Kerstin Cerne

Kerstin Cerne "Mein Tagebuch"

Mutterschaft wertschätzen - meinefamilie.at
7. Mai 2018

Mutterschaft bewusst wertschätzen


Hier sind wir nun. Zuhause. An dem Ort, an dem wir gemeinsam ins Leben starten. Mein Kind und ich. Für die Mutter hat sich nun ein Großteil ihres Lebens verändert. Sie ist nun Zuhause  und trägt die Hauptverantwortung  für das Kind.

Die ersten Wochen nach der Geburt sind eine Zeit des Kennenlernens. Jedes Familienmitglied hat seine Bedürfnisse. Doch die des Babys stehen nun an erster Stelle. Es wird gefüttert, gekuschelt, gewickelt und gewaschen. So schön diese neuen Aufgaben auch sind, funktionieren sie nicht immer gleich reibungslos. Schnell stellt sich heraus, dass Muttersein nicht so einfach ist, wie man sich das vielleicht vor der Geburt vorgestellt hat. Dazu kommen Arztbesuche oder womöglich der erste große Schnupfen. Auch das kann für Mütter eine große Herausforderung sein.  Zumindest war es bei mir so.

Als Mutter hat man sich nun mit vielen neuen Situationen auseinanderzusetzen. Auch wenn diese Aufgaben für Außenstehende oft als recht mühelos erscheinen, kann das für den Betroffenen doch sehr anstrengend sein.

Es ist nicht außer Acht zu lassen, in welcher großen Umstellung sich man als Mutter in der ersten Zeit befindet. Wie hilfreich da die Unterstützung des Mannes ist, wenn er am Abend von der Arbeit nach Hause kommt. Nun hat man etwas Zeit, abzuschalten und innerlich aufzutanken. Es bietet sich auch die Gelegenheit, den Tag Revue passieren zu lassen. Da kann es schon auch vorkommen, dass man sich die Frage stellt, ob diese alltäglichen Aufgaben auch wirklich erfüllend sind.

Zudem ist man als Mutter während des Tages alleine zuhause und auf sich gestellt. Der Mann ist in der Arbeit und die Familie womöglich weit weg.

Schnell sieht man „nur“ das Wickeln, Füttern oder Waschen im Vordergrund. Doch hinter diesen ganz alltäglichen Dingen steckt noch viel mehr. Einerseits entsteht durch die mütterliche Fürsorge ein Vertrauen, das für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung ist und andererseits führt der Körperkontakt zu einer besonderen Mutter-Kind-Bindung.  Nachdem es besonders in der ersten Phase des Mutterseins  hauptsächlich um die Fürsorge des Kindes geht, beginnt dann die Zeit, in der dem Kind vorgelebt und gezeigt wird, welche Werte und Regeln im Zusammenleben wichtig sind. Auch das geschieht wieder hinter den ganz alltäglichen Dingen, im ganz normalen Alltag.

Nicht nur, dass ein geregelter Ablauf dem Kind Halt und Struktur gibt, er bietet mir auch jeden Tag die Möglichkeit, dem Kind etwas Wichtiges mit auf den Weg zu geben. Mit diesem Bewußtsein sieht man die Arbeit der Mutter aus einer ganz anderen Perspektive. Sie stellt die Weichen im Leben eines Kindes. Ihre Arbeit ist wichtig und wertvoll. Auch wenn die Aufgabe als Mutter nicht immer ganz einfach und leicht ist, so weiß ich doch eines: Es ist jede Mühe wert!



EIN ARTIKEL VON
  • Kerstin Cerne

    Kindererziehung hat für mich eine große Bedeutung. So wie wir unsere Kinder ins Leben begleiten, werden sie später im Leben stehen. Als Mutter von 3 Kindern kann ich mich dieser Aufgabe so richtig stellen. Nebenbei arbeite ich leidenschaftlich als Eltern-Kind-Gruppenleiterin.


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