Kerstin Cerne

Kerstin Cerne "Mein Tagebuch"

verantwortungsvollerziehen - meinefamilie.at
23. März 2018

Verantwortungsvoll Erziehen


Kinder sind ein Geschenk Gottes! Sie bringen uns Freude, Glück, Zufriedenheit, Erfüllung und Liebe. Kinder sind ein Segen und sie sind uns auch als ein Segen geschenkt worden. Die Aufgabe der Eltern besteht nun darin, die Verantwortung für das Kind zu übernehmen. Sie ins Leben zu führen und zu begleiten. Das ist ein Privileg, das wir genießen dürfen.

Gehorsam , Pflicht und Disziplin galten als oberste Tugenden

Je nachdem in welchem Verhältnis Erziehende zum Kind stehen und über welche Persönlichkeitsstrukturen sie verfügen, beeinflussen zum einen den Erziehungsstil und zum anderen seine Auswirkungen. Lange Zeit haben Kinder unter der autoritären Erziehung gelitten.

In einer autoritären Familienstruktur ist der Umgangston oftmals rauh und weniger herzlich. Das Verhältnis zu den Kindern ist entsprechend distanziert. Alles ist darauf ausgerichtet,  angebliches Fehlverhalten entweder zu verhindern oder zu bestrafen. Es werden viele und strenge Regeln aufgestellt, was den Handlungsspielraum des Kindes stark eingrenzt. Widerspruch wird nicht geduldet, auch Erklärungen gibt es nicht. Auch üben autoritäre Eltern viel Kritik an ihren Kindern und setzten sie bei unerwünschtem oder erfolglosem Verhalten herab. Dadurch werden Kinder dauerhaft in eine Position der Schwäche und der Abhängigkeit gedrängt. Diese autoritäre Erziehung prägte auch meine Kindheit und hatte entsprechende Auswirkungen auf mich.

Neustart mit dem eigenen Nachwuchs

Ich wollte es bei meinen Kindern anders machen. Oft scheint das Bekannte oder die Kraft des Bestehenden enorm stark zu sein. Aber mit Gottes Hilfe konnte ich alte Strukturen loslassen und neue Wege gehen. Gott gibt mir bis heute Kraft und Orientierung. Im Laufe der Zeit habe ich immer mehr meinen eigenen Erziehungsstil gefunden. Im zwischenmenschlichen Bereich schaffe ich einen „sicheren Hafen“ durch Wärme, Zuneigung, Akzeptanz und Einfühlungsvermögen. So entsteht Vertrauen zu den Eltern und das wiederum spielt eine wesentliche Rolle in der Erziehung. Es gibt ein ausgewogenes Verhältnis von Autorität und Freiheit. Durch „Grenzen setzen“ schaffe ich einen Handlungsspielraum in dem sich die Kinder frei bewegen können. Ziele und Werte innerhalb dieser Grenzen versuche ich so weit wie möglich zu erklären, damit die Kinder auch den Grund für ihr Handeln verstehen lernen. Mir ist es wichtig, den Kindern die Folgen ihres Verhaltens verständlich zu machen.  Bei Regelverstößen gibt es liebevolle, aber klare Konsequenzen, die unmittelbar mit der Tat zu tun haben. Die Praxis zeigt, dass manchmal auch Grenzen neu gesetzt werden müssen.

Ständiger Austausch ist wichtig

Man verändert sich und lernt dazu. Das führt zum Umdenken und zu einer Neuorientierung. Je nachdem in welchem Alter meine Kinder sind und ob es mir wichtig und wertvoll erscheint, werden diese neuen Erkenntnisse und Änderungen gemeinsam besprochen.  Wir sind den ganzen Tag über in Kommunikation und Interaktion. Dadurch entwickeln die Kinder soziale Kompetenzen, die für das spätere Leben wichtig sind. Zudem können sie Vertrauen in sich selbst aufbauen und ein gesundes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl entwickeln.

Diese bedeutende und ehrwürdige Verantwortung für die Kinder ist unser, doch sie ist auch ein wunderbares Vorrecht. Eines der erfüllensten Erlebnisse auf der Welt ist es, Kinder zu haben.

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EIN ARTIKEL VON
  • Kerstin Cerne

    Kindererziehung hat für mich eine große Bedeutung. So wie wir unsere Kinder ins Leben begleiten, werden sie später im Leben stehen. Als Mutter von 3 Kindern kann ich mich dieser Aufgabe so richtig stellen. Nebenbei arbeite ich leidenschaftlich als Eltern-Kind-Gruppenleiterin.


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