Maria Lang

Maria Lang "Mein Tagebuch"

Urlaubstage mit Kindern - meinefamilie.at
8. August 2016

Kurzurlaub mit den Kindern am Fluss


Für heuer haben sich unsere Kinder wieder einmal Strandurlaub gewünscht. Unser letzter dieser Art war vor drei Jahren in Kroatien und vor allem die beiden größeren Jungs haben ihre Sehnsucht nach dem Meer artikuliert. Allerdings wissen wir noch nicht genau, was wir heuer im Sommer alles machen werden. Bis Ende Juli war die Zeit schon verplant mit Arbeit, einigen Besuchen, einer Hochzeit und einer Reise ohne Kinder, die ich mir zum 40. Geburtstag gewünscht habe. Der zweite Teil der Ferien ist noch ziemlich frei, wobei wir unsere selbständige Tätigkeit mit einplanen müssen. Wir werden also relativ kurzfristig und spontan entscheiden. Es ist gar nicht so einfach, in einer so großen Familie alle Wünsche unter einen Hut zu bekommen, noch dazu in einem finanziell erschwinglichen Rahmen.

Da ich aber selbst urlaubsreif bin, beschließe ich, mit den Kindern kurze Tagesausflüge an die Flüsse rundherum zu unternehmen.

Erfrischende Strandtage

Ich habe bei meinen Erkundungstouren einige schöne Stellen an der Erlauf, der Ybbs und der Donau entdeckt, die dazu einladen, einen ganzen Tag dort zu verbringen. Es gibt sogar einige herrliche Sandstrände, die von Bäumen gesäumt sind. Ideal für uns! Ich fühle mich in der Natur einfach viel wohler als in irgendeinem Freibad und den Kindern geht’s genauso. Das Wasser ist zwar oft ziemlich kalt, auch im Hochsommer, aber dafür umso erfrischender. Georg hat im Moment sehr viel zu tun und kommt nicht mit, doch die Kinder freuen sich auf diese „Strandtage„. Wir sind mittlerweile ganz gut organisiert. Ich packe Schwimmsachen, einen Spaten, einige Schaufeln und Sandspielsachen, eine Kühlbox mit Getränken und Jause und einen großen Kübel ein. Wenn alle mithelfen, schaffen wir es, alles in einem Mal vom Auto zum Strand zu befördern. Der Spaten dient dazu, im Sand zu graben und richtig „coole“ Dinge zu bauen. Der Kübel ist unser „Kühlschrank“. Wir füllen ihn mit Wasser aus dem Fluss und kühlen darin eine Wassermelone und die Getränke. Als Jause gibt es ganz unkompliziert entweder Sandwiches oder kalte Pizza. Auf diese Art halten wir es mindestens einen halben Tag dort aus.

Schwimmen, Schlammschlachten und Sandburgen

Natürlich muss ich die ganze Zeit aufmerksam sein und aufpassen, dass keines der Kinder zu weit ins Wasser geht. Unsere Großen können zwar schon gut schwimmen, doch im kalten Wasser bei starker Strömung bekämen auch sie Probleme. Wir vereinbaren einfach, dass die Großen nur bis zur Brust und die Kleinen bis zur Hüfte und mit Schwimmflügeln allein ins Wasser gehen – unter meiner Aufsicht natürlich. Sie machen das ganz toll und ich empfinde diese Daueraufsicht nicht als anstrengend – vielleicht weil ich selbst dort so ganz in meinem Element bin. Ich bin selbst an Flüssen groß geworden und habe keine Scheu davor, im kalten Wasser zu schwimmen.

Wir machen Schlammschlachten, basteln Kränze aus Weidenzweigen und Wurzeln, bauen kleine Pools und Burgen im Sand und kühlen uns zwischendrin immer wieder im Fluss.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Auch wenn ich selbst wieder einmal gern ans Meer fahren würde – als Kurzurlaub kann ich mir keinen schöneren vorstellen.

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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