22. Mai 2015

Geocaching: Schatz versteckt und entdeckt


Beim Geocachen („geo“ griechisch für „Erde“ und „cache“ englisch für „Versteck“) geht man mit Smartphone oder GPS-Gerät auf die Suche nach einem Schatz.

Mit Smartphone oder GPS-Gerät auf der Suche nach dem Schatz

Louise ist 6 Jahre alt und lebt in Belgien. Dort geht sie seit einigen Monaten gemeinsam mit ihrem Vater einem Hobby nach: dem Geocaching.

Geocaching („geo“ griechisch für „Erde“ und „cache“ englisch für „Versteck“) – das ist eine moderne, eine elektronische „Schatzsuche“. Möglichst wasserdichte Behältnisse in verschiedenster Größe – das kann von der Filmdose bis zur Frischhaltedose alles sein – , die sogenannten „Caches“, werden an öffentlich zugänglichen Orten versteckt. Die Lage der Caches wird dann mit Hilfe geographischer Koordinaten genau definiert, diese werden im Internet veröffentlicht und können so mit einem GPS-Empfänger oder mit der entsprechenden App via Smartphone gesucht und gefunden werden. Der Eintrag ins „Logbuch“ des Caches und später dann auch auf der entsprechenden Website macht die erfolgreiche Suche für alle anderen „Geocacher“ auch nachvollziehbar.

Ein Schatz auf Reisen

Eines Tages hatte Louise die Idee, nicht nur den Schatz alleine zu suchen, sondern auch einen Gegenstand in eine dieser Schatzkisten zu legen. Ist das Behältnis nämlich groß genug, kann man das. Travelbug (“Reisekäfer” oder “Reisewanze”) heißen diese Gegenstände und sie sind meist mit einer Nachricht versehen: „Don’t keep me, I like to travel“ („Behalte mich nicht, ich reise gern“) Louise entschied sich für eine kleine Plastikfigur, einen Tiger. „Der glückliche Tiger“, diesen Namen hat das kleine Mädchen ihrem Schatz gegeben, reist seither quer durch Europa.

Für alle nachvollziehbar

Woher ich das alles weiß? Weil mein Mann und mein Sohn auch leidenschaftliche „Geocacher“ sind und sich so oft wie möglich auf die elektronische Suche nach dem Schatz machen. Eines Tages sind sie dabei auf Louises „glücklichen Tiger“ gestoßen und haben seine Geschichte auf der Website www.geocaching.com nachgelesen. Der Tiger hat es meinen beiden Männern gleich angetan und da wir zu diesem Zeitpunkt einen Urlaub geplant hatten, haben wir den Tiger einfach nach Italien mitgenommen, um Louises Schatz dort zu verstecken. Schließlich wollte er ja reisen, der Tiger.

In Italien haben wir einen besonders schönen Platz für ihn gefunden – an einem kleinen Fluss. Mehr darf ich nicht verraten! 😉 Auf der Website von www.geocaching.com hat mein Mann genau eingetragen, wo Louises Schatz jetzt liegt. Wir nehmen an, Louise hat sich gefreut, als sie gesehen hat, wie weit ihre Figur schon gekommen ist.

Weltweites Phänomen

Geocaching hat sich in den vergangenen Jahren als wahrer Geheimtipp unter den Freizeitbeschäftigungen entwickelt. Wie Louise und ihr Vater sind Tag für Tag tausende Menschen auf der ganzen Welt an allen nur denkbaren Orten auf der Suche nach den Caches. Sie tragen sich in die „Logbücher“ der Caches ein und entdecken ganz nebenbei wunderschöne Orte, den einen oder anderen richtigen Schatz eben, an die sie ohne das Geocachen vielleicht niemals gekommen wären. Um die erfolgreiche Suche nach dem Schatz auch nachvollziehbar zu dokumentieren, wird das Auffinden auf verschiedensten Plattformen im Internet penibel eingetragen.

All jene, die Geocaching, das Schatzsuchen per GPS-Gerät oder Smartphone für sich entdecken wollen, finden nähere Informationen zum Beispiel auf: www.geocaching.com, www.navicache.com, www.opencaching.de

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EIN ARTIKEL VON
  • Andrea Harringer

    „Meine Mami schreibt das auf, was ihr andere Leute erzählen.“ Das sagte mein Sohn, als man ihn fragte, was seine Mama beruflich mache. Seit 2001 bin ich Redakteurin in der Erzdiözese Wien, schreibe für den „Sonntag“ und versuche, Themen wie Familie, Kinder und Erziehung auch aus einem christlichen Blickwinkel zu beleuchten.


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