Maria Lang

Maria Lang "Mein Tagebuch"

Sandkiste - meinefamilie.at
1. August 2016

Wir renovieren unsere Sandkiste


Als wir vor acht Jahren in unser Haus gezogen sind, haben wir im Garten eine große Sandkiste angelegt, die die Herzen unserer Kinder höher schlagen ließ. Sie bot genügend Platz für mehrere Kinder und sie verbrachten Tage mit dem Bauen von Sandburgen und Dinosaurierlandschaften.

Nun sind die beiden älteren Jungs in einem Alter, wo sie nicht mehr so großes Interesse am Sandspielen haben. Sie verwirklichen schon ihre eigenen Projekte, wie eine kleine Hütte, die sie ganz allein zusammengezimmert haben. Außerdem ist die Sandkiste ziemlich zugewachsen und schreit nach Renovierung. Georg und ich haben beschlossen, das heuer endlich zu tun. Ich starte das Projekt, indem ich gemeinsam mit einigen Kindern, die zu Besuch sind, in einer Ecke Gras auszureißen beginne. Wir finden dabei einige Ameisenbaue und machen den Tierchen klar, dass sie sich eine neue Bleibe suchen müssen.

Ein gemeinsames Projekt

In Etappen arbeite ich mich weiter vorwärts. Die wiedergewonnene Sandfläche ist beachtlich und die Kinder freuen sich sehr. Nun klinkt sich auch Georg ein, der ja eigentlich der Projektleiter ist. Professionell, wie alle seine handwerklichen Vorhaben, baut er eine neue Eingrenzung aus wetterfestem Akazienholz. Die Sache soll schließlich wieder eine paar Jahre halten.

Unsere Jungs sind begeistert, mit Papa im Garten zu werken und helfen tüchtig mit.

Ich sorge dafür, dass Gregor und Sara nicht zu sehr im Weg stehen und beschäftige sie damit, das restliche Unkraut zum Komposthaufen zu transportieren.

Das Ziel vor Augen

Am nächsten Tag folgt der Höhepunkt unserer Aktion: Wir holen frischen Sand! Mit einem ausgeborgten Anhänger fahren wir ein paar Mal zum Schotterwerk und laden den feinen Sand in der Garageneinfahrt ab. Jetzt geht’s richtig los! Die Kinder und auch wir Erwachsene fahren zig Mal hin und her, um den Sand in die neue Kiste zu befördern. Unermüdlich schaufeln die Großen unsere Scheibtruhen voll.

Als wir endlich fertig sind, möchte ich mir einen Liegestuhl mitten in der Sandkiste aufstellen, die Augen schließen und vom nächsten Strandurlaub träumen. Doch die Kinder protestieren. Sie sind nun an der Reihe mit Burgenbauen und so weiter. Ja, ja, ich habe verstanden. Meinen „Strandurlaub“ gibt’s erst, wenn die Kinder im Bett sind. Auch ok, denn glücklicherweise scheint dann ja immer noch die Sonne… :-).

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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