Maria Lang

Maria Lang "Mein Tagebuch"

Pyjamatag - meinefamilie.at
7. November 2016

Ein Pyjamatag für Mama


Vor kurzem erlebte ich einen Pyjamatag. Eigentlich völlig ungeplant – und herrlich.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich sowas überhaupt schon mal gemacht habe. Den ganzen Tag im Pyjama herumzulaufen und einen Großteil des Tages im Bett zu verbringen, ohne dabei krank zu sein! Unglaublich!

Nach einem sehr intensiven, arbeitsreichen Wochenende beschlossen Georg und ich, den Montag als Ruhetag zu gestalten und blieben am Morgen lange im Bett. Die Kinder kamen nacheinander zum Kuscheln und gingen dann selbständig frühstücken. Ich hingegen beschloss, noch weiter liegen zu bleiben. Herrlich, mal keine Termine zu haben!

Ein Frühstück für mich

Irgendwie muss ich wieder eingeschlafen sein, denn um 12 Uhr klopfte Sara und meinte ernst: “Mama, wenn du jetzt noch länger im Bett bleibst, wirst du den ganzen Tag müde sein.”  Woher sie das wohl hat? Ihre Warnung tat jedenfalls ihre Wirkung, denn ganz verschlafen wollte ich den Tag ja auch nicht. Langsam bewegte ich mich aus dem Bett und bereitete mir ein Genießer-Frühstück, nur für mich. Sogar die üblichen 2 Extra-Brote für die immer hungrigen “Mitesser” ließ ich diesmal weg. Ich setzte mich, dick eingepackt in eine Jacke und Decken, auf die Veranda, und genoss in der kühlen Herbstluft mein Frühstück ganz allein. Welch ein Luxus, um halb eins zu frühstücken!

Zu Mittag war Fertigpizza geplant, die ich den Kindern nach meinem späten Frühstück servierte. Minimal-Kochaufwand vom Feinsten.

Herrlich, mal so richtig faul und gut zu sich selbst zu sein!

Als ich am Nachmittag immer noch im Pyjama herumlief, schüttelte Gregor, unser Jüngster, ungläubig den Kopf. Er konnte es nicht fassen, dass Mama, die sonst immer irgendwo draußen unterwegs war, einen ganzen Tag im Haus verbrachte!

Das absolute Highlight meines Wellness-Tages bildete ein Schaumbad bei Kerzenlicht. Das Chaos und den Tumult rundherum blendete ich einfach aus und konzentrierte mich auf das Knistern und das wohlige Gefühl. Nicht einmal meinen Mann lud ich dazu ein.

Manchmal tut so ein bisschen gesunder Egoismus schon sehr gut!

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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