Markus Stegmayr

Markus Stegmayr "Mein Tagebuch"

verreisen mit kindern - meinefamilie.at
25. November 2018

Reiseorte, die Kinder lieben


Nicht nur die Art zu reisen verändert sich, wenn man Kinder hat. Auch die Ziele werden andere. Doch es gibt keinen Grund zum Verzweifeln und dafür, seine eigenen Interessen hintanzustellen.

Man kennt das. Nicht nur Kindern jammern gerne, auch Eltern tun es immer wieder. Denn früher war, anscheinend, alles besser. Man ist stundenlang durch Museum flaniert, hat sich die Nächte in den Weltstädten dieser Erde um die Ohren geschlagen und hatte nur das Paar-Sein im Fokus.

Davon abgesehen, dass das meist so bei ehrlicher Betrachtungsweise gar nicht stimmt bzw. sich auch damals schon, so ganz kinderlos, Tendenzen zu nähergelegenen Reisezielen und zum früher Schlafen gehen eingeschlichen haben, muss klipp und klar festgehalten werden, dass das Freizeit-Leben nicht vorbei ist, wenn man Kinder hat.

Museen

Es ist ein unbegründeter Mythos, dass Kinder Museen nicht ausstehen können und stattdessen lieber Tag und Nacht auf Spielplätzen herumhängen möchten. Nur die Art der Kunstvermittlung verändert sich. Es gibt hervorragende Führungen in Museen, die sich schon an die Kleinsten wenden und mittels spielerischer Mittel Kunstwerke zugänglich machen. Dabei lernen meist auch Eltern dazu. Nämlich wie man Kunst, die man ansonsten gerne auf einen zu hohen Sockel stellt, ganz handfest und spannend erklärt und nähergebracht werden kann.

Gemeinsam „chillen“

Man war nicht immer so partywütig wie man im Nachhinein selbst glaubt, gewesen zu sein. Was spricht also dagegen einen Ort zu wählen, an dem Eltern gemütlich bei einem kleinen Glas Wein zusammensitzen können, während Kinder ungestört und sicher spielen können? Ein Appartement inklusive kleiner Terrasse auf einem Campingplatz kann der ideale Platz für Eltern und Kinder sein.

Spieleland & Co.

Etwas gewagter, aber noch immer denkbar ist es, dass Eltern und Kind(er) ihr Glück in einem Spieleland oder einem Freizeitpark finden. Zumeist kann man in unmittelbarer Nähe oder direkt in den Parks oder „Ländern“ übernachten. In den allermeisten Fällen sind die Zimmer dieser Übernachtungsmöglichkeiten interessant bis lustig dekoriert und in manchem Fall kommt es vor, dass Erwachsene von Nostalgie-Anfällen heimgesucht werden, weil dieser oder jener Zeichentrickfilm-Held damals in der eigenen Jugend schon absolut angesagt war. So kommen Generationen zusammen und haben gemeinsam Spaß.

Städtetrips

Ja, richtig gehört. Auch das geht mit Kindern ab einem gewissen Alter, sagen wir ab sechs, recht gut. Auch hier vorausgesetzt natürlich, dass die Eltern die richtigen Instinkte und das richtige Gespür für die Interessen und Bedürfnisse der Kinder mitbringen. Langes Ansehen von alten Gebäuden von außen ist in den allerseltensten Fällen drin. Aber Gebäude von drinnen, Stichwort Spielzeugmuseen oder interaktive technische Museen können für Kinder faszinierend sein. Auch der eine oder andere Café-Besuch, zumal wenn in großstädtischer Atmosphäre und ungezwungen, kann als Familie und vor allem für Kinder ein Erlebnis sein.

Fazit

Es geht. Man kann mit Kindern reisen ohne zu jammern und ohne sich selbst zu verleugnen. Mit einem realistischen Selbstbild und einem guten Gespür für die eigenen Sprösslinge steht dem nächsten Familienurlaub mit beiderseitiger Glücksgarantie wenig im Wege.



EIN ARTIKEL VON
  • Markus Stegmayr

    Als freier Journalist, Blogger und Hobby-Gastrosoph besteht mein Berufsalltag hauptsächlich aus lesen, schreiben, hören und essen. Mein Familienalltag bringt diesen Rahmen aber oft gehörig aus der Fassung. Genau darüber lohnt es sich aber wiederum zu schreiben!


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