Christian Aldover

Christian Aldover "Mein Tagebuch"

Frisch gebackener Papa - bald dürfen wir nach Hause - meinefamilie.at
16. Februar 2019

Frisch gebackener Papa – bald dürfen wir nach Hause


Wow! Die letzte Nacht bevor wir nach Hause können ist angebrochen. Ich bin alleine daheim und Baby Boy + Mama sind noch im Krankenhaus. Es ist echt nicht so einfach getrennt zu sein. Ich vermisse meine Frau und unser Baby wirklich sehr und das gebe ich voller Stolz zu. Erst recht, nachdem unsere erste Nacht nicht so schön war, wie wir es gerne gehabt hätten.

Aber alles von vorne.

Erhöhte Temperatur

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Dadurch, dass unser Baby erst gegen ein Uhr morgens durch die Wehen meldete, dass er sich jetzt auf den Weg zu uns machen möchte (ich aber schon ganzen Tag das Gefühl hatte, dass er an diesem Abend kommen wird) habe ich im Endeffekt fast zwei ganze Tage nicht geschlafen. Die Freude war riesig! Unser Sohn, auf den wir so lange gewartet haben, ist endlich auf der Welt. Doch dann kam die schlimmste Situation die uns passieren konnte: Unser Baby musste auf eine andere Station und musste dort über Nacht bleiben.

Ich, komplett übermüdet, keine Nerven mehr, verlor jede Zurückhaltung. Ich war komplett in Emotionen verschüttet, dass wir von unserem Baby getrennt werden war wirklich schrecklich.

Grund für die Trennung war seine erhöhte Körpertemperatur. Erst 15 Stunden alt und bereits erhöhte Temperatur!

Von Emotionen überwältigt

Ohne mich dafür zu schämen: Ich habe geweint und war in der verzweifeltsten Situation in der ich mich jemals befunden habe. Wie denn auch? Kaum wird man Vater und das Baby wird einem genommen und auf eine andere Station verlegt, da ist so ein emotionaler Ausbruch wirklich kein Wunder.

Natürlich gefiel das der Mama genauso wenig doch in dem Moment war sie einfach (wieder) stärker als ich.

Gedanken über Gedanken und nein, diese Gedankenraserei hört nicht auf, es kann wirklich lange dauern bis man sich beruhigt hat.

Im Endeffekt ist alles gut ausgegangen und am Tag darauf durfte unser Baby nach der endlosen Warterei wieder zu uns zurückkommen.

Vatergefühle & Vatersorgen

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Als Vater macht man sich in solchen Situationen sehr viele Gedanken. Auch jetzt, wo alles vorbei ist, denke ich noch viel darüber nach. Wie kann es sein, dass es zu dieser Situation gekommen ist? Wenn zu 99% alles an unserem Baby stimmt und es gesund ist, kann es dann nicht sein, dass das Thermometer etwas Falsches anzeigt hat? War es vielleicht ein Messfehler? Haben andere Faktoren wie die Wärmelampe auch einen Einfluss auf seine erhöhte Temperatur gehabt? Haben wir etwas übersehen? Meine Gedanken rasen noch immer.

Natürlich ist es verständlich, dass sich das Krankenhaus um das Wohlergehen unseres Babys kümmert und dass die Ärzte natürlich alle Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, doch hätte man nicht noch ein bisschen warten können um ein zweites Mal zu messen bevor man das Kind komplett woandershin verlegt? Ein wirklich außerordentlich schlimmes Gefühl, das ich nicht so schnell vergessen werde.

Doch im Endeffekt war alles gut, unser Sohn kann gesünder gar nicht sein. Das haben uns auch viele vom Personal bei jeder Untersuchung bestätigt. Hoffentlich bleibt es dabei, dass wir morgen gehen dürfen, drei Tage sind wirklich genug.

Ich kann es kaum erwarten, dass wir als unsere eigene kleine Familie heimkehren dürfen.

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EIN ARTIKEL VON
  • Christian Aldover

    Seit Jänner 2019 bin ich stolzester Papa eines kleinen Halbfilipinos. Ich selbst komme aus einer philippinischen Großfamilie mit 5 Kindern. Familie hat für mich schon immer oberste Priorität. In meinem eigenen Tanzstudio unterrichte ich Kinder und Jugendliche in HipHop.


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