Kerstin Cerne

Kerstin Cerne "Mein Tagebuch"

kind annehmen wie es ist - meinefamilie.at
1. Februar 2019

Sein Kind annehmen wie es ist


Als Mutter hat man oft den Wunsch nach einem Wunschkind. Wunschkind auf Bestellung. Eine spannende Sache. Was aber, wenn dann doch nicht alles so ist, wie man sich das vorgestellt hat?

Ein Kind ist unterwegs.

Man freut sich riesig. Man macht sich Gedanken, wie es wohl aussehen wird, hofft, dass das Kind gesund ist und vieles mehr. Vorstellungen und Wünsche einer werdenden Mutter. Was macht man aber, wenn dann doch nicht alles so ist, wie man sich das vorgestellt hat.

Das Kind so anzunehmen wie es ist, ist keine Selbstverständlichkeit.

Oft sind es Verhaltensweisen, die einem an seinem Kind stören. Wesenszüge, die man gar nicht sehen möchte oder Charaktereigenschaften, mit denen man schwer zurecht kommt. Reinhold Niebuhr, ein Theologe und Philosoph sagte einmal: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge so hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden“.

Es annehmen.

Das Kind lernen so anzunehmen wie es ist, bedarf einer grundlegenden Auseinandersetzung mit dem Kind und mit sich selbst. Vielleicht sich einmal die Frage zu stellen, warum ist das Kind so und trage auch ich selbst etwas dazu bei?

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“, wie es Antoine de Saint-Exupèry zu Papier bringt.

Die Liebe eröffnet einem den Blick für das Wesentliche. Sie sieht den Menschen. Den Menschen in seiner ganzen Würde und Besonderheit. Sie lässt die Größe jedes einzelnen erkennen und hält ihren Blick nach oben.

Jeder von uns ist Einzigartig. Eine Kombination aus Persönlichkeit, Veranlagung  und Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens machen.

Kinder brauchen einen guten Begleiter, jemanden der sie auf ihrem Weg unterstützt. Der ihre Stärken erkennt und sie annimmt wie sie sind. Jeder Einzelne unterliegt einem ständigen Wachstumsprozess. Nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern entwickeln sich ständig weiter. Beherzigt miteinander umzugehen und gemeinsam zu wachsen ist wohl eines der größten Geschenke, die eine Familie bieten kann, wie aber auch zu erkennen, wie bereichernd jeder Einzelne für seine Familie ist. Die Zusage Gottes, dass er mich als Elternteil für dieses Kind ausgesucht hat, macht mich stark und zuversichtlich. (Apg. 17,26)

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Das Kind so anzunehmen wie es ist, ist ein Prozess der Zeit braucht. Doch es bringt einem zum Staunen, wie stark und kraftvoll dieser Weg ist, wenn man einen klaren Blick vor Augen hat. Man lernt durch sein Kind, für sich und für sein Leben. Deshalb stimmt es in jeder Hinsicht, wenn es heißt: „Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn“, Psalm 127, Vers 3.

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EIN ARTIKEL VON
  • Kerstin Cerne

    Kindererziehung hat für mich eine große Bedeutung. So wie wir unsere Kinder ins Leben begleiten, werden sie später im Leben stehen. Als Mutter von 3 Kindern kann ich mich dieser Aufgabe so richtig stellen. Nebenbei arbeite ich leidenschaftlich als Eltern-Kind-Gruppenleiterin.


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