Maria Lang

Maria Lang "Mein Tagebuch"

Nationalfeiertag - meinefamilie.at
28. Oktober 2016

Am Nationalfeiertag für unsere Zukunft beten


Der 26. Oktober ist ein ganz besonderer Tag: unser Nationalfeiertag!

Wir hängen eine rot-weiß-rote Flagge aus dem Fenster und sprechen mit unseren Kindern darüber, was es bedeutet, in einem freien Land zu leben.

Auch wenn sich geschichtsbedingt manche daran stoßen, Nationalstolz zur Schau zu stellen, finde ich, dass wir auf unser kleines Land trotzdem ein wenig stolz sein dürfen. In so vielen Bereichen geht es uns wirklich gut!

Am Nachmittag fahre ich nach Wien, um zum ersten Mal die Feierlichkeiten dort zu erleben. Zuerst bin ich erstaunt, in den Wohnvierteln abseits der Ringstraße so wenig Flaggen zu entdecken. Haben denn die Wiener nicht mitbekommen, welcher Tag heute ist?

Feierlaune in der Wiener Innenstadt

Als ich in Richtung Parlament spaziere, merke ich, dass dem nicht so ist. Hier herrscht wirklich Feierlaune! Unmengen Leute flanieren auf den gesperrten Straßen und genießen den freien Tag. Kleine Kinder sausen mit bunten Luftballons herum, größere Kinder bestaunen die zur Schau gestellten Panzer und Kriegsgeräte des Bundesheeres. Es gibt Pommes und Zuckerwatte und ich fühle mich wie auf einem Jahrmarkt. So feiern also die Wiener den Nationalfeiertag! Dazwischen tauchen immer wieder Touristen auf, die das bunte Treiben fotografieren. Welch ein Tag!

Eine Bekannte, die ich treffe, erzählt mir, dass ich das Wichtigste versäumt habe: die Angelobung des Bundesheeres am Heldenplatz. Ohne Bundespräsidenten allerdings.

Vor dem Parlament wartet eine lange Schlange auf Einlass. Für zwei Tage darf man sich das Regierungsgebäude von innen ansehen! Ich überlege kurz, ob ich mich anstelle, doch dann entscheide ich mich anders. Ich habe genug vom Trubel und suche ein ruhiges Fleckchen. Nach einem flotten Marsch durch die ebenfalls sehr belebte Kärntnerstraße betrete ich den Stephansdom. Hier ist immer viel los, doch in einer Seitenkapelle finde ich endlich ein ruhiges Plätzchen. Ich setze mich in die Bank und bete für unser Land. Ich danke Gott, dass ich in Österreich leben darf und bitte ihn um Segen für die Politiker und alle, die Verantwortung tragen.

Ich bitte ihn, jeden einzelnen Österreicher zu segnen, besonders die Kinder. Sie sind es, die die Zukunft unseres Landes weitergestalten werden…hoffentlich in seinem Sinne!

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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