Maria Lang

Maria Lang "Mein Tagebuch"

Sprossen züchten - meinefamilie.at
22. Februar 2016

Sprossen züchten mit meinem Recycling-Trick


Für ein besonderes Rezept, das wir nächste Woche kochen werden, brauchen wir frische Sprossen – oder Keimlinge. Da hab ich mir gedacht: Wozu kaufen? Die machen wir einfach selbst!

Die Kinder sind begeistert von dieser Idee und ich freue mich auf vitaminreiches Gemüse aus eigener Aufzucht – mitten im Winter! Da wir keinen Profi-Keimapparat haben, verwende ich einen alten Recycling-Trick.

Seit zwei Tagen stehen nun zwei alte Gurkengläser auf dem Fensterbrett, die als Mini-Gewächshäuser dienen. Ich hab dieses Experiment in irgendeinem Bastelbuch gefunden, vor Jahren schon ausprobiert und es hat geklappt. So bin ich auch diesmal zuversichtlich, dass aus den Mungbohnen und den Weizenkörnern innerhalb einiger Tage schöne, gesunde Sprossen werden!

So werden die Körner zu Sprossen

Für alle, die das noch nie versucht haben, eine kurze Anleitung.

Du brauchst dazu:

  • Ein leeres mittelgroßes Gurkenglas (ca. 1 l) ohne Deckel
  • Eine kleine Schüssel
  • Ein Stück Moskitonetz oder Kunststoffgaze (ca. 12×12 cm)
  • Einen dicken Gummiring
  • 2 Esslöffel Mungbohnen, Linsen oder Weizenkörner
  • 1 Prise Rettich- oder Radieschensamen

So wird’s gemacht: Zu Beginn werden die Körner im Glas über Nacht (ca. zehn Stunden) in lauwarmem Wasser stehengelassen. Dann bitte das Netz mit dem Gummi befestigen, das Wasser abgießen und die Körner zwei bis drei Mal durchspülen, damit sich kein Schimmel bildet. Die Rettichsamen helfen dabei übrigens auch. Nun wird das Glas mit dem Moskitonetz schräg nach unten in die Schüssel gekippt an einem hellen Platz aufgestellt. So kann Luft hinein und Wasser hinaus. Bitte nicht direkt in die Sonne stellen! Ideal sind 21 Grad Celsius Raumtemperatur.

Die Körner müssen nun zweimal täglich mit lauwarmem Wasser gut durchgespült werden.

Nach vier bis sechs Tagen sind die Sprossen soweit gewachsen, dass man sie essen kann – als Salat oder kurz blanchiert bzw. im Wok gebraten.

Vor dem Verzehr nochmal gründlich spülen und abtropfen lassen! Falls man sie nicht sofort braucht, können sie im Kühlschrank noch vier Tage aufgehoben werden. Gutes Gelingen und viel Freude beim Beobachten!

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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2 Kommentare
  • Li, 3. März 2016, 14:01 Antworten

    ich kenn das, mir ist aber n wohl mit der idee von kunstoffgaze am essen... was f ein kunststoff ist das eigentlich? - hast du's mal mit einer stoffwindel o.ä. versucht?

    • Maria Lang, 3. März 2016, 23:22 Antworten

      Hallo, nein, ich habs genau nach der Anleitung gemacht. Hatte noch ein Stück altes Moskitonetz. Der Vorteil von Kunststoff ist wahrscheinlich, dass er schnell trocknet und nicht so leicht schimmelt. Schimmel ist ja eins der Probleme, das bei einer solchen Sache auftreten kann. Vielleicht klappt es aber auch, wenn du einen Schraubdeckel verwendest, in den du viele kleine Löcher bohrst. Dann stimmt die Belüftung und das Wasser kann ablaufen. Probier's einfach mal!

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