Maria Lang

Maria Lang "Mein Tagebuch"

schneller gesund - meinefamilie.at
3. März 2018

Schneller gesund werden!


Momentan ist wieder eine massive Krankheitswelle. Viele unserer Bekannten liegen mit Grippe im Bett, einige hatten sogar eine Lungenentzündung. Wir haben uns bisher als Familie ganz wacker geschlagen im Kampf gegen Viren und Bakterien, doch nun sind auch ein paar von uns angeschlagen. Sara hat seit einigen Tagen Halsweh und Ohrenschmerzen und Gregor seit heute auch. Ich weiß nicht, warum. Immer wieder hab ich versucht, Erkältungen zu vermeiden durch gesundes Essen, genug Schlaf, frische Luft und warme Kleidung. Wenn dann trotzdem jemand krank wurde, wollte ich unbedingt die Krankheitsursache herausfinden, um in Zukunft die richtige Prophylaxe anzuwenden. Doch umsonst. Es ist eben manchmal einfach so, dass man krank wird.

Primär Hausmittel verwenden

Ich versuche, Erkältungskrankheiten möglichst lang mit Hausmitteln zu bekämpfen. Meist sind Zwiebeln und Topfen und ätherische Öle mit im Spiel (als Wickel, Inhalation,…). Sara hat zum Beispiel heute „Kopfhörer“ aus Zwiebelscheiben bekommen, um das Ohrenstechen zu lindern. Sie fühlte sich sogar richtig „cool“ damit. Aber wenn das Fieber und die Schmerzen zu stark werden, bekommt sie schon auch mal „Nureflex“-Saft. Unnötig leiden sollen die Kinder nicht.

Spielerischer Ablenkung

Wenn sie dann schon mal krank sind, versuche ich ihnen das Kranksein möglichst angenehm zu gestalten. Am liebsten würden sie das Wohnzimmer belagern, aber das möchte ich nicht. Stattdessen sind sie im Bett, dürfen aber verschiedenste Spielsachen mitnehmen, die dort sonst nichts verloren haben. Sara hat ihre Kaufmannsladen-Sachen aufgebaut. Fast die Hälfte ihrer Matratze ist davon verstellt. Es sieht aus wie auf einem orientalischen Basar. Bunte Obst- und Gemüseberge türmen sich und auf einem kleinen Ofen wird irgendwas gekocht. Jedes Ding hat ein Preisschild.

Wer auch immer das Zimmer betritt, wird genötigt, einzukaufen. „Naja“, denke ich, „Wenn es die Genesung meiner Tochter fördert, kauf ich eben mal buntes Plastikgemüse… zu etwas überteuerten Preisen.“ Sara ist eine gute Geschäftsfrau. 😉

Für morgen haben sich die beiden schon überlegt, was sie spielen wollen. Der Basar soll erweitert werden. Nun, da Gregor auch „Vollzeitkranker“ ist, leistet er seiner Schwester die ganze Zeit im Stockbett Gesellschaft. Bisher war er nur ab und zu bereit, mit ihr zu spielen… Ich schmunzle über den Eifer der beiden, sage „Gute Nacht“  und gehe die Küche aufräumen. Jetzt merke ich erst, wie müde ich vom vielen Herumlaufen bin!

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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