Katharina Zauner

Katharina Zauner "Mein Tagebuch"

27. August 2019

Meine Kinder werden geimpft


Oft verbringe ich Zeit auf Instagram oder anderen sozialen Netzwerken, wo ich natürlich auf viele Fotos aus dem Privatleben von Bekannten, Freunden oder Fremden stoße. Mehrere Fotos von Kindern sind hier auch online und für jedermann zu betrachten. Viele veröffentlichen hierbei auch Fotos von Kindern während eines Krankheitszustandes, wie Feuchtblattern oder Masern. Eins frage ich mich dann immer wieder: Wieso lasse ich es überhaupt so weit kommen?

Sind Kinderkrankheiten normal?

Ich akzeptiere durchaus Impfgegner und möchte hier auch keine Diskussion hervorrufen. Jedoch kann ich mir einfach nicht erklären, wieso man davon ausgeht, dass eine Kinderkrankheit ein normales Prozedere ist, wo ein Kind durch „muss“. In Österreich gibt es im Mutter-Kind-Pass einen empfohlenen Impfplan. Dass einige Krankheiten hier fast ausgerottet sind, ist auch kein Geheimnis. Wieso also tu ich das meinem Kind dies heutzutage noch an? Feuchtblattern, Masern, Windpocken oder alle anderen Kinderkrankheiten sind für ein Kind furchtbar unangenehm und für manche ist es wiederum fast unerträglich. Bei Babys und Säuglingen können diese Krankheiten auch äußerst gefährlich werden, wenn nicht sogar lebensbedrohlich.

(c) iStock

Impfmythen und andere Gerüchte

Viele Menschen denken, dass Kinder, die Kinderkrankheiten erlitten, ein besseres Immunsystem haben als andere, die keine hatten. Und dies ist womöglich eine der größten Impfmythen überhaupt. Ein weiterer Vorwand, den ich bereits des Öfteren gehört habe, ist dass eine Masernimpfung Autismus auslösen könnte. Es gibt vielerlei Impfmythen, die um die Welt kursieren, welche natürlich mich als Elternteil verunsichern können.

Verantwortung der Eltern

Mit dem „Glücksmomente Institut“, welches ich leite, veranstalte ich deshalb regelmäßig Erste Hilfe Kurse, um Eltern zu helfen, sich richtig vorzubeugen und vorzubereiten. Ein Kapitel dabei ist auch das Impfen. Ich möchte niemanden bekehren oder etwas einreden. Jedoch bitte ich alle, sich wirklich neutral mit dem Thema zu befassen und selbst gründlich zu recherchieren. Denn von anderen Impfungen wie Pneumokokken oder Meningokokken will ich gar nicht mal anfangen. Eine Erkrankung hier könnte lebensbedrohliche Schäden hinterlassen. Immerhin ist es als Elternteil Ihre eigene Verantwortung, darauf zu achten, was Sie Ihrem Baby einflößen. Natürlich vertraut man dem Kinderarzt – doch auch hier gibt es bizarre Unterschiede. Aus was besteht ein Impfstoff denn wirklich, und was bewirken sie tatsächlich? Als Mutter oder Vater sollte man sich mit diesem Thema, welches bei einer falschen Entscheidung einen Menschen sehr prägen kann, verantwortungsvoll auseinandersetzen und sich nicht von Redereien anderer leiten lassen.

Kurz zur Aufklärung: Ich bin 28 Jahre alt, habe zwei Töchter (3 Jahre, 7 Monate) und wurde seit meiner Schulzeit nicht mehr geimpft. Mit meiner ersten Tochter N. habe ich anschließend alle Impfungen, welche ich für notwendig Empfang nachgeholt. Da ich als Küken in der Familie, auch mit zwei älteren Schwestern, nie eine Kinderkrankheit erlitten habe, wäre ein Masernausbruch bei mir in Erwachsenenalter zu gefährlich. N. wurde zwar zeitversetzt und nicht laut der Empfehlung des Mutter-Kind-Passes geimpft, jedoch empfand ich es nach langen Recherchen so am besten.



EIN ARTIKEL VON
  • Katharina Zauner

    Ich bin zweifache Mädchen-Mama, seit 2015 glücklich verheiratet und lebe seit meiner Geburt in Wien. Meine Wurzeln sind aus der wunderschönen Insel Taiwan in Südostasien, wodurch auch meine Kinder trilingual erzogen werden. Als diplomierte Touristikkauffrau und selbstständige Pädagogin bin ich überzeugt von alternativ-pädagogischen Ansätzen.


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