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Familie A. "Mein Tagebuch"

Nest-Rausschmiss, wenn das Baby kommt - meinefamilie.at
26. August 2016

Nest-Rausschmiss, wenn das Baby kommt


Wir haben sechs Kinder. Das heißt, fünf davon haben einen Nest-Rausschmiss erlebt, als das nächste Baby gekommen ist. Damit sich die Eifersucht auf den neuen Mitbewohner in Grenzen gehalten hat, habe ich die Geschwister immer schon möglichst früh in die Babybetreuung einbezogen.

Auch ein „Kannst du bitte das Baby kurz halten?“ hilft dem dreijährigen Bruder, sich groß und wichtig zu fühlen.

Den Schulkindern haben wir eingeschärft: „Wenn du von der Schule kommst, stürze dich bitte nicht sofort aufs Baby. Begrüße zuerst stürmisch das zweitkleinste Kind – und dann erst das Baby! Denn das Baby fühlt sich nicht zurückgesetzt!“

Nur du und ich: Zeit nur mit Mama

Und dann habe ich möglichst bald mit dem „aus dem Nest geworfenen“ Kind regelmäßig (einmal pro Woche) etwas Spezielles unternommen – nur mit ihm allein, ohne Baby: Musikgarten, Tanzwerkstatt, Eltern-Kind-Massage,… „Mami hat für mich Zeit – ganz alleine!“ ist die Botschaft, die damit ankommt.

Und auch im Alltag lassen sich Gelegenheiten finden, nur mit einem Kind alleine zu sein: beim Einkaufen, beim Besuch meines Vaters im Spital, beim gemeinsamen Kochen, beim Schlafengehen. Jedes Kind hat so seine Vorlieben: Eines öffnet sich, wenn wir gemeinsam unterwegs sind. Das andere, wenn ich am Abend bei ihm im Zimmer liege. Das dritte bei gemeinsamer Arbeit. So versuche ich, wachsam zu bleiben:

Was braucht das Kind, um sich geliebt zu fühlen?

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EIN ARTIKEL VON
  • Familie A.

    Wir sind Familie A. und leben am Stadtrand von Wien. Verheiratet seit 1993 haben wir bald Kinder bekommen. Und weil das Leben mit Kindern sooo schön ist, haben wir inzwischen sechs davon! Familie ist unsere Berufung, und das Know-How dafür haben wir in Schönstatt gefunden. Sechs Kinder – da erlebt man einiges, da kann man was erzählen! Und weil wir jetzt seit bald zwei Jahren die Nächte (meistens) wieder durchschlafen können, haben wir wieder Kapazitäten frei. So referieren wir auf Familientagungen, schreiben für die Zeitschrift Familie als Berufung und neuerdings für meinefamilie.at – unseren Kindern zuliebe anonym.


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