Maria Lang

Maria Lang "Mein Tagebuch"

Naschobst - meinefamilie.at
12. August 2016

Die Beeren sind reif!


Was ich am Sommer ganz besonders liebe, ist das viele Naschobst, das überall wächst und gedeiht. Egal, ob im Garten oder beim Spaziergang im Wald, überall findet man süße schwarze, blaue und rote Beeren. Ich weiß, viele sind da eher vorsichtig aus hygienischen Gründen, wenn es darum geht, die Beeren ungewaschen direkt von der Staude in den Mund zu stecken. Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich mach es trotzdem. Zu Hause wasche ich auch jedes Stück Obst, bevor wir es verzehren. Die Früchte gehen oft durch viele Hände. Doch das ist etwas anderes. Die Beeren wachsen in der freien Natur! Klar schaue ich sie davor an, ob kein Vogel daraufgekleckst hat oder ein Insekt drinsteckt. Wenn ich beginne, mich jedesmal vor dem Fuchsbandwurm zu fürchten, den man sich einhandeln könnte, verdirbt mir das total die Freude.

Duftende Walderdbeeren und säuerliche Blaubeeren schmecken einfach am besten frisch gepflückt!

Öffentliche Naschecke

An einer Kreuzung am Stadtrand gibt es bei uns eine öffentliche Naschecke, die für die Bewohner von Wieselburg angepflanzt wurde. Auch hier könnte man argumentieren: Die Sträucher wachsen doch direkt neben der Straße, die sind bestimmt nicht gesund… Vielleicht erklärt das die Tatsache, dass die meisten der saftigen Früchte von den Ameisen aufgefressen werden. Als ich neulich mit den Kindern dort vorbeikam, sammelten wir begeistert ein paar überreife Stachelbeeren und pralle Heidelbeeren. Wir steckten sie direkt von der Staude in den Mund und fanden das ganz herrlich. Und krank geworden sind wir nicht. Also manchmal tut es auch sehr gut, einzelne Prinzipien über Bord zu werfen und einfach zu leben!

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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