburg Eintrittspreise für Einzelpersonen, Gruppen, Familien und Kombikarten

Anfahrt:

Öffentlich und Private Anfahrt zur Schallaburg sowie Wanderrouten für den Weg zu Fuß und Rundwanderwege

Titelbild (c) MARTINA SIEBENHANDL / Schallaburg

  • War dieser Artikel für dich hilfreich/interessant?
  • Ja   Nein


EIN ARTIKEL VON
  • Katharina Spörk

    Lesen und Schreiben – meine zwei Leidenschaften zu vereinen, war immer ein großer Wunsch. Seit acht Jahren ist es auch mein tägliches Tun: als Redakteurin bei der Erzdiözese Wien. Das Arbeiten im Web fasziniert mich, die redaktionelle Mitarbeit für meinefamilie.at ist jetzt die Zugabe.


Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

meinefamilie.at