Markus Stegmayr

Markus Stegmayr "Mein Tagebuch"

mama, papa, ich will ein haustier!
2. Dezember 2019

Mama, Papa, ich will ein Haustier!


Lange haben wir – meine Frau und ich – uns gegen ein Haustier gewehrt. Letzen Endes haben wir aber entschieden, nach sorgfältigem Abwägen von Pro und Kontra, dass eine Katze eine wirkliche Bereicherung für unser Familienleben wäre.

Noch ist sie nicht da, obwohl prinzipiell schon „gefunden“. Aber jetzt schon hat sich alles verändert. Wir sehen unsere durchaus geräumige Wohnung mit anderen Augen. Wo wird der Kratzbaum stehen, wo das „Kisterl“, wo soll die Katze fressen? Was wird es bedeuten, wenn noch eine zusätzliche Person beziehungsweise Lebewesen bei uns einzieht, vor allem auch hinsichtlich der Haushaltsführung?

Wie reagiert die Katze auf unsere Möbel, auf unsere Einrichtung, auf Bücher und CDs? Wird bei einer jungen Katze potenziell alles zum Spielzeug?

Ein Haustier– Bereicherung für Kinder

Neben all diesen Fragen, die zwar thematisiert wurden, aber so lange nicht wirklich beantwortet werden können, bis das Kätzchen tatsächlich bei uns einzogen ist, tut sich aber vor allem eine Frage auf: Wie gehen unsere Kinder mit dem neuen Mitbewohner um? Wird das Tier mit der „notwendigen“ Liebe versorgt oder „nervt“ es dann nach einigen Monaten, wenn es etwa nachts an der Kinderzimmertüre kratzt und im Kinderzimmer für Unordnung sorgt?

Zugleich hört man ja auch wahre „Wunderdinge“ von Katzen und sonstigen vergleichbaren Haustieren, etwa wenn es um die „Psychohygiene“ von Kindern geht:

Katzen seien die besten Tröster und Zuhörer weitum, ein paar Minuten streicheln ersetzen quasi lange und komplexe Gespräche oder gar Therapie-Sitzungen.

Das mag zwar sein, aber diesbezüglich wollen wir die Katze auch nicht „instrumentalisieren“ und sie rein in dieser „Funktion“ einsetzen. Sie ist schließlich ein Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen, die es auch zu achten gilt.

Wunsch versus Wirklichkeit

Wunsch

Ein Haustier ist immer dann zur Stelle, wenn man gerade will und Lust auf streicheln hat. Es ist ein treuer Begleiter im Alltag, der verschmust wie er ist genau merkt, wenn es dem Besitzer mal nicht so gut geht.

Wirklichkeit

Besonders Katzen haben Eigenarten und können auch launisch sein.

Das ist aber nicht weiter problematisch. Komplexer wird es, wenn es um die Strukturierung des Alltages geht, der sich durch ein Haustier wie eine Katze ganz grundlegend ändert. Nicht nur der bereits veränderte Blick auf die Wohnung ist eine Folge des anstehenden Einzuges. Auch die damit einhergehenden Konsequenzen, etwa in der Urlaubsplanung, sollte man bedenken.

Einfach mal so ein paar Tage zu Oma und Opa fahren?

Wird schwierig, wenn man nicht einen guten Betreuer zur Hand hat. Sogar längere Zeit ins Ausland fahren? Möglich, aber mit Kosten verbunden, weil die Katze dann, wenn sie nicht von Bekannten gut betreut werden kann, in eine Tierpension übersiedeln muss.

Und da schon bald Weihnachten ansteht: Wie schaut es eigentlich mit dem Christbaum aus? Kann man den überhaupt noch aufstellen, wenn ein kleines, noch nicht sonderlich gut erzogenes Kätzchen, in der Nähe ist und kann man diesen überhaupt aus den Augen lassen?

Fragen über Fragen. Die Antworten kennen wir noch nicht. Aber zumindest haben wir uns, so hoffen wir doch, als Familie die richtigen Fragen gestellt. Wir freuen uns jedenfalls auf unseren kuscheligen, eigensinnigen und wunderbaren neuen Mitbewohner!



EIN ARTIKEL VON
  • Markus Stegmayr

    Als freier Journalist, Blogger und Hobby-Gastrosoph besteht mein Berufsalltag hauptsächlich aus lesen, schreiben, hören und essen. Mein Familienalltag bringt diesen Rahmen aber oft gehörig aus der Fassung. Genau darüber lohnt es sich aber wiederum zu schreiben!


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