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Die beste Schule für mein Kind auswählen - meinefamilie.at
22. April 2016

Die beste Schule für mein Kind auswählen


Schon zwei unserer Kinder mussten in der Volksschulzeit Schule wechseln – und beide Male haben wir die verlassene Schule auf Grund von Empfehlungen anderer ausgewählt. “Das ist eine super Schule” oder “Der Lehrer XY ist super, der hat meinem Kind so gut getan” – ja, deinem Kind.

Mein Kind braucht vielleicht etwas ganz anderes!

Wir haben gelernt: Wir müssen uns selbst ein Bild machen. Es gibt keine gute und schlechte Schule – Kind, Lehrer und Schule müssen einfach zusammenpassen. So haben wir mit unserer fünften Tochter kürzlich ein paar Schulen und Lehrer angeschaut und gemeinsam entschieden, wo sie hin will. Und wir waren uns glücklicherweise einig…

Schulkriterien

Ein wesentliches Kriterium ist für uns die Atmosphäre in der Klasse (am Tag der offenen Tür): Die Kinder verbringen viele Stunden in der Klasse. Eine gute Atmosphäre erleichtert das Lernen und hilft, Freude an der Schule zu wecken.

Wir haben uns für eine Integrationsklasse entschieden. Wir erhoffen uns davon, dass unser Kind die verschiedenen Bedürfnisse wahrnehmen lernt. Zusammenhelfen in der Klasse, um die Schwächeren mitzutragen. Besonders beeindruckt hat uns auch die Zusammenarbeit der beiden Lehrer.

Als wir beim Tag der offenen Tür waren, hat die Lehrerin nicht nur mit mir geredet, sondern sich auch dem Kind zugewandt.

Das hat mir die Wertschätzung gegenüber dem einzelnen Kind gezeigt. Sie hat das Klassen-Maskottchen hervorgeholt und an kleinen Beispielen erklärt: Es geht nicht nur um den Lehrstoff. Wir lernen hier auch: Wie gehen wir miteinander um? Den anderen ausreden lassen, nicht verspotten,… Es passiert bewusst Werteerziehung.

Ja, und dann noch diese Ausstrahlung: Die Lehrerin hatte strahlende Augen. Man spürt, sie ist aus Berufung Lehrerin. Ihr kann ich mein Kind anvertrauen! Und wenn es einmal Schwierigkeiten geben sollte, werden wir sicher gute Lösungen finden.

Schulweg

Der Wermutstropfen dabei: Es war nicht die Schule ums Eck; es waren zwei Stationen Schnellbahn bis zur Schule. Das war eine Herausforderung für unsere Tochter. Sie hat relativ lange gebraucht, bis sie sich den Schulweg alleine zugetraut hat. Aber es ist auch Wachstum: Ich schaffe das! Und die Eltern sind gefragt: Ich traue dir das zu! Ich kann dich auch soweit loslassen.

P.S.: Ich verrate natürlich nicht, um welche Schule, welche Lehrerin es sich handelt. Denn dein Kind braucht etwas ganz anderes ;-).

Lies nächsten Freitag von Familie A.: Klo-Wörter und andere Nettigkeiten…

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EIN ARTIKEL VON
  • Familie A.

    Wir sind Familie A. und leben am Stadtrand von Wien. Verheiratet seit 1993 haben wir bald Kinder bekommen. Und weil das Leben mit Kindern sooo schön ist, haben wir inzwischen sechs davon! Familie ist unsere Berufung, und das Know-How dafür haben wir in Schönstatt gefunden. Sechs Kinder – da erlebt man einiges, da kann man was erzählen! Und weil wir jetzt seit bald zwei Jahren die Nächte (meistens) wieder durchschlafen können, haben wir wieder Kapazitäten frei. So referieren wir auf Familientagungen, schreiben für die Zeitschrift Familie als Berufung und neuerdings für meinefamilie.at – unseren Kindern zuliebe anonym.


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