5. Juni 2019

das CAMP – mit Papa unterwegs


Naturgemäße Entwicklungsprozesse von Kindern und Jugendlichen entbehren heute meist jeglicher bewehrter Abläufe. Und auch gewachsene Kultur-Riten sind für viele von uns verloren gegangen. Gemeinsam Zeit verbringen zu dürfen, die nicht vom Funktionieren-Müssen bestimmt oder beherrscht ist – für Derartiges findet sich leider heute scheinbar kaum Zeit.

Die Beziehung zum eigenen Vater scheint heutzutage mehr als nur eine hohe Herausforderung darzustellen. Viele Väter haben sich aus der Familie hinaus verloren und die „Geschichte des verlorenen Sohnes“ ist – vor allem für die Söhne – eher jene des „verlorenen Vaters“ geworden, auf dessen Rückkehr inständig gewartet wird, oft ohne dass es etwas zu feiern gäbe…

das CAMP für Väter und Söhne UND Töchter

Bereits vor Jahren haben wir uns bei „Wakeupman“ vorgenommen, Erlebnisebenen zu schaffen, wo Väter und Söhnen gemeinsam ihre Welt teilen. Uns war damals die Verbindung zur Natur wichtig, weil wir diese Ebene als seelisch hochgradig heilsam betrachten und verstärkt einsetzten: gemeinsam Paddeln, am Feuer sitzen, der Austausch unter Männern – jungen und alten.

Kommenden Sommer ist es wieder so weit: Wir werden ein weiteres Mal unsere Erfahrungen in der Veranstaltung „das CAMP“ für Väter und ihre Söhne einbringen. Und heuer zum ersten Mal „das CAMP“ für Väter & Töchter. Unsere Initiativfragen dazu gehen in folgende Richtungen: „Welche Riten und Initiationen können die Beziehung zwischen Vater & Kind an einer speziellen Schwelle – jener zur Pubertät – stärken? Welche Bedeutung hat dabei das gemeinsame Schlafengehen und Erwachen, die Nacht und der Tag, die gewachsene Natur – aber auch Technik & Kultur?

Als Team ein Wochenende gemeinsam verbringen

An Schwellen-Übergängen erleben wir Menschen oftmals die intensivsten und prägendsten Erfahrungen. Unsere Träume und Visionen werden dort geboren – oder bleiben unentdeckt verborgen. Wer die Gegenwart bewältigen will, muss auch die Vergangenheit kennen und verstehen: Immer schon sind Menschen in die Wälder gegangen, immer schon haben Menschen Flüsse befahren und daran Kraft und Erfahrung erworben und gesammelt… Wir werden am „CAMP“ als Teams aktiv werden – in den Wald gehen, auf Wasserläufen unterwegs sein, gemeinsam den Einsatz alter Kultur-Techniken erproben. Solche, die bereits unsere Vorfahren kannten, um im Leben zu bestehen: Bogen schießen, Fackeln bauen, paddeln, Feuer machen, Grillen und Chillen etc. (Aber ganz bewusst auch: Kart fahren / oder vielleicht auch Schwimmen, wenn die Mädels das lieber wollen.)

Die Pubertät ist ein einschneidender Loslösungsprozess für unsere Kinder. Oftmals findet dieser Lösungsprozess für sie heute vereinsamt statt – für die Jungs als „Gamer“ vor dem Bildschirm, für die Mädels unterwegs als „Shopping-Queens“. Initiation ins Leben braucht definitiv AUCH anderes.

Im Camp werden wir die Verbindung zur Natur spüren – die Verbindung zu den Vätern, die Verbindung zu den Söhnen und Töchtern, die Verbindung zu den Elementen. Über all unsere Sinne werden wir unsere ureigene Natur, uns selbst, erfahren – UND die andere Natur / den anderen. Im „CAMP“ geht es um Orientierung, zwischenmenschliche Klärung und Kraft, um Mut und Demut.

Vater, Sohn und Tochter sein

Wollen wir als Männer der heutigen Zeit die Natur unseres „Vater-Seins“, unseres „Sohn-Seins“ oder „Tochter-Seins“ bekräftigen, dann werden wir uns Zeiten der Gemeinsamkeit zu schaffen haben. Zeiten, wo wir – all der heutigen Lebensdynamik zum Trotz – einander Hinwendung und Zeit schenken, damit Urvertrauen und Leichtigkeit uns wieder zuwachsen dürfen.

Natur – Mensch – Kultur, an den Schwellen des Lebens! – „Life is live“ Und wir alle mittendrin. Lerne (wieder) deine Leichtigkeit und Substanz kennen, erprobe deine Kraft, finde Vertrauen und Selbst-Vertrauen!

Mehr Infos finden Sie hier.


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