Maria Lang

Maria Lang "Mein Tagebuch"

Sommerregen - ein Tag zum Höhlenbauen - meinefamilie.at
1. September 2017

Sommerregen – ein Tag zum Höhlenbauen


Heute ist ein richtiger Regentag. Es schüttet in Strömen! Tja, auch mitten im Sommer kann es manchmal einige Tage durchregnen. Nach der wirklich heißen, trockenen Phase empfinde ich das als sehr angenehm. Doch die Kinder haben das nicht so gern und hängen nur lustlos herum.

“Uns ist fad! Was sollen wir machen?”

Hm. Da ist guter Rat teuer. Denn ich möchte ja nicht, dass sie mir vor lauter Langeweile das Haus komplett umkrempeln.

Heute eine Höhle

Malen, Basteln und Knetmasse-Spielen kann man natürlich immer. Aber das ist ihnen heute zu unspannend. Ich überlege fieberhaft. “Wie wäre es, wenn ihr euch eine Höhle baut?”, kommt mir die rettende Idee. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als ich mit meinem jüngeren Bruder die tollsten Polsterburgen baute. Sara und Gregor finden die Idee gut. Sie machen sich gleich dran, die Couch im Wohnzimmer umzugestalten. Ich bringe ihnen einige Decken und Extra-Polster. “Wir bauen ein Schiff!”, schlägt Sara vor. Gregor ist einverstanden. Eifrig werden tonnenweise Kuscheltiere vom Kinderzimmer geholt. Anscheinend müssen alle auf diese Arche Noah. Erst als die beiden beginnen, Trink- und Essensvorräte aus der Küche auf ihr Schiff zu befördern, schreite ich ein. Langsam, langsam. Die Tiere brauchen nur symbolisches Futter. Schnell hole ich ein paar Hände vollorganisches Verpackungsmaterial aus Maisstärke aus dem Keller. Das habe ich mal von einer Bekannten geschenkt bekommen und für solche Zwecke aufbewahrt. Mit diesen Dingern kann man übrigens auch toll basteln, ähnlich wie mit Playmais. Die Kinder sind begeistert und der Vormittag gerettet.

Doch der Tag ist noch lang. Nach dem Essen kommen die beiden wieder zu mir. Sie wollen etwas anderes spielen. Also räumen wir erst mal das Polsterchaos im Wohnzimmer auf. Da es lustiger ist, machen wir gleich ein Spiel draus. Die Kuscheltiere werden in einem kleinen Boot, sprich Wäschekorb die Stiege hochtransportiert. So viel Zeit auf hoher See hatten die Tiere schon lang nicht mehr!

Nachmittagsprogramm Apfeltaschen backen

Am Nachmittag kommt mir eine Idee. Ich habe eine Menge Äpfel zu verwerten – Fallobst aus dem Garten. Wir könnten doch gemeinsam kleine Apfeltaschen backen! Schnell hole ich zwei Packungen Fertig-Blätterteig vom Supermarkt. Die Kinder helfen mir, die Äpfel vorzubereiten. Wir schneiden und schälen und hören dazu Kinderlieder. Es ist richtig nett. Dann darf jeder seine eigene Apfeltasche mit geschnittenen Apfelstücken, Rosinen, Bröseln, Zucker und Zimt befüllen. Beim Zukleben helfe ich ein bisschen, damit das Werk nicht wieder auseinanderfällt. Auch für Georg und die Jungs machen wir jeweils eine Apfeltasche. Bald schon erfüllt köstlicher Duft die Küche. Wir decken den Tisch und bereiten eine Kanne Malzkaffee zu.

Nichts ist schöner als ein kleines Kaffeekränzchen auf der Veranda, wenn es in Strömen regnet!

Bald schon sitzen wir unter dem sicheren Dach im Trockenen, genießen unsere Köstlichkeiten und sehen dem Regen zu. Wer sagt denn, dass Regentage langweilig sein müssen?

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung zur Krankenschwester sozial in Indien tätig. Jetzt unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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