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Familie A. "Mein Tagebuch"

Liebessprache der Kinder erkennen - meinefamilie.at
3. Juni 2016

Liebessprache der Kinder erkennen


„Mami, schneidest du mir bitte die Palatschinken?“ Unser Achtjähriger ist gerade von der Schule gekommen und möchte bedient werden. Nicht mit mir, denke ich spontan: „Du kannst doch schon längst selber mit Messer und Gabel umgehen!“ Murrend hat er das Besteck genommen und sich an die Arbeit gemacht – aber die Stimmung war im Keller.

Später habe ich diese Situation einer anderen Mutter erzählt. Sie hat gemeint: „Die Kinder sind oft k.o., wenn sie von der Schule kommen. Es ist doch ein langer Tag für sie. Und da wollen sie manchmal (eh nicht jedesmal) ein bisschen bemuttert werden.“

Die Kinder bedienen? Darf manchmal sein

Ich habe mir bewusst gemacht: Unser Sohn ist ohnehin sehr selbständig.

Um Hausaufgaben brauche ich mich kaum kümmern. Auch seine Mobilität hat er mit Fahrrad, Bus und Schnellbahn voll im Griff. Also – warum nicht ein bisschen verwöhnen?

Bei der nächsten Gelegenheit habe ich das ausprobiert: Ich habe ihm das Essen mundgerecht hergerichtet. Und mir ist an seiner freudigen Reaktion klar geworden: Durch diesen kleinen Liebesdienst fühlt er sich geliebt! Kleine Liebesdienste von anderen sind seine Liebessprache.

Nächsten Freitag in diesem Tagebuch: Selber packen will gelernt sein

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EIN ARTIKEL VON
  • Familie A.

    Wir sind Familie A. und leben am Stadtrand von Wien. Verheiratet seit 1993 haben wir bald Kinder bekommen. Und weil das Leben mit Kindern sooo schön ist, haben wir inzwischen sechs davon! Familie ist unsere Berufung, und das Know-How dafür haben wir in Schönstatt gefunden. Sechs Kinder – da erlebt man einiges, da kann man was erzählen! Und weil wir jetzt seit bald zwei Jahren die Nächte (meistens) wieder durchschlafen können, haben wir wieder Kapazitäten frei. So referieren wir auf Familientagungen, schreiben für die Zeitschrift Familie als Berufung und neuerdings für meinefamilie.at – unseren Kindern zuliebe anonym.


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