Maria Lang

Maria Lang "Mein Tagebuch"

Gips - Mama, wie lange noch - meinefamilie.at
1. März 2016

Mama, wie lange noch?


Schon einmal habe ich versucht, mit Hilfe eines speziellen Kalenders die Wartezeit für unseren Jüngsten (4) zu verkürzen. Damals ging’s um Weihnachten. Wir haben einen „Fingerkalender“ erfunden, der wirklich alles einfacher machte.

Neue Herausforderung: Sohn mit Gips

Wir alle wachsen bekanntlich an unseren Herausforderungen. Jetzt stehe ich vor einem neuen, ähnlichen Problem: Gregor hat einen Gips am Arm und fragt mich täglich, wie lange er ihn noch behalten muss.

Anfangs wollte er den Gips vorm Schlafengehen abnehmen, bis wir ihn schließlich überzeugen konnten, dass dieses weiße Ding nun länger an seinem Arm bleiben würde…

Auf den ersten Gipsverband, den er nur eine Woche lang zu tragen hatte, hab ich ihm kurzerhand Eisenbahnschienen gezeichnet, eine Schwelle für jeden Tag. Heute durfte er den schweren Gips abnehmen, bekam dafür aber einen neuen, leichteren aus Kunststoff. Den muss er nochmal zwei Wochen tragen. Der Arzt hat mich bereits vorgewarnt, dass danach nochmal ein neuer Gips für etwa zwei Wochen folgen wird, bis alles gut verheilt ist. Sooo eine lange Zeit!

Das Warten kreativ überbrücken

Das Gute daran ist wirklich, dass die Verbände alle paar Wochen erneuert werden und das Ganze somit übersichtlich bleibt. Also hab ich ihm heute wieder neue Eisenbahnschienen auf den Verband gezeichnet, diesmal sogar mit Lok. Ein Feld pro Tag darf er nun bunt anmalen, bis wir wieder zur Kontrolle ins Krankenhaus fahren. Die Besuche dort machen ihm Spaß, denn Gregor unternimmt gerne Ausflüge, egal wohin. Und ganz allein mit Mama ist auch etwas Besonderes. Das Ausmalen der Eisenbahnfelder ist also durchaus mit Vorfreude verbunden. Na, fürs Erste hätten wir das Problem mal gelöst!

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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