20. Juli 2016

Kühle Kirchen mitten in der City

Kühle Kirchen - meinefamilie.at

Kühlen Kopf bewahren heißt es angesichts steigender Sommertemperaturen. Aber wie? Unser Tipp: Ein Spaziergang mit der ganzen Familie durch die Wiener City.

Michaelerkirche - meinefamilie.at
Michaelerkirche © Wikipedia

Kühle Orte, die den Körper und ganz nebenbei auch noch Geist und Seele erfrischen? Die Wiener City hat auch in diesem Bereich eine Menge zu bieten: Die Michaelerkirche am Michaelerplatz etwa gleich bei der Hofburg mitten in der Stadt: Wer hierherkommt, war oft gar nicht auf der Suche nach der nächsten Sehenswürdigkeit. Die Menschen betreten die Kirche, sie suchen sich einen Platz, setzen sich hin, versuchen die Kirche mit allen Sinnen zu erleben. Etwa 1.000 Besucherinnen und Besucher hat die Michaelerkirche jeden Tag. Geöffnet ist sie von 7.00 bis 22.00 Uhr – ehrenamtliche Mitarbeiter machen das möglich. Diese Kirche gehört zweifelsohne zu den Kraftorten in der Wiener Innenstadt – der auch noch angenehme Temperaturen zu bieten hat: Mit 21 bis 24 Grad gehört die Michaelerkirche zu den kühlsten Orten in der City.

Staunen und entdecken

Augustinerkirche - meinefamilie.at
Augustinerkirche © Wikipedia

Nur ein paar Schritte weiter am Josefsplatz steht die Augustinerkirche. Viele Touristen kommen hierher, weil sie ein bisschen kaiserlich-königliches Flair spüren wollen. Schließlich ist die Augustinerkirche ja die ehemalige k. k. Hofkirche, in der die großen Feiern und Ereignisse des Hauses Habsburg stattgefunden haben und auch heute noch 54 Habsburger-Herzen bestattet sind. Was die Menschen aber hier finden, ist noch viel mehr als der Hauch der Geschichte: ein spiritueller Raum, der heute Stätte des Gebetes und Gottesdienstes ist, aber auch der Begegnung und der persönlichen Einkehr mitten in der Stadt. Dass das auch noch bei angenehmen 23 bis 25 Grad möglich ist, kann als zusätzliches Plus gewertet werden.

Zur Ruhe kommen

Aber nicht nur Michaelerkirche und Augustinerkirche sind in Zeiten, in denen die Temperaturen jahreszeitbedingt nach oben klettern, wahre Geheimtipps für alle, die nicht nur auf der Suche nach geistlicher, sondern auch nach körperlicher Labung sind: Der Stephansdom kann bei 23 bis 24 Grad erlebt werden, die Kapuzinerkirche bei 24 Grad, die Franziskanerkirche und die Jesuitenkirche sind bei 22 bis 24 Grad eine echte Wohltat und nicht nur für die Seele ein Gewinn.

Und die kühlste Kirche Wiens? Das ist wohl die Dominikanerkirche in der Postgasse mit 20 bis 23 Grad.

„Schatzkiste“ Kirche

Gerade Kinder sind übrigens schnell für eine „Schatzsuche“ in einer Kirche zu begeistern.

Wo gibt es in dieser Kirche einen Heiligen mit einem Schlüssel? Finden wir den Heiligen Antonius? Wo ist das Taufbecken? Kann man hier auch eine Kerze anzünden?

Die Antworten auf all diese Fragen kann man auch schon mit ganz kleinen Kindern suchen und finden. Und die Kinder lernen dabei auch ganz genau zu schauen und auf Details zu achten. Wem die Fahrt in die City von Wien dann doch zu anstrengend ist, der kann ja durchaus einmal in die eigene Pfarrkirche schauen und hautnah erleben, wie kühl und belebend – in doppeltem Sinn – es hier sein kann.

Ganz nebenbei lernen Kinder so auch verschiedene Kirchen kennen und bekommen mit der Zeit auch ein Gefühl dafür, was in keiner Kirche fehlen darf und was in – fast – jeder Kirche anders ist.

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EIN ARTIKEL VON
  • Andrea Harringer

    „Meine Mami schreibt das auf, was ihr andere Leute erzählen.“ Das sagte mein Sohn, als man ihn fragte, was seine Mama beruflich mache. Seit 2001 bin ich Redakteurin in der Erzdiözese Wien, schreibe für den „Sonntag“ und versuche, Themen wie Familie, Kinder und Erziehung auch aus einem christlichen Blickwinkel zu beleuchten.


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