Maria Lang

Maria Lang "Mein Tagebuch"

Briefe zum Muttertag - meinefamilie.at
9. Mai 2016

Briefe zum Muttertag


Klar ist es schön, von der Familie zum Muttertag ordentlich gefeiert und verwöhnt zu werden. Welche Mama liebt das nicht? Doch heuer hatte ich eine Inspiration, die über das Übliche hinausgeht und hoffentlich zu einer Familientradition wird: der spezielle Muttertagssegen.

Ich segne meine Kinder jeden Tag. Manchmal schon am Morgen, untertags, zuletzt am Abend, wenn sie schon schlafen. Ich wünsche ihnen damit alles Gute und stelle sie unter Gottes Schutz.

Vor einigen Tagen kam mir dann die Idee, für jedes Kind einen ganz individuellen Segen zu schreiben, den ich ihnen dann am Muttertag vorlese.

Worüber ich mich an meinen Kindern freue

Ich versuchte, das, was ich an Gutem und Lobenswertem in dem Kind sehe und was es so besonders macht, in Worte zu fassen. Das klingt dann z. B. so:  Liebe(r) …., ich freue mich jeden Tag über deine fröhliche Art. Deine Kreativität bringt mich immer wieder zum Staunen. Ich liebe es, dir beim Musizieren zuzuhören. Ich segne deine hilfsbereite und mitfühlende Art. Es ist für mich eine Freude, deine Mutter zu sein.

Während ich diese sehr persönlichen Zeilen verfasste, wurde mir wieder einmal bewusst, wie unterschiedlich unsere vier Kinder sind!

Bei manchen fielen mir sofort einige Dinge ein, die ich schreiben konnte, bei anderen musste ich ein wenig genauer nachdenken. Was sind eigentlich die Stärken meines Jüngsten? Wodurch zeichnet sich mein Ältester so aus? Was liebe ich an meiner Tochter besonders?

Für jedes Kind ein persönlicher Segen

Die kurzen Texte tippte ich in unterschiedlichen Schriftarten in den Computer und druckte sie aus. Bei unserer täglichen Familienandacht las ich dann jedem Kind seinen speziellen Segen vor. Es war sehr ein ganz besonderer Moment und ich hatte den Eindruck, dass meine Worte mitten in den Herzen der Kinder landeten. Als kleines Andenken (oder zum Nochmal-Lesen) durfte jeder seinen Zettel behalten. Für Gregor, der noch nicht lesen kann, bewahre ich ihn in seiner Erinnerungskiste auf.

Dann kam ich an die Reihe. Ich hatte mir gewünscht, dass die ganze Familie mich segnet und für mich betet. Es war berührend, aus dem Mund jedes Kindes eine ganz persönlich formulierte Fürbitte zu hören – oder auch ein Danke. Gemeinsames Gebet stärkt unsere Familie wirklich spürbar. Und das gegenseitige Segnen ist eine wunderbare Sache, die gern zur Gewohnheit werden kann.

Nächsten Montag in Maria Langs Tagebuch: Löwenzahngeschichten

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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