Maria Spenger

Maria Spenger "Mein Tagebuch"

Eislaufen Tagebuch - meinefamilie.at
25. Januar 2016

Wochenende, Eislaufen und Hämatome


Wiedermal stand ein Wochenende an. Wozu konnten wir die freien Tage nutzen? Zeit mit Ehemann und Papa verbringen und endlich Eislaufen gehen!

Ach ja, zudem hatten wir auch lieben Besuch zum Wochenende. Eine junge Dame aus der Nachbarschaft hat ihrer Mama einmal Urlaub gegönnt und ist sozusagen für drei Tage bei uns eingezogen. Ihre Mutter hat mir vorsichtshalber erst nach ihrer Abreise verraten, dass ihr Töchterlein gewöhnlich abends weint und sich nach ihr sehnt. Puh – damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet, aber dank unserer wunderbaren Töchter, die sie von allen Seiten bequatscht haben und bei Laune hielten, hat alles wunderbar funktioniert.

Aber nun zurück zum Eislaufen. Beim Überlegen einer netten Aktion als Familie waren mein Mann und ich uns bald einig, dass Eislaufen Kinderherzen höher schlagen lassen könnte. Als wir am nächsten Tag das Geheimnis nach den unzähligen „Was machen wir heute?“-Fragen gelüftet haben, jubelte die Menge – bis auf einen. Aber irgendjemand muss immer aus der Reihe tanzen.

Zwischendurch muss Mama Psychologin sein

Gut, Frau Mama macht sich mit dem begeisterten jungen Volk auf, um die Eislaufschuhe zu holen. Es wird probiert, wem welches Paar passen könnte und welche Schuhe verstellt werden müssen (schon herrlich, diese Schuhe, die über 3-4 Größen verstellbar sind… ;-)) Nachdem alle einigermaßen gut angepasst waren, ging Benni an die Sache. Er probierte seinen Schuh. „Hey, du hast sie ja verkehrt an!“, rief ich laut in der Annahme, dass ein Siebenjähriger sein Schuhwerk schon richtig ankleiden kann. Gut, ich helfe ihm aus den Schuhen und wir versuchen es andersrum. Hmm…irgendwie hatten wir diese Situation schon einmal, dachte ich mir… Also gut, wir hatten zwei linke (oder waren es zwei rechte?) Eislaufschuhe. Sehr unpraktisch. Ich erinnere mich, dass wir dieses Paar von einer Freundin geschenkt bekommen haben, bereits vor 3 Jahren. Nun gut, jetzt musste die Psychologin aus mir heraus, denn sonst würde er in diesen Schuhen nicht aufs Eis gehen.

„Ach, wenn die so verkauft wurden, gehören sie vermutlich so. Vom Schnitt her ist nicht viel Unterschied. Nur die Schnallen schließen halt in die gleiche Richtung…“, sagte ich ihm. Uff, Gott sei Dank hat dieses Argument gegriffen.

Am Eislaufplatz angekommen bekamen wir noch für drei Minuten das „angezipfte“ aber eigentlich ängstliche Gesicht unseres Niki zu sehen. Nach einigen Gehversuchen fasste er allerdings Mut und begann zu fahren. Ab diesem Zeitpunkt war er für die nächsten eineinhalb Stunden nur mehr an uns vorbeiflitzend zu sehen – bis auf das eine Mal, wo er zu Boden knallte und eine Riesenbeule neben seinem Auge sichtbar wurde. (Derzeit sieht es übrigens aus, als hätte er sich ein „Veilchen“ bei einer Schlägerei zugezogen. Das wirft ein gutes Licht auf uns Eltern, da gleichzeitig der kleine Bruder einen Wahnsinns-blauen-Fleck auf der Stirn und eine Abschürfung bis zur Nasenspitze trägt, die er bei einem Unfall mit dem Roller ergatterte…)

Zurück im Auto war klar, dass der Nachmittag allen gefallen hat: „Wann können wir wieder Eislaufen gehen?“ Nun ist das Wochenende Vergangenheit, doch einige Hämatome erinnern daran.

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Spenger

    Eines schönen Tages fahre ich mit meinem Zweijährigen in der Straßenbahn. Er sieht einen Jogger in Leggins, läuft hin, gibt ihm einen Klaps auf den Hintern und ruft „Popschi!“ ;-) Was wir als Familie erleben, was uns bewegt und wie wir dadurch auch wachsen, könnt ihr in meinem Tagebuch lesen. Mit unseren sechs lebhaften Kindern leben wir in Wien und machen nichts Besonderes, außer Familie zu sein.


    Zum Tagebuch des Autors

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