Maria Lang

Maria Lang "Mein Tagebuch"

Hundebabys besuchen - meinefamilie.at
25. April 2017

Hundebabys besuchen


Eine befreundete Familie hat vor kurzem Hundebabys bekommen und natürlich musste ich mit unseren beiden “Kleinen” hin, um sie zu sehen. Etwa zwei Wochen nach der Geburt waren wir das erste Mal dort. Die Hündin hatte insgesamt acht Junge geboren, doch leider hatten nur fünf davon überlebt. Wir redeten gemeinsam ein wenig darüber. Bald schon galt die ganze Aufmerksamkeit den fünf quietschlebendigen Welpen, die als schwarz-weißes Knäuel auf ihrem Lager zusammengekuschelt waren. Die Hundebesitzerin nahm eines hoch und zeigte es uns aus einiger Entfernung. Obwohl Sara und Gregor die kleinen Hündchen natürlich am liebsten gleich gestreichelt hätten, hielten wir uns erst mal dezent im Hintergrund.

Ich erklärte ihnen, dass Hunde- und Tiermütter sehr empfindlich sind, was ihre Jungen betrifft und dass sie nicht so einfach jeden in ihre Nähe lassen.

Bei Menschenmüttern sei das ähnlich, wir Mamas seien einfach darauf bedacht, unsere Kleinen zu schützen. Wenn zu viele fremde Leute sie hochnehmen, mache uns das Stress. Das leuchtete ihnen ein. Wir begnügten uns also damit, die Hundemama zu streicheln und beobachteten ihre Babys nur aus etwa drei Metern Entfernung. Sie hatten die Augen zum Teil noch geschlossen und sahen sehr süß aus.

Beim nächsten Besuch ein paar Tage später durften wir uns schon ein bisschen näher wagen. Es ist unglaublich, wie sehr diese kleinen Hündchen in so kurzer Zeit wachsen! Sie wirkten schon viel kräftiger!

Beim dritten Besuch durften wir sie streicheln

Erst bei unserem dritten Besuch war es dann so weit, dass wir die Hundebabys kurz streicheln durften. Wir hielten uns genau an das, was unsere Bekannte uns sagte, denn wir wollten ja die Hunde nicht unnötig stressen. Also wirklich nur ganz kurz streicheln, auch wenn man diese kleinen Kuschelhündchen nicht wieder hergeben möchte! Ein besonderer Höhepunkt war das “Stillen”. Die Hündin legte sich einfach auf die Seite und alle fünf Welpen suchten gierig nach den Zitzen. Man hörte sie richtig schmatzen beim Trinken. Nach einer Weile hatte die Hundemutter genug und stand einfach auf. Sie wartete nicht, bis alle fertig waren, sondern schüttelte ihre Kleinen einfach ab. Interessant… Also, die “Jausenzeit” war somit beendet. Die Hündin lief zum Wassernapf und schlabberte ausgiebig. Dann fraß sie von ihrem Futter. Klar, Stillen macht hungrig und durstig! Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen! Ich hatte meine vier Babys zwar nicht alle auf einmal, sondern der Reihe nach, aber gewisse Mama-Erfahrungen behält man einfach in Erinnerung….

Beim Abschied kraulte ich die Hündin nochmal ausgiebig und klopfte ihr den Rücken. “Gut machst du das, Hundemama!” flüsterte ich ihr zu. Ein wenig Ermutigung kann nicht schaden – von Mutter zu Mutter… 🙂

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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